Stadt gedenkt jährlich
35 Menschen durch Explosion in den Tod gerissen

Die Franziskanerkirche wurde bei der Explosion zerstört, 35 Menschen fanden bei dem Unglück den Tod.
  • Die Franziskanerkirche wurde bei der Explosion zerstört, 35 Menschen fanden bei dem Unglück den Tod.
  • Foto: Theodor Freysen
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sz Attendorn. Vertreter der Hansestadt Attendorn werden am heutigen Dienstag ein Blumengebinde an der Gedenkstele Am Klosterplatz ablegen, um an den Jahrestag eines schrecklichen Kapitels der Stadtgeschichte zu erinnern. Am 15. Juni 1945 explodierte ein Munitionsdepot und riss 35 Menschen in den Tod. Und das unmittelbar nach Ende des schrecklichen Zweiten Weltkriegs.

4 bis 5 Tonnen Sprengstoff befanden sich im Keller

Die Alliierten hatten angeordnet, dass alle in Attendorn und Umgebung aufgefundenen Munitionsreste am Rathaus abzugeben seien. Eingelagert wurde das gefährliche Gut im Keller des sogenannten „Kreuzbündnisses“, dem Verbindungsbau zwischen dem ehemaligen Gymnasium und der Franziskanerkirche, unmittelbar neben dem Rathaus.

Es waren wohl 4 bis 5 Tonnen Sprengstoff, die zusammengetragen worden waren, als am 15. Juni 1945 eine gewaltige Explosion die Franziskanerkirche zerstörte und 35 Menschen in den Tod riss, die meisten von ihnen standen vor dem Rathaus für Lebensmittelmarken an. Ausführliche Informationen zu diesem tragischen Ereignis können auf der Homepage der Stadt unter https://kurzelinks.de/p2wg abgerufen werden.

am 28. März wurde Attendorn zerstört

Bereits am 28. März hatte die Hansestadt Attendorn mit einem Blumengebinde an ein weiteres schreckliches Ereignis erinnert. An diesem Tag wurde Attendorn im Jahr 1945 durch alliierte Bombenangriffe zerstört.

Der 28. März und der 15. Juni 1945 hatten die Schrecken des Zweiten Weltkrieges unmittelbar in die Stadt gebracht. „Diese schrecklichen Ereignisse müssen im Bewusstsein der Bevölkerung erhalten bleiben und bedürfen daher einer würdigen Form der Erinnerung“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Attendorn.

Neben einer öffentlichen Gedenkveranstaltung im Fünf-Jahres-Rhythmus – zuletzt fand diese im Jahr 2015 aus Anlass des 70. Jahrestages statt, die Feier 75 Jahre nach den katastrophalen Ereignissen entfiel aufgrund der Corona-Auflagen (im Vorjahr Ausfall aufgrund der Corona-Pandemie) – greift die Hansestadt Attendorn eine Anregung aus der Attendorner Bürgerschaft auf und erinnert jährlich am 28. März und am 15. Juni sichtbar mit einem Blumengebinde und einer Infotafel an der Gedenkstele am Klosterplatz an die Ereignisse des Jahres 1945.

Während der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung Attendorn können Interessierte im Foyer des Rathauses die im Jahr 2010 errichtete Erinnerungsstätte mit der Dokumentation „Opfer von Krieg und Gewalt“ besichtigen. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der Hansestadt Attendorn www.attendorn.de in der Rubrik „Stadtinfo-Erinnerungsstätte“.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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