Lage unbefriedigend

Kfz-Innung tagte / Hochkarätige Referenten sprachen

sz Niederhelden. Regen Zuspruchs erfreute sich die kürzlich im Hotel Platte in Niederhelden stattgefundene Mitgliederversammlung der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes für den Kreis Olpe. Obermeister Tonis Löhr begrüßte gleich zwei hochkarätige Referenten sowie Vertreter der branchennahen Überwachungsorganisationen DEKRA und TÜV und den Leiter des Berufskollegs im Kreis Olpe, Oberstudienrat Willi Zeumer, welcher ein Kooperationsmodell zwischen der Innung und dem Berufskolleg vorstellte.

In einem Rückblick ließ Löhr die Ereignisse des Jahres 2001 Revue passieren. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind im Kraftfahrzeughandwerk im Kreis Olpe 45 Ausbildungsverhältnisse für den Beruf des Kraftfahrzeugmechanikers (Vorjahr 57) und fünf Ausbildungsverhältnisse im Kraftfahrzeugelektrikerhandwerk (Vorjahr drei) eingetragen. Den Rückgang schreibt der Obermeister der schwierigen wirtschaftlichen Situation zu. Mit 45 Azubis bewegt sich das Ausbildungsniveau auf dem Level des Jahres 1998. Auch zur wirtschaftlichen Situation im Kfz-Gewerbe bezog Tonis Löhr Stellung. Nach wie vor sei die Geschäftslage für alle äußerst unbefriedigend. Sowohl im Neu- als auch im Gebrauchtwagenhandel sei ein Umsatzrückgang zwischen 5 und 10 Prozent zu verzeichnen. Auch der eklatante Anstieg der Energie- und Treibstoffpreise während der zurückliegenden zwölf Monate habe zu einem effektiven Kaufkraftschwund beim Bürger geführt und insbesondere im Neuwagengeschäft seinen Niederschlag gefunden. Daran könne auch die Tatsache nichts ändern, dass neue Modelle in der Regel weniger »Sprit« konsumierten. Da durch Erhöhungen im Kfz-Steuer-Bereich zusätzliche Belastungen auf die Autofahrer zugekommen seien, verwundere es nicht, dass die geringe Kaufkraft zu einer instabilen Nachfrage im Inland geführt habe.

Im Anschluss an die Ausführungen des Innungsobermeisters hielt Manfred Kaufhold, Wirtschaftsjournalist aus Herdecke, einen Vortrag zum Thema »Gewinnen im PKW-Reparaturmarkt« in welchem er Stellung zur gegenwärtigen und zukünftigen Situation des Reparaturmarktes, gleich ob als Vertrags- oder freie Werkstatt, bezog.

TÜV-Regionalleiter Klaus Bierhoff wies in seinen Ausführungen zum Thema »Händlerunterstützung zur Beweislastumkehr – Schuldrechtsmodernisierungsgesetz« auf die derzeit gültige Rechtslage hinsichtlich der Verjährungs- und Gewährleistungsfristen hin. Zum Ende der Veranstaltung stellte sich Manfred Kaufholt nochmals den Fragen der Anwesenden, die im Zusammenhang mit dem gehaltenen Fachvortrag im gesteckten Zeitrahmen nicht beantwortet worden waren.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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