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Toller Auftakt zur Schulkonzert-Tournee der Philharmonie Südwestfalen in Bad Berleburg
„Herr Beethoven wird gefeiert!“

Ganz aufmerksam und interessiert verfolgten die Dritt- und Viertklässler am Freitagvormittag die Schulkonzerte der Philharmonie Südwestfalen zum musikalischen Thema des Jahres: Beethoven! Dabei durften sie auch selbst kräftig mitmachen.
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  • Ganz aufmerksam und interessiert verfolgten die