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A-Kreisliga Westerwald-Sieg
SG Gebhardshainer Land dreht 1:3-Rückstand in 5:3-Sieg

Die SG Gebhardshainer Land (blaue Trikots) bewegte sich beim „Tanz in den Mai“ erst spät auf Augenhöhe mit der SG Daaden (gelbe Trikots), die in 27 Minuten durch vier Gegentore eine 3:1-Führung leichtfertig verspielte.
  • Die SG Gebhardshainer Land (blaue Trikots) bewegte sich beim „Tanz in den Mai“ erst spät auf Augenhöhe mit der SG Daaden (gelbe Trikots), die in 27 Minuten durch vier Gegentore eine 3:1-Führung leichtfertig verspielte.
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  • hochgeladen von Silas Münker

SG Gebhardshainer Land – SG Daaden 5:3 (1:3) Dass das Jubiläumsspiel der Gebhardshainer Mannschaft um Trainer Enis Caglayan am 1. Mai den siebten Sieg im 10. Spiel des Jahres einbringen würde, war gestern auf dem Naturrasen in Gebhardshain nach einer Stunde nicht einmal zu erahnen. Denn eine Stunde lang gab das Daadener Team von Trainer Max Ramb im Sechs-Punkte-Spiel um den Liga-Verbleib die Richtung vor, lag trotz eines frühen Rückstands durch Yannick Brenner (6./Kopfball nach Ecke) dank Felix Jung, der eine Flanke von Rinor Maxhuni nach...

SG Gebhardshainer Land – SG Daaden 5:3 (1:3) Dass das Jubiläumsspiel der Gebhardshainer Mannschaft um Trainer Enis Caglayan am 1. Mai den siebten Sieg im 10. Spiel des Jahres einbringen würde, war gestern auf dem Naturrasen in Gebhardshain nach einer Stunde nicht einmal zu erahnen. Denn eine Stunde lang gab das Daadener Team von Trainer Max Ramb im Sechs-Punkte-Spiel um den Liga-Verbleib die Richtung vor, lag trotz eines frühen Rückstands durch Yannick Brenner (6./Kopfball nach Ecke) dank Felix Jung, der eine Flanke von Rinor Maxhuni nach einem Ballverlust der SGG-Kette verwertete, und dank Dennis Giehl, der zweimal einen ‚zweiten Ball‘ aus der Distanz zu einem erfolgreichen Abschluss nutzte, mit 3:1 in Führung und war damit auf dem besten Weg, den Überraschungssieg der Vorwoche (1:0 gegen Herdorf) zu vergolden.

Nur: Gestern langte ein Gegentor aus dem Nichts, um die Gäste aus ihrem labilen Gefüge zu bringen. Ramb: „Wir haben in der zweiten Hälfte wie ein Absteiger gespielt. Ein solches Spiel darf man nicht mehr aus der Hand geben. Schon gar nicht, wenn man in der Pause darüber gesprochen hat, wie sich das vermeiden lässt.“ Das Tor aus dem Nichts zum 2:3 (59.) glückte Steffen Prinz ebenfalls aus der Distanz durch einen nicht sauber geklärten Ball, wodurch sich das Spiel schlagartig drehte. Denn fortan waren die Daadener, die kurz vorher noch eine Doppelchance durch Felix Jung nach einem Kopfball an die Torlatte nicht zum 4:1 genutzt hatten, nicht mehr im Spiel. Ramb: „Nach der Pause waren die Abstände zu groß, die bis dahin gute Ordnung war dahin.“

Das war der Moment, auf den die Gebhardshainer gewartet hatten. Caglayan: „Bewahrt die Ruhe, macht den Anschlusstreffer. Das 3:2 wird Signalwirkung haben – für Daaden.“ Damit sollte er recht behalten, denn im letzten Drittel legte sich das Caglayan-Team den Gegner ohne große Gegenwehr ‚parat‘, hatte dabei aber auch das Abschlussglück, dass Robin Kastl mit zwei Toren aus dem Gewühl (70./80.) heraus seine Stoßstürmer-Qualität einmal mehr bestätigte.
Caglayan: „Ich kenne meine Mannschaft. Sie hat heute zum vierten Mal ein Spiel gedreht, das spricht für die Moral.“ Der letzte ‚Moral-Apostel‘ des Tages war schließlich Michael Becher, dessen Schuss nach einem nicht gewonnenen Laufduell abgefälscht und unhaltbar für den eingewechselten Tim Daub im Netz landete (5:3/86.).

