Drogenhochburg Attendorn

Jeder dritte Rauschgiftfall im Kreis in der Hansestadt

sz Attendorn. Viel Arbeit hatten die Rauschgiftfahnder der Kreispolizeibehörde im Jahr 2002 im Bereich der Stadt Attendorn. Dort präsentierte sich ihnen eine massive Drogenszene, wobei Drogen nahezu jeglicher Art, ob »Ecstasy«, Ampethamine, LSD oder Cannabisprodukte wie Haschisch und Marihuana, gehandelt und konsumiert wurden. Eine Tendenz dahin, dass im Lauf der Zeit mehr und mehr auf die extrem gefährlichen synthetischen Drogen Amphetamine und »Ecstasy« umgestiegen wurde, war laut Polizei eindeutig auszumachen.

»Häufig wurde unkritisch und verharmlosend alles geschluckt, was der Markt hergab«, so Polizei-Pressesprecher Matthias Giese. »Auffallend war, dass die Tatverdächtigen, die überwiegend der Altersgruppe von 17 bis 21 Jahren zuzuordnen sind, über ganz erhebliche Mengen dieser Drogen verfügten und diese in der Szene anboten.« Um einem weiteren Eskalieren dieser Tendenz vorzubeugen, wurden umfangreiche polizeiliche Maßnahmen eingeleitet. Immer wieder führten die Ordnungshüter Kontrollen und Durchsuchungen durch. Einen 17-Jährigen und einen 19-Jährigen schickte zwischenzeitlich der Olper Amtsrichter in Untersuchungshaft. Der 19-Jährige wurde mittlerweile zu einer 18-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt.

In dieser Woche ließ die Polizei eine umfangreiche Durchsuchungsaktion durchführen. 16 Beamte der Kreispolizeibehörde, die von zwei Rauschgiftspürhundeführern der Kreispolizeibehörde Lüdenscheid unterstützt wurden, durchsuchten insgesamt elf Wohnungen. In nahezu allen Wohnungen wurden unterschiedliche Mengen an Amphetaminen, Haschisch oder Marihuana gefunden. Fünf Personen wurden vorläufig festgenommen. Insgesamt wurden bislang im Jahr 2002 gegen Tatverdächtige aus dem Raum Attendorn über 100 Strafverfahren wegen Drogenverstößen eröffnet, was mehr als ein Drittel aller im Kreis Olpe angefallenen Strafverfahrenen in diesem Bereich bedeutet.

Nicht zuletzt durch die massiven polizeilichen Maßnahmen in der Attendorner Rauschgiftszene wurde eine deutliche Beruhigung erreicht. Die Polizei hofft, dass sich diese beruhigte Tendenz auch im nächsten Jahr fortsetzt.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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