"Jüdisch in Attendorn" pflanzt Bäume
Initiative will Erinnerung wachhalten

Hartmut Hosenfeld (l.) und Tom Kleine (M.) von der Initiative „Jüdisch in Attendorn“ griffen zum Spaten und pflanzten oberhalb des jüdischen Friedhofs Am Himmelsberg eine Hainbuche. Unterstützt wurden sie dabei von Karl Schulte, dem Gärtnermeister der Hansestadt Attendorn.
  • Hartmut Hosenfeld (l.) und Tom Kleine (M.) von der Initiative „Jüdisch in Attendorn“ griffen zum Spaten und pflanzten oberhalb des jüdischen Friedhofs Am Himmelsberg eine Hainbuche. Unterstützt wurden sie dabei von Karl Schulte, dem Gärtnermeister der Hansestadt Attendorn.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

sz Attendorn. Die Initiative „Jüdisch in Attendorn“ hat jetzt zum jüdischen „Neujahrsfest der Bäume“ einen Baum in Attendorn gepflanzt.
„Tu Bischwat“ ist das „Neujahrsfest der Bäume und Pflanzen“ und ein eher unbekannter jüdischer Feiertag. Dieser Termin markiert das Ende der Regenzeit und damit den Beginn der idealen Pflanzperiode in Israel. „Tu Bischwat“ oder „Tu biSchevat“ bedeutet wörtlich übersetzt „Der 15. Schevat“ und bezieht sich auf den Monat „Schevat“ des jüdischen Kalenders, der nach dem gregorianischen Kalender Mitte Januar beginnt.

Baum pflanzen und Glauben festigen

Dem regnerischen, kühlen Wetter zum Trotz griffen Hartmut Hosenfeld und Tom Kleine von der Initiative „Jüdisch in Attendorn“ zum Spaten und pflanzten oberhalb des jüdischen Friedhofs Am Himmelsberg eine Hainbuche. Unterstützt wurden sie dabei von Karl Schulte, dem Gärtnermeister der Hansestadt Attendorn.
Tom Kleine erläutert: „Mit dem Pflanzen eines Baumes festigen die Juden auch ihre Wurzeln des Glaubens. Zudem werden die Bäume auch in der Hoffnung auf Frühling und Freiheit gepflanzt. Dieser Hoffnung schließen wir uns an.“

"Jüdisch in Attendorn" will Erinnerung wachhalten

Die Initiative „Jüdisch in Attendorn“ hat sich zum Ziel gemacht, die Erinnerung an die Attendorner Juden wachzuhalten, die bis zu den Gräueln der Nazis fest in der Stadt verwurzelt waren und eine lebendige Gemeinde bildeten. Führende Industrielle und Geschäftsleute der Stadt Attendorn waren Juden, bis sie zur „Arisierung“ genannten Veräußerung ihrer Unternehmen an nichtjüdische Deutsche, meist zu erbärmlichen Summen, gezwungen wurden. An sechs Stellen im Stadtgebiet erinnern „Stolpersteine“ an jüdische Opfer des Nationalsozialismus.
Im Jahr 2019 war die Initiative der erste Träger des seinerzeit neu gestifteten Preises „Kein Platz für Extremismus und Rassismus“ des Kreises Olpe.

Autor:

Redaktion Olpe aus Stadt Olpe

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