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Frühere Altstadt der Hansestadt als Bronze-Modell
„Zum Sehen, Fühlen und Begreifen“

Christian Springob (M.), Präsident des Lions-Clubs Hansestadt Attendorn, und Attendorns stellv. Bürgermeister Horst Peter Jagusch (l.) enthüllten am Samstag das Blinden-Stadtmodells.
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  • Christian Springob (M.), Präsident des Lions-Clubs Hansestadt Attendorn, und Attendorns stellv. Bürgermeister Horst Peter Jagusch (l.) enthüllten am Samstag das Blinden-Stadtmodells.
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mari Attendorn. In einem feierlichen Rahmen übergab am Samstag der Präsident des Lions-Clubs Hansestadt Attendorn, Christian Springob, das vom Club gesponserte Blinden-Stadtmodell an die Stadt Attendorn, vertreten durch den stellv. Bürgermeister Horst Peter Jagusch. Das nach einer Vorlage von 1810 geschaffene Bronze-Modell ermöglicht es Sehenden und Blinden gleichermaßen, mehr über die Stadtgeschichte und Anordnung der Häuser, Gassen und Plätze zu erfahren.

Eigentlich steht das vom Künstler Felix Brörken aus Welver geschaffene Blinden-Stadtmodell schon seit dem 6. November vergangenen am zentralen Platz an der Kölner Straße 15 in Nähe des Rathauses. Doch wegen Corona war bei der Installation keine offizielle Feier möglich.

mari Attendorn. In einem feierlichen Rahmen übergab am Samstag der Präsident des Lions-Clubs Hansestadt Attendorn, Christian Springob, das vom Club gesponserte Blinden-Stadtmodell an die Stadt Attendorn, vertreten durch den stellv. Bürgermeister Horst Peter Jagusch. Das nach einer Vorlage von 1810 geschaffene Bronze-Modell ermöglicht es Sehenden und Blinden gleichermaßen, mehr über die Stadtgeschichte und Anordnung der Häuser, Gassen und Plätze zu erfahren.

Eigentlich steht das vom Künstler Felix Brörken aus Welver geschaffene Blinden-Stadtmodell schon seit dem 6. November vergangenen am zentralen Platz an der Kölner Straße 15 in Nähe des Rathauses. Doch wegen Corona war bei der Installation keine offizielle Feier möglich. „In der Zwischenzeit haben schon Tausende Menschen die Altstadt von Attendorn von früher bestaunt und ertastet“, sagte der Präsident den zahlreichen Gästen, darunter Landrat Theo Melcher und Vertreter des Blinden- und Sehbehindertenvereins Kreis Olpe.

Lions-Club zeigt Verbundenheit zur Stadt

Die Vision zum Projekt „Attendorn zum Sehen, Fühlen und Begreifen“ hatte Wolfgang Raring, Mitglied des Attendorner Lionsclubs, bereits im Jahr 2013. Als Projektkoordinator zeichnete er auch für die Umsetzung verantwortlich. Er erinnerte an den Appell von Helen Keller beim Lions Club International Convention in Ohio aus dem Jahr 1925. Die blinde Aktivistin forderte damals: „Werden Sie zu Rittern der Blinden im Kreuzzug gegen die Dunkelheit.“ Für die Lions Clubs sei die globale Initiative zur Bekämpfung vermeidbarer Blindheit unter dem Leitmotto „SightFirst“ = „Augenlicht zuerst“ eine weltweite Langzeit-Activity.“

Das vom Förderverein gesponserte Projekt Anklang sei hervorragend in den Stadtentwicklungsprozess eingebunden worden, meinte Raring. Mit dem Geschenk zeige der Lions-Club seine Verbundenheit zur Hansestadt und freue sich, deren Geschichte über das Modell aus Bronze im Maßstab 1:450 der breiten Öffentlichkeit begreifbar zu machen. Alle Bezeichnungen seien in Normal- und Blindenschrift aufgeführt. „Erstmals können Sehbehinderte den Sauerländer Dom, Bürgerhäuser, Straßen und Plätze ertasten und buchstäblich begreifen und erfassen“, betonte Raring.

"Eine Attraktion, die die Stadt bereichert"

Die Form des von Steinmetz Joachim Esslinger gefertigten Sockels aus Rüthener Grünsandstein ermögliche auch Rollstuhlfahrern unmittelbare Nähe zum Modell. Raring sprach allen, die an der Realisierung des Projekts beteiligt waren, Dank aus. Sein Dank galt weiter dem Blechbläserensemble Ingo Samp und Andreas Regeling, die der Übergabe mit klassischen Werken einen würdigen Rahmen verliehen. Superintendent Dr. Christof Grote und Father Sebastian Springob I.V. Die erteilten dem Blinden-Stadtmodell den Segen Gottes verbunden mit dem Wunsch, dass der Standort ein Ort der Begegnung, Orientierung und Gemeinschaft wird. Den Dank von Rat und Verwaltung der Stadt Attendorn überbrachte namens des erkrankten Bürgermeisters Christian Pospischil sein Stellvertreter Horst Peter Jagusch. „Das Geschenk ist nicht nur wertvoll aufgrund seines Preises von mehr als 30 000 Euro, es ist auch eine Attraktion, die die Stadt bereichert und trägt zur gelebten Integration bei.“

Christian Springob (M.), Präsident des Lions-Clubs Hansestadt Attendorn, und Attendorns stellv. Bürgermeister Horst Peter Jagusch (l.) enthüllten am Samstag das Blinden-Stadtmodells.
Superintendent Dr. Christof Grote (r.)und Father Sebastian Springob segneten das Blinden-Stadtmodell.
Autor:

Marianne Möller

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