Fußball-Bezirksliga Rheinland
Wallmenroth stürzt Primus, Weitefeld siegt knapp

Der Ex-Weitefelder Maximilian Strauch (l.) sorgte nur in der Anfangsphase für einige Schrecksekunden bei (v.l.) Oliver Seibel und Mario Schönberger. Am Ende hieß es 1:0 für Weitefeld im letzten Heimspiel in Langenbach in diesem Jahr.
  • Der Ex-Weitefelder Maximilian Strauch (l.) sorgte nur in der Anfangsphase für einige Schrecksekunden bei (v.l.) Oliver Seibel und Mario Schönberger. Am Ende hieß es 1:0 für Weitefeld im letzten Heimspiel in Langenbach in diesem Jahr.
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  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen - SG Rennerod 1:0 (1:0)
Der Aufsteiger Rennerod hat im letzten Spiel des Jahres in Langenbach die Revanche für die Saison-Auftaktniederlage (3:4) in den ersten und letzten zehn Minuten eines in der ersten Hälfte gutklassigen Westerwald/Sieg-Duells verpasst. Denn in diesen beiden Phasen der Partie war der Aufsteiger der Führung bzw. dem Ausgleich wiederholt recht nah, ohne damit das Weitefelder Team von Trainer Jörg Mockenhaupt, der das Team gegenüber der Woche durch den Ausfall von Luca Thom (drei Spiele Rot-Sperre) und Kevin Lopata (Umzug nach Braunschweig) zwangsläufig umstellen musste, sieben Tage vor dem Gang in die Winterpause (in Gückingen) von dem vor einer Woche gegen Westerburg (4:1) wieder eingeschlagenen Erfolgskurs entscheidend abzubringen.

Viele Chancen, wenig Tore

Das Überraschendste an der Partie war, dass die frühe Führung der Weitefelder durch Justin Nagel, der nach starker Vorarbeit von Fabian Lohmar mit einem top platzierten Kopfball traf (13.), bis zum Schluss Bestand hatte, obwohl beide Teams über die 90 Minuten gesehen jeweils wenigstens ein halbes Dutzend bester Torchancen hatten. Die ersten hatte das Team von Pascal Heene eine Woche nach dem Coup gegen den gestern wieder auf Platz 1 zurückgekehrten Spitzenreiter Ellingen (4:1) durch die beiden ehemaligen Weitefelder Spieler Maximilian Strauch und Ilir Tahiri, die beide im Vier-Augen-Duell mit dem wachsamen Elias Ermert den Kürzeren zogen. Doch auch nach der überraschenden Führung der Gastgeber hatte die Partie noch viel Unterhaltsames ohne taktisches Geplänkel zu bieten. Weitefeld stand tief und diszipliniert in der Hoffnung auf einige Nadelstiche, während Rennerod sein Plus an Spielanteilen immer dann in Torchancen ummünzen konnte, wenn das Mittelfeld schnell überbrückt wurde. Beim Pfiff zur Pause stand dennoch ein deutliches Plus an guten Chancen für Weitefeld zu Buche, überwiegend nach Standard-Situationen für Justin Nagel.

Partie verflacht nach der Pause

Deutlich weniger Elan bzw. Aufwand im Bemühen um den Ausgleich bzw. die Doppelführung zeigten beide Teams nach der Pause. Trotzdem hatte Weitefeld auch hier ein deutliches Plus an Abschlussmöglichkeiten durch Oliver Seibel, Niklas Rosenkranz und Jan-Niklas Mockenhaupt. Das Chancen-Verhältnis änderte sich erst in der letzten Viertelstunde, nachdem Jörg Mockenhaupt die bis dato gut stehende Kette durch die Auswechslung von Fabian Lohmar gesprengt hatte. Denn diese Umstellung bekam der Kette vor Elias Ermert überhaupt nicht, weil urplötzlich die Ordnung dahin war und sich Verunsicherung breitmachte. Spätestens nach einem Abstimmungsproblem zwischen Elias Ermert und Innenverteidiger Arthur Becker (85.), das Ilir Tahiri die beste Chance in Hälfte zwei bescherte, wurden Erinnerungen an die jüngere Vergangenheit wach, als Weitefeld in drei verlorenen Spielen 15 Gegentore kassierte. Aber: Trotz vier, fünf guter Abschlüsse bestraften die Gäste die 10-minütige Unordnung im SGW-Strafraum nicht mehr: sehr zum Leidweisen von SGR-Spielertrainer Pascal Heene („Schon vor dem 1:0 hätte es für uns 2:0 stehen müssen. Und in der letzten Viertelstunde hätten wir bei sechs, sieben 100-prozentigen Chancen wenigstens ein Unentschieden verdient gehabt.“), sehr zur Freude von Jörg Mockenhaupt.

