Picasso, Chagall und Miró

Klaus Hesener, Kämmerer und Kulturdezernent der Hansestadt Attendorn, die Leiterin des Südsauerlandmuseums, Monika Löcken, und der Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem, Heinz-Jörg Reichmann, stellten sich nach der Pressekonferenz zum Foto.  Foto: privat
  • Klaus Hesener, Kämmerer und Kulturdezernent der Hansestadt Attendorn, die Leiterin des Südsauerlandmuseums, Monika Löcken, und der Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem, Heinz-Jörg Reichmann, stellten sich nach der Pressekonferenz zum Foto. Foto: privat
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sz  t Unter dem Titel „Dreigestirn der Moderne – Picasso, Chagall, Miró“ präsentiert die Hansestadt Attendorn in Kooperation mit der Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem, dem Sparkassenverband Westfalen-Lippe und dem Museum „Pablo Picasso“ in Münster eine außergewöhnliche Ausstellung. Sie wird von November 2019 bis Februar 2020 im Südsauerlandmuseum zu besichtigen sein.

Der kürzlich verstorbene Mode-Designer Karl Lagerfeld bezeichnete einmal Pablo Picasso als den unangefochten größten Zeichner des 20. Jahrhunderts. Die Kunst der Linie ist die Domäne, in der die ganze schöpferische Kraft Pablo Picassos zutage tritt – kühn und kraftvoll, immer wieder bestechend durch ihre jähen Stilumbrüche und Wandlungen. Nun verleiht das Kunstmuseum „Pablo Picasso“ Münster eine repräsentative Werkauswahl seiner Picasso-Bestände an das Südsauerlandmuseum nach Attendorn.

In der außergewöhnlichen Sonderausstellung wird Picasso im Rahmen eines illustren Dreigestirns der Moderne präsentiert – neben Marc Chagalls farbenprächtigen Grafiken werden dort auch Werke des Spaniers Joan Miró gezeigt. Die Grafiken aller drei Künstler eint der Umstand, dass sie mehrheitlich im Paris der Nachkriegsjahre entstanden sind. Jede einzelne Handschrift erlangt Individualität und Profilschärfe durch die künstlerische Nachbarschaft, in der sie gezeigt wird: Picasso, der Virtuose der Form, Chagall, der Grenzgänger zwischen dem heimatlichen Russland und der Wahlheimat Frankreich, und Joan Miró, der Schöpfer einer ganz eigenständigen Bildsprache poetischer Zeichen.

Für das Südsauerlandmuseum passt die Ausstellung gut ins Konzept. Denn das Museum legt Wert auf ein vielseitiges Angebot, das breiten Bevölkerungsschichten eine kulturelle Teilhabe ermöglicht. Das Museum ist für die Menschen da, so sehen es die Stadtverwaltung und die Museumsleitung. Und denen möchte man dort etwas bieten. Nach den barocken Stichen von Paul Rubens in der laufenden Saison gibt die kommende Ausstellung mit ihren Druckgrafiken Einblick in das künstlerische Geschehen in der klassischen Moderne. Die klangvollen Namen Picasso, Chagall und Miró dürften dabei ein großes Publikum aus dem Kreis Olpe und der weiteren Umgebung anziehen.

Gezeigt werden 35 Lithografien und Farbholzschnitte des Künstlertrios. Ab dem 19. November wird die Ausstellung zu den regulären Öffnungszeiten für das Publikum zugänglich sein. Durch Gruppenführungen, spezielle Familienführungen und andere Events wird das Museumsteam auch diese Ausstellung erlebbar und erfahrbar machen.

Ermöglicht wurde die Ausstellung durch eine Kooperation der Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem mit dem Museum „Pablo Picasso“ in Münster und dem Sparkassenverband Westfalen-Lippe (SVWL). Die Sparkasse übernimmt als Hauptsponsor einen Großteil der Kosten. Die Organisation der Ausstellung läuft auf der Arbeitsebene zwischen den Museen in Münster und Attendorn.

Gestiftet durch die westfälisch-lippischen Sparkassen, die ehemalige West LB, die Westfälischen Provinzial sowie das Sammlerehepaar Huizinga hat sich das Kunstmuseum Anerkennung über die Grenzen Deutschlands hinaus verschafft. Seinen künstlerischen Bestand schöpft es aus 800 Picasso-Lithographien des Kunstsammlers Gert Huizinga aus Lengerich. Mittlerweile versammeln sich aber auch die größten und teuersten Namen der klassischen Moderne Frankreichs im Museum: Braque, Chagall und Matisse.

Autor:

Redaktion Olpe aus Stadt Olpe

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