Kreistierschau bei Kirmes ein Erfolg

Versammlung des Vereins zur Förderung der Tierzucht / Zahlreiche Urkunden verliehen

hobö Niederhelden. Sehr gut besucht war die Jahreshauptversammlung, zu der der Verein zur Förderung der Tierzucht im Kreis Olpe für gestern Mittag in das Hotel Platte in Niederhelden eingeladen hatte. Einen Grund dafür, sah Vorsitzender Georg Geuecke in dem Referat, das im Anschluss an die Versammlung anstand. Pater Reinhald von der Abtei Königsmünster Meschede referierte zum Thema »Jesus war kein Vegetarier! Zur Ethik des Lebensmittels«.

Zuvor stand aber eine Reihe an Regularien auf der Tagesordnung. Im Rückblick auf das vergangene Jahr ragte vor allem die Kreistierschau heraus, die bekanntermaßen erstmals im Rahmen der Wendener Kirmes stattfand. Das Niveau, so Geuecke, sei hervorragend gewesen. Verschiedene Züchter, die bislang nicht so im Rampenlicht gestanden hätten, seien in Wenden mit guten Erfolgen positiv aufgefallen. Geuecke dankte dem Landwirtschaftlichen Lokalverein für die Gemeinde Wenden für die gute Zusammenarbeit bei der Ausrichtung der Kreistierschau.

Tierschau finanziell kein Erfolg

Auch Dr. Berndt Högermeyer, Geschäftsführer der Landwirtschaftskammer-Kreisstelle Olpe, wertete die erste Kreistierschau im Rahmen der »Wendschen Kärmetze« als »runden Erfolg«. Die Zuchtdarbietungen seien gut und der Publikumsandrang mit mehr als 5000 Gästen phänomenal gewesen. Lediglich finanziell habe die Veranstaltung nicht die Erwartungen erfüllt. Das zeigte auch der Kassenbericht, der nach vielen Jahren erstmals wieder ein Defizit auswies. Högermeyer erläuterte, dass dies hauptsächlich auf die Kosten der Kreistierschau zurückzuführen sei. Auf die Frage von Josef Platte, wie denn der Bestand der Kasse aussehe, wollte Högermeyer nicht öffentlich Stellung beziehen, erklärte aber, dass er »alles andere als besorgniserregend« sei. Bei den turnusmäßigen Wahlen wurden Christine Droste aus Oberveischede sowie Bruno Reer aus Römershagen einstimmig in den Beirat wiedergewählt. Neue Kassenprüfer sind Richard Hufnagel und Peter Steinhoff.

Josef Geuecke gedankt

Ehrungen gab es auch bei der gestrigen Versammlung. Dabei dürfte es dem Vorsitzenden Georg Geuecke ein besonderes Vergnügen gewesen sein, den ehemaligen Kreislandwirt zu ehren und ein Geschenk für 15-jährige Tätigkeit in diesem Amt zu überreichen. Schließlich ist der geehrte Josef Geuecke (St. Claas) sein Vater.

Für die Erfolge im Rahmen der Kreistierschau waren ebenfalls Ehrungen anberaumt. Um diese vorzunehmen, war eigens der neue Präsident der Landwirtschaftskammer NRW, Johannes Fritzen, angereist. Zusammen mit dem neuen Kreislandwirt, Norbert Schulte, überreichte er Michael Hüttmann aus Wormberg für die Siegerkuh jung (»Selina«), Walter Weber aus Kruberg für die Siegerkuh der Schau (»Dana«), Hermann und Kornelia Schürholz aus Essinghausen für die Siegerstute Warmblut (»Anemone«), Familie Schulte aus Ostentrop für die Siegerstute der Schau (»Nixe«), Peter und Franz-Josef Quast aus Scheiderwald für das Siegerschaf der Rasse Shropshire, Hubert Sauermann aus Lichtringhausen für das Siegerkaninchen der Rasse Klein-Silber hell sowie Walter Rohrmann aus Ostentrop für das Siegerhuhn der Rasse Zwerg-Wyandotten Blaugold die entsprechenden Zertifikate.

100000-Liter-Marke überschritten

Walter Weber und Michael Hüttmann erhielten für ihre Erfolge in der Kühe-Konkurrenz überdies Urkunden der Rinder-Union West (RUW) überreicht. Für die Siegersammlung bekam auch Georg Geuecke eine RUW-Urkunde. Erneut Walter Weber stand anschließend im Mittelpunkt, als er von Dr. Jörg Potters von der RUW einen Preis für seine Kuh »Wanda« erhielt. Die schaffte im vergangenen Jahr die 100000-Liter-Milch-Marke.

Dr. Potters erklärte, dass die Rinder-Union West hoffe, an den nun für den Rinder-Export offenen Grenzen nach Russland partizipieren zu können. Immerhin würden in diesem Jahr etwa 100000 aus der EU nach Russland exportiert. Daher appellierte er an die anwesenden Rinderzüchter, sich umgehend bei der RUW zu melden, falls sie Rinder verkaufen wollten.

Im Rahmen des »Kurzberichts aus der Milchkontrolle« wurden gestern Michael Brüser aus Römershagen zum Vorsitzenden des Kreiskontrollbezirks Olpe sowie Holger Lorenz aus Hespecke zu seinem Stellvertreter wiedergewählt ––und dies einstimmig. Einen Einblick in die Struktur des im vergangenen Jahr neugegründeten Landeskontrollverbands NRW – entstanden aus den Landesverbänden Rheinland und Westfalen-Lippe – gab es gestern ebenfalls. Der Verband ist für die Milchkontrollen in mehr als 6500 Betrieben zuständig. Im Kreis Olpe ist die Anzahl der Milchkuh-Betrieben mit 77 im vergangenen Jahr konstant geblieben, während sie in den Nachbarkreisen weiter sank. Insgesamt werden in diesen 77 Betrieben 3531 Kühe gehalten, was einer Quote von 45,9 Kühen pro Betrieb entspricht. Eine Kuh gab im vergangenen Jahr im Kreis Olpe durchschnittlich 7597 Kilogramm Milch.

Versammlung der Pferdezüchter

Die Pferdezucht im Kreis Olpe wurde ebenfalls kurz beleuchtet. Dabei machte Josef Platte deutlich, dass sich die Stutenschau in Niederhelden mit inzwischen über 250 Tieren zu einer der größten in Westfalen-Lippe gemausert habe. Ferner wies er darauf hin, dass die Jahreshauptversammlung der Pferdezüchter im Kreis Olpe am Freitag, 10. März, ab 19.30 Uhr in seinem Hotel Platte in Niederhelden stattfinde.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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