Schöne Dörfer und ihre Gestalter

Landrat ehrte Sieger des Kreiswettbewerbs »Unser Dorf soll schöner werden«

mik Helden. Alle klagen überall: Die Menschen denken nur noch an sich selbst: mein Haus, mein Auto, meine Vorfahrt. Nach mir die Sintflut, und wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Egoismus in den Zeiten der Ich-AGs.

Und dann gibt es da noch die Einwohner der 123 Dörfer, die dieses Jahr im Kreis Olpe am Wettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden – unser Dorf hat Zukunft« teilgenommen haben. 123 Dörfer, 123 Wir-AGs. Denn in Schliprüthen, Griesemert oder Marmecke haben alle angepackt. Gemeinsam pflanzten die Bewohner Blumen, weißten Kapellen oder verlegten Bruchsteine.

Am Donnerstagabend vergoldete Landrat Frank Beckehoff die Spitze des Eisberges. Beckehoff hatte zur Siegerehrung des Kreiswettbewerbes in die Heldener Schützenhalle eingeladen. Und so feierten am Donnerstag Hunderte in der Halle des Siegers. Denn Helden hat in der GruppeI (ab 501 Einwohner) den ersten Platz belegt. Dafür beklatschten sich die Dorfverschönerer am Donnerstagabend selbst. Und Landrat Beckehoff überreichte Ortsvorsteher Josef Duwe einen Scheck über 1000e und eine Urkunde. Elben und Kirchveischede folgten Helden auf den Plätzen in der GruppeI. In der GruppeII (bis 500 Einwohner) siegte Sporke/Hespecke vor Rehringhausen und Dumicke. Alle sechs Dörfer nehmen am Landeswettbewerb teil. Der findet vor den Sommerferien 2003 statt.

Aber nicht nur die Sieger standen in der Heldener Schützenhalle am Donnerstag im Mittelpunkt. Frank Beckehoff: »Ich habe hohen Respekt vor den Dorfgemeinschaften, die jedes Jahr teilnehmen und sich nicht qualifizieren.« Seit Jahren sei der Wettbewerb beliebt. Für den Landrat steht fest: »Es gibt wieder mehr Menschen, die ein Interesse an liebens- und lebenswerten Dörfern haben.« Beckehoffs Fazit angesichts des Teilnehmerrekordes in diesem Jahr: »Es lohnt sich, sich für die Heimat einzusetzen.« Dafür gab es Applaus von denen, die gemeint waren.

Auch Attendorns Bürgermeister, Alfons Stumpf, war begeistert: »Die Dörfer geben dem Kreis Olpe das Aussehen.« Stolz könnten die Bürgerinnen und Bürger im Kreis auf ihre schöne Heimat sein. Denn: »Wir leben dort, wo andere gerne ihren Urlaub verbringen«, so Stumpf.

Sonderpreise gab es am Abend für besondere Leistungen in den Dörfern. So erhielt Römershagen 300e, weil die Einwohner in Eigenleistung die Schützenhalle erweitert haben. 200e gab es für Griesemert. Dort haben die Bewohner eine Wasserpumpenstelle mit Ruhebänken neu gestaltet. Beispielhafte Arbeit leisten die Vereine in Ottfingen. Dafür gab es vom Landrat einen Scheck über 200e. Und weil die Einwohner von Dahl und Friedrichsthal Neubürger gekonnt in die Dorfgemeinschaft aufnehmen, erhielten auch sie 200e.

Für den entsprechenden Rahmen des Festabends sorgten der Männergesangverein »Cäcilia« Helden sowie der Musikverein und der Tambourcorps Helden. Die Männer vom viermaligen Meisterchor MGV »Cäcilia« und Chordirektor Hubertus Schönauer überzeugten mit modernen Versionen bekannter Lieder. Und der Musikverein Helden zeigte ein Herz für die Jugend und präsentierte ein Potpourri aus bekannten Liedern von Eric Clapton.

Neben Liedvorträgen und Siegerehrungen hieß es am Donnerstagabend auch Abschiednehmen: Frank Beckehoff ehrte Heinz-Egon Bergander aus Olpe, den langjährigen Leiter der Bewertungskommission.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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