"Haben nicht viel zugelassen"

Mockenhaupt: „Bis auf die letzten Minuten, als wir uns zu weit nach hinten haben drängen lassen, haben wir nicht viel zugelassen und als Mannschaft durchweg gut verteidigt. Wir hätten halt vorher den einen oder anderen Konter nutzen müssen. Durchweg bin ich aber zufrieden, denn es waren auch mal wieder ein paar richtig gute Angriffe dabei.

TuS Montabaur - SG Wallmenroth/Scheuerfeld 1:1 (0:0)
Sowohl mit dem Ergebnis als auch mit dem Auftreten setzte das Vizemeister-Team von Trainer Thorsten Judt gestern beim Spitzenreiter TuS Montabaur im letzten Auswärtsspiel des Jahres noch einmal deutliche Ausrufezeichen. „Wir wollten den Spitzenreiter ärgern, das haben wir mehr als geschafft. Denn vom Spitzenreiter war heute wenig zu sehen“, kommentierte Trainer Judt das 1:1, mit dem das Team von Sven Baldus nach einer Woche die Tabellenführung wieder an Ellingen abgeben musste. Überraschend war vor allem, dass nicht Montabaur, sondern eben der Gast vom Start weg den größeren Willen zeigte, die vorletzten 90 Minuten vor der Winterpause nicht nur aufgewärmt, sondern vor allem nicht mit leeren Händen hinter sich zu bringen.

Wallmenroth mit Chancenplus

Der Beleg: Schon in der ersten Hälfte hatten die durch den Ausfall von Sascha Mertens (verletzt), Manuel Plath (erkrankt) und Valentino Melis auf drei Positionen mit Kevin Fischbach, Joussef El Hassan und Steven Moosakhani gegenüber der Vorwoche in Niederroßbach (0:2) neu besetzten Wallmenrother ein deutliches Plus an Torchancen, um durch Steven Moosakhani (Pfostenschuss), durch einen von einem Feldspieler von der Torlinie gekratzten Kopfball von Kevin Fischbach oder einen Drehschuss von Dominik Zimmermann in Führung zu gehen.

Ausgleich per Strafstoß

Ganz bitter wurde die Konstellation für Wallmenroth ab der 50. Minute, als Schiedsrichter Patrick Heim nach einem Foul von Tim Fischbach auf Elfmeter entschied bzw. TuS-Torjäger Berkan Yavuz mit seinem 19. Saisontor den Spielverlauf auf den Kopf stellte. Judt: „Entscheidend war, dass die Mannschaft heute nie aufgesteckt hat. Wieso auch? Die Mannschaft hat über 90 Minuten alles in die Waagschale geworfen, hat gut gespielt und hatte beim Spitzenreiter viele gut herausgespielte Chancen, um die Partie jederzeit zu entscheiden.“ Der Ausgleich ließ trotzdem noch lange auf sich warten. Genauer gesagt bis in die Nachspielzeit, als Steven Moosakhani („Er ragte heute aus einer geschlossen guten Mannschaft heraus.“) einen Freistoß per Kopf über die Linie bugsierte. Judt: „Der Punkt war mehr als verdient, auch wenn Montabaur in der Schlussphase, als wir offener spielen mussten, einige gute Konterchancen hatte.“      hwl

Autor:

Redaktion Sport aus Siegen

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