Auch bei Mubea mangelt es an Impfdosen
Impfstraße für 29.000 Beschäftigte

Am Dienstag nahm die Impfstraße des AMZ Olpe ihren Betrieb auf. Im Rahmen eines Pressegespräch stellten die Arbeitsmediziner Dr. Inna Zimmer, Simone Schulte, Burkhard Giebeler und Dr. Surjadjiman Djaja mit Stephan Stracke, geschäftsführender Vorstand AMZ und Geschäftsführer des Arbeitgeberverbands für den Kreis Olpe, die Details vor (v. l.).
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  • Am Dienstag nahm die Impfstraße des AMZ Olpe ihren Betrieb auf. Im Rahmen eines Pressegespräch stellten die Arbeitsmediziner Dr. Inna Zimmer, Simone Schulte, Burkhard Giebeler und Dr. Surjadjiman Djaja mit Stephan Stracke, geschäftsführender Vorstand AMZ und Geschäftsführer des Arbeitgeberverbands für den Kreis Olpe, die Details vor (v. l.).
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hobö Attendorn. Die gute Nachricht: Die Impfstraße des Arbeitsmedizinischen Zentrums (AMZ) Olpe hat am Dienstag ihren Betrieb aufgenommen. Hier könnten die 320 Mitgliedsunternehmen ihre rund 29.000 Beschäftigten gegen Corona impfen lassen. Die schlechte Nachricht: Auch hier ist aktuell der Impfstoff nicht in der gewünschten Menge verfügbar. Jedenfalls wäre das Team des AMZ rein logistisch in der Lage, täglich weitaus mehr Dosen in die Oberarme zu spritzen.

50 Prozent sind noch nicht geimpft

Gleichwohl freut sich Stephan Stracke, geschäftsführender Vorstand des AMZ und Geschäftsführer des Arbeitgeberverbands für den Kreis Olpe, dass die Impfstraße nun von Impfwilligen aufgesucht werden kann. Möglich wurde dies, weil das Unternehmen Muhr und Bender Attendorn (Mubea) seine Impfstraße am Firmensitz in der Hansestadt, Mubea-Platz 1, dem AMZ zur Verfügung stellt.

Stracke schätzt, dass rund 50 Prozent der 29.000 Beschäftigten in den Mitgliedsunternehmen noch nicht geimpft seien. Sie gehörten überwiegend nicht zu den bekannten Prioritätsgruppen, die in den Impfzentren geimpft würden respektive wurden. Aber selbst diese rund 14.500 Personen würden sicherlich nicht alle die neue Impfstraße aufsuchen. „Davon gehen wir nicht aus“, so Stephan Stracke im Pressegespräch zur Inbetriebnahme. Viele würden das Impfzentrum oder die Hausärzte ansteuern.
Das Ansinnen sei ohnehin, dem Impfzentrum des Kreises sowie den Hausärzten lediglich „beizuspringen“, um so die Impfkampagne zu beschleunigen. „Wir bedauern daher sehr, dass es so wenig Impfstoff gibt“, beklagt der AMZ-Vorstand.

Ausschließlich Biontech wird verimpft

In Zahlen: Pro Betriebsarzt hat das AMZ 102 Impfdosen für diese Woche erhalten. Bei fünf Ärzten macht das in Summe lediglich 510 Impfungen. Stracke: „Das ist nicht das, was wir uns gewünscht haben.“ Nächste Woche seien es sogar nur 80 Dosen pro Arzt.

Da das Gros der Beschäftigten unter 60 Jahre alt sei, habe man sich für die Empfehlung der Ständigen Impfkommission entschieden und wolle nur den sogenannten mRNA-Impfstoff verimpfen, in diesem Fall ausschließlich das Vakzin von Biontech.

Burkhard Giebeler, leitender Arbeitsmediziner des AMZ Olpe, erläutert, dass die Impfstraße das Vakzin über den Apothekerverband beziehe, also nichts vom Impfzentrum des Kreises Olpe bekomme. Am ersten Betriebstag würden von drei Ärzten 127 Dosen verimpft. Ferner seien fünf Arzthelferinnen im Einsatz, die sich vor allem um den Verwaltungsaufwand kümmerten.

Am Tag zuvor war es möglich, auf der Homepage des AMZ (www.amz-olpe.de) Termine in der Impfstraße für diese Woche zu buchen. Diese Funktion wurde um 9.10 Uhr freigeschaltet und musste um 11 Uhr wieder geschlossen werden, denn zu dieser Zeit waren bereits alle Termine gebucht.
Freitags erhalte das AMZ die Mitteilung, wie viele Impfdosen am Montag der folgenden Woche geliefert würden. Dienstags stünden die von einem Attendorner Apotheker aufgezogenen Spritzen bereit, in die Oberarme der Impwilligen geführt zu werden. Am Freitag dieser Woche, werde die Online-Terminvergabe für die nächste Woche gestartet

Die Impfstraße verlangt enormen Personalaufwand

Das Unternehmen Mubea scheute im Vorfeld keine Mühen und Kosten, die Impfstraße einzurichten. Eigens wurde unter anderem ein spezieller Kühlschrank installiert, der den strengen Sicherheitsvorgaben entspricht. Die medizinische Regulatorik bereitete das AMZ vor. „Das verlangt einen enormen Personalaufwand“, schildert Stephan Stracke die notwendige Bürokratie, um eine Impfstraße überhaupt betreiben zu können. Das Personal für den Betrieb kommt ebenfalls aus dem AMZ.

Das Arbeitsmedizinische Zentrum in Olpe hat den Normalbetrieb übrigens nicht eingestellt. Um die „normale“ Tätigkeit abzusichern, hat das AMZ einen Arzt sowie zwei Arzthelferinnen bis einschließlich September zusätzlich eingestellt. Bis dahin soll nämlich die Impfstraße bei Mubea betrieben werden. „Gegebenenfalls werden wir dann das AMZ in Olpe umrüsten, um dort weiter impfen zu können“, verspricht Stephan Stracke, die Impfungen nicht einzustellen, falls Ende September noch Bedarf bestehe.

Am Dienstag nahm die Impfstraße des AMZ Olpe ihren Betrieb auf. Im Rahmen eines Pressegespräch stellten die Arbeitsmediziner Dr. Inna Zimmer, Simone Schulte, Burkhard Giebeler und Dr. Surjadjiman Djaja mit Stephan Stracke, geschäftsführender Vorstand AMZ und Geschäftsführer des Arbeitgeberverbands für den Kreis Olpe, die Details vor (v. l.).
In der Zentrale der Firma Muhr und Bender Attendorn (Mubea) betreibt das AMZ Olpe seine Impfstraße.
Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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