Pandemie nicht unter Kontrolle zu bekommen
Eindringlicher Appell zur Impfung

MdB Nezahat Baradari richtet sich mit einem Appell an die Öffentlichkeit.
  • MdB Nezahat Baradari richtet sich mit einem Appell an die Öffentlichkeit.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Marc Thomas

sz Attendorn. Nach ein paar Wochen der Entspannung steigt mittlerweile die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus wieder an – dies gilt auch für Südwestfalen. Nur mit einer hohen Impfquote lässt sich eine vierte Corona-Welle im Herbst noch abmildern.

„Tag für Tag sehen wir, wie sich das Coronavirus und die Deltavariante weiter ausbreiten. Diese Situation beunruhigt mich sehr“, sagt Nezahat Baradari, Kinderärztin und Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis „Kreis Olpe – Märkischer Kreis I“ mit Betreuungswahlkreis Siegerland.

Impfangebote immer unkomplizierter

Alle, die sich impfen lassen können, sollten dies tun. Es sei genug Impfstoff vorhanden und die Angebote würden immer unkomplizierter. „Mein Appell richtet sich auch speziell an alle Eltern, Lehrer und Lehrerinnen, Busfahrer, Erzieher und Erzieherinnen: Lassen sie sich jetzt bitte impfen, um die Kinder im Herbst und Winter zu schützen“, so Baradari weiter.

Die Corona-Fallzahlen sind in den vergangenen zwei Wochen immer weiter gestiegen. Gleichzeitig nimmt das Impftempo überall im Land ab. Wurden vor wenigen Wochen laut Robert-Koch-Institut hochgerechnet noch etwa neun Personen pro Sekunde in Deutschland geimpft, sind es mittlerweile im Schnitt nur noch etwa fünf. Erst die Hälfte der Bevölkerung ist zweimal geimpft und dies reicht für eine sogenannte Herdenimmunität nicht aus.

Beim Impfen wieder Fahrt aufnehmen

„Mit hohen Infektionszahlen im Herbst und Winter steigt auch die Gefahr, dass es zu neuen Einschränkungen kommt. Die Auswirkungen auf das soziale Leben, speziell auf die Bildung von Kindern und Jugendlichen sowie auf die Wirtschaft wären erneut enorm. Dies gilt es gemeinsam unter allen Umständen abzuwenden. Dafür bleibt noch genug Zeit, wenn wir jetzt beim Impfen wieder Fahrt aufnehmen. In diesem Zusammenhang halte ich die verlagerte Diskussion über eine generelle Kinderimpfung für nicht zielführend. Denn noch gibt es viel zu viele vor allem junge Erwachsene, die sich bisher nicht impfen lassen. Dort muss nun verstärkt durch Werbekampagnen und Aufklärung angesetzt werden“, betont Baradari.

Druck auf Stiko nicht korrekt

Eine sichere Impfung für Kinder und Jugendliche könne es erst geben, wenn dafür eine ausreichende medizinisch-wissenschaftliche Datengrundlage vorhanden sei. Der aufgebaute politische Druck auf die Ständige Impfkommission (Stiko) sei nicht korrekt.

Für Baradari ist ganz klar: „Zeitnah muss die Kostenübernahme von Tests für Personen, die sich nicht impfen lassen wollen, beendet werden. Die Allgemeinheit darf nicht weiter indirekt die Impfverweigerung auch noch bezahlen. Dieses Geld ist in unseren Schulen und Krankenhäuser deutlich besser aufgehoben.“

Autor:

Redaktion Olpe aus Stadt Olpe

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