Was macht den Unterschied zwischen der SGG 2021 (9 Punkte aus 13 Spielen) und der SGG 2022 (21 aus 10) aus? Caglayan: „In der Hinrunde haben wir viel gelitten und gelernt. Mittlerweile belohnen wir uns für unseren Aufwand.“

SG Betzdorf - SV Adler Niederfischbach 1:3 (0:3) Überraschend, aber nicht unverdient setzten sich die Adlerträger beim Favoriten „Auf dem Bühl“ durch. Für Gästetrainer Andreas Waffenschmidt lag dies vor allem an der Einstellung seiner jungen Mannschaft: „Die Betzdorfer waren uns spielerisch sicherlich überlegen. Aber wir haben uns unser Spielglück hart erarbeitet und sind am Ende zurecht belohnt worden.“ Die Grün-Weißen diktierten zunächst das Geschehen, bekamen aber einen Treffer zum 1:0 wegen einer Abseitsstellung aberkannt. Regelkonformer machte es SV-Goalgetter Simon Langenbach, der die Gäste per Doppelpack in Front schoss (16./34.). Mit dem Pausenpfiff gelang Sven Bajorat sogar noch das 3:0, das einer Vorentscheidung gleichkam (45.). Im zweiten Durchgang probierten die Siegstädter noch einmal alles, mehr als das 1:3 durch Ermal Merovci sprang aber nicht mehr heraus (68.).

SG Nauroth/Mörlen/Norken - VfL Hamm 1:4 (1:2) 
Schlusslicht Nauroth scheint die Saison und die Hoffnung auf den Liga-Verbleib abgehakt zu haben, denn auch gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten VfL gab es für die Elf von Steffen Dörner nichts zu holen. Dabei waren die Gastgeber erneut phasenweise ebenbürtig, hatten aber im Abschluss wenig Glück und leisteten sich defensiv zu viele Aussetzer. Allein Maximilian Wengenroth glückte ein Tor (1:2/39.). Für den VfL, der sich mit dem Sieg etwas aus dem Abstiegssumpf ziehen kann, waren Simon Langemann (28./60.), Mohammad Hashimi (30.) und Hannes Klopsch (90.) die Torschützen.

SG Westerburg 2. - DJK Friesenhagen 1:2 (0:0)
 Durch den knappen 2:1-Erfolg bleiben die Friesenhagener ungefährdet auf Vizemeister-Kurs. Dabei erwiesen sich die Westerburger als gewohnt unbequemer Kontrahent, der defensiv Beton anrührte und nur wenige Nadelstiche nach vorne setzte. So dauerte es bis zur 48. Minute, ehe Felix Jung die Führung für den Favoriten erzielte. Tom Reimann stockte das Resultat auf 2:0 auf (71.). Sven Rademacher betrieb für die SG per Handelfmeter nur noch Ergebniskosmetik (80.). „Es war ein richtiger Arbeitssieg, den wir uns aufgrund unserer spielerischen Überlegenheit, besonders in der ersten Hälfte, absolut verdient haben“, resümierte Gästecoach Maik Greb.

SSV Weyerbusch - SG Alsdorf/Kirchen 0:2 (0:1)
 In einer alles in allem chancenarmen Begegnung ohne Höhepunkte sorgten zwei Traumtore dafür, dass sich die Alsdorfer etwas von der Abstiegszone absetzen konnten. Die Partie, die von SGA-Spielführer Robin Stockschläder als „zäh, kampfbetont und zerfahren“ bezeichnet wurde, lebte vom „guten Abwehrverhalten beider Teams“, so dass zwei besonders schöne Treffer für die Entscheidung sorgen mussten. Erst gelang Benjamin Müller mit einem satten Dropkick von der 16-m-Kante ins ‚lange Eck‘ die Führung (38.), die Agron Himaj mit einem sehenswerten Fernschuss von der Mittellinie über Heimkeeper Kevin Kollikowski hinweg zum 2:0-Endstand ausbaute (75.).

Autor:

Redaktion Sport aus Siegen

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