Präses entzündete Licht am Wichernkranz

Präses Annette Kurschus ließ es sich nehmen, selbst die erste Kerze am „Riesen-Wichern-Adventskranz“ vor der Attendorner Erlöserkirche zu entzünden. Foto: privat
  • Präses Annette Kurschus ließ es sich nehmen, selbst die erste Kerze am „Riesen-Wichern-Adventskranz“ vor der Attendorner Erlöserkirche zu entzünden. Foto: privat
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sz Attendorn. Anlässlich des 180. „Geburtstages“ des Wichernkranzes ließ es sich die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Dr. Annette Kurschus, nicht nehmen, am Sonntag in Attendorn die Festpredigt zu halten und anschließend die erste Kerze am Kranz zum Leuchten zu bringen.

Sie wies in ihrer Festpredigt darauf hin, dass jeder, und fühle er oder sie sich auch „als nur ein kleines Licht“, nach Jesu Aussage „Licht der Welt“ sei. Ausdrücklich dankte sie der Attendorner Gemeinde dafür, dass sie seit der landeskirchlichen Kampagne „Lasst uns nicht hängen“ 2008 auf die Armut von Kindern aufmerksam mache. Gäste aus Öffentlichkeit und Ökumene beteiligen sich mit Liedern, Gebeten, Geschichten und Gedanken zum Advent an den abendlichen Kerzenandachten montags bis freitags ab 18 Uhr, um am großen „Hoffnungsträger“ besinnlich mit Klein und Groß zu feiern, ohne dabei die prekäre Situation vieler Kinder zu vergessen.

Am heutigen Freitag kommt termingerecht der „Nikolaus“ (Peter „Pittjes“ Höffer) zum Wichernkranz. Am Montag, 9. Dezember, wird Ada Brand vom Kindergottesdienst-Mitarbeiterkreis die Geschichte erzählen. Am Dienstag, 10. Dezember, hält Michael Schebitz, Vizepräsident des Lions Clubs Attendorn, die Kerzenandacht. Am Mittwoch, 11. Dezember, werden Marike Stadermann und Juliane Beckmann die Besucher mit adventlichen Duetten erfreuen. Am Donnerstag, 12. Dezember, lädt Anja Goebel vom Ökumenischen Arbeitskreis (Seelsorgerliche Begleitung im „focus“-Wohnhaus) die Andacht, und am Freitag, 13. Dezember, lädt Diakoniepfarrer Dr. Christof Grote zur Geschichte ein.

Der Begründer der Evangelischen Diakonie, Johann Hinrich Wichern, „erfand“ 1839 den Adventskranz für die Straßenkinder des beginnenden Industriezeitalters, um ihnen damit die Zeit bis Weihnachten zu verkürzen. Jeden Tag im Advent wurde an dem Kranz im Hamburger „Rauhen Haus“ eine Kerze entzündet.

Auch der von den Karnevals-Wagenbauern gebaute Riesenkranz im Sauerland lädt dazu ein, in die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen zu investieren. Spenden und Erlöse der Aktion unterstützen bedürftige Kinder und Familien vor Ort und ermöglichen unter anderem die nächste Gutscheinaktion für kostenlose Schul- und Lernmittel („Diakoniemittel Kinderarmut“). So wurden zu Schulbeginn 149 Kinder mit Gutscheinen für Schulmaterial im Wert von insgesamt 4320 Euro unterstützt.

Autor:

Redaktion Olpe aus Stadt Olpe

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