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Sparkasse stellte sich frühzeitig auf
Ein Partner in der Krise

Das Kundengeschäftsvolumen gibt einen Überblick über die Entwicklung einer Bank. Die Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem ist mit dem ihren sehr zufrieden – sowohl im Blick auf das Corona-Jahr 2020 als auch auf die Entwicklung in den vergangenen Jahren insgesamt.
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  • Das Kundengeschäftsvolumen gibt einen Überblick über die Entwicklung einer Bank. Die Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem ist mit dem ihren sehr zufrieden – sowohl im Blick auf das Corona-Jahr 2020 als auch auf die Entwicklung in den vergangenen Jahren insgesamt.
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  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

win Attendorn/Lennestadt /Kirchhundem.  Erstmals fand eine Bilanz-Pressekonferenz der Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem als Online-Veranstaltung statt. Am Donnerstag nahmen Vorstandsvorsitzender Heinz-Jörg Reichmann und Vorstandsmitglied Bernd Schablowski gemeinsam mit Pressesprecher Daniel Fitzke Stellung zum vergangenen Geschäftsjahr. Anders als sonst standen diesmal aber nicht die reinen Zahlen im Vordergrund, sondern die Pandemie und ihre Folgen für Bank und Kundschaft.
Reichmann rief in Erinnerung, in einer Krise zeige sich die wahre Stärke, und die Bank habe die Erfolge der Vergangenheit genutzt, „sodass wir das Pandemie-Jahr 2020 genauso verlässlich absolvieren konnten wie die Jahre davor“.

win Attendorn/Lennestadt /Kirchhundem.  Erstmals fand eine Bilanz-Pressekonferenz der Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem als Online-Veranstaltung statt. Am Donnerstag nahmen Vorstandsvorsitzender Heinz-Jörg Reichmann und Vorstandsmitglied Bernd Schablowski gemeinsam mit Pressesprecher Daniel Fitzke Stellung zum vergangenen Geschäftsjahr. Anders als sonst standen diesmal aber nicht die reinen Zahlen im Vordergrund, sondern die Pandemie und ihre Folgen für Bank und Kundschaft.
Reichmann rief in Erinnerung, in einer Krise zeige sich die wahre Stärke, und die Bank habe die Erfolge der Vergangenheit genutzt, „sodass wir das Pandemie-Jahr 2020 genauso verlässlich absolvieren konnten wie die Jahre davor“. Bernd Schablowski ergänzte, im März/April 2020 habe die Bank die Bedürfnisse der Kunden erfragt, „viele waren erfahrungs-, manche sogar orientierungslos“, weil niemand gewusst habe, welche Auswirkungen die Pandemie für Privatleute und Gewerbe haben würde. Großer Beratungsbedarf sei gedeckt worden, auch im Wertpapierbereich: Hier seien Panikverkäufe trotz abstürzendem DAX vermieden worden. Auf der Firmenkundenseite, „egal ob Handel oder Handwerk oder Industrie“, habe die lange Unsicherheit durch intensive Beratung, Zwischenfinanzierungen, Kredite und Förderungen durchbrochen werden können.
Kommunikationsmittel der Wahl sei das Telefon gewesen. Die reine Anzahl der Anrufe sei nur um 10 Prozent gestiegen, doch die Dauer der Beratungen sei exponenziell gestiegen. „75 Prozent aller Anfragen wurden beim ersten Anruf erledigt. Das zeigt die große Kompetenz der Mitarbeitenden in diesem Team“, so Reichmann.

Keine Aufstockung des Stiftungsfonds 

Schnell sei dem Bankvorstand klargeworden, dass die sonst übliche jährliche Aufstockung des Stiftungsfonds in diesem Jahr ausfallen müsse. „Stattdessen haben wir das Geld in die Region an Institutionen verteilt, die extrem leiden. Statt zusammenzustreichen haben wir das Gegenteil getan. Daher wurde das höchste Spenden- und Sponsoringvolumen aller Zeiten ausgeschüttet: über 600 000 Euro.“
Die geschäftliche Entwicklung löst bei den beiden Vorstandsmitgliedern, die seit zehn Jahren zusammen an der Spitze der Sparkasse stehen, Zufriedenheit aus. Beim Kreditvolumen wurde ein 6-prozentiger Zuwachs auf 613 Millionen Euro notiert. Die Einlagen steigen um 10 Prozent auf 850 Millionen Euro, das außerhalb der Bilanz geführte Wertpapiergeschäft um 8,3 Prozent auf über 357 Millionen Euro.
Das Kundengeschäftsvolumen stieg von 2,7 auf 2,9 Milliarden Euro. „Das ist fast eine Verdoppelung in zehn Jahren“, so Bernd Schablowski. Auch der Trend zur Immobilie sei ungebrochen. „Die Kunden erkennen aber immer mehr, dass auch Wertpapiere zur klassischen Anlage inzwischen dazugehören.“ Bei Lebens- und Rentenversicherungen sei das Neugeschäft mit 20 Millionen Euro ungefähr im Vorjahresbereich. Lediglich beim gewerblichen Leasing habe die Bank mit 6 Millionen Euro „unser Ziel nicht erreicht“, so Schablowski. Zum Teil sei dies der Pandemie geschuldet, weil potenzielle Leasing-Geschäfte durch Fördermittel abgedeckt worden seien. Insgesamt sei die Sparkasse „mit der Entwicklung in schwierigem Fahrwasser sehr zufrieden“.

„Gold ist immer eine Krisenwährung“

Gerade zum Beginn des Lockdowns sei die Goldnachfrage signifikant gestiegen. „Es gab einige größere Zukäufe, das ist im Jahresverlauf aber abgeflaut“, so Reichmann. „Gold ist immer eine Krisenwährung.“ Der Niedrigzinsphase geschuldet, sei der Zinsüberschuss um 1,3 Prozent zurückgegangen. Im Gegenzug werde der Provisionsüberschuss – plus 2,4 Prozent – immer wichtiger für die Bank.
Schablowski berichtete, erstes Ziel der Bank sei gewesen, Liquidität aufrechtzuerhalten, „denn nur so kann ein Unternehmen Krisen meistern und abfedern“. Schon vor dem Lockdown habe die Sparkasse mit KfW- und NRW-Bank und der Bürgschaftsbank Workshops terminiert, „um unser Team für neue Fördermittel und die komplexen Corona-Hilfen aufzustellen“. So hätten zeitnah Mittel zur Verfügung gestellt werden können – insgesamt und über alle Branchen rund 60 Förderdarlehen mit einem Volumen von um die 21 Millionen Euro. Dazu kämen 31 von der Bank begleitete Existenzgründungen im Jahr 2020 – „deutlich mehr als 2019, ein Zeichen, dass auch viele eine Chance in der Krise sehen“, so Reichmann.
Ziel der Bank werde bleiben: „Wir machen Geschäfte, die wir verstehen, mit Menschen, die wir kennen. Kunde und Region stehen im Mittelpunkt. Am Ende fragen wir immer: Was hat der Kunde davon? Das unterscheidet eine Sparkasse vom Finanzdienstleister.“

Das Kundengeschäftsvolumen gibt einen Überblick über die Entwicklung einer Bank. Die Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem ist mit dem ihren sehr zufrieden – sowohl im Blick auf das Corona-Jahr 2020 als auch auf die Entwicklung in den vergangenen Jahren insgesamt.
Seit zehn Jahren bilden sie das Vorstandsduo: Vorsitzender Heinz-Jörg Reichmann und Mitglied Bernd Schablowski.
Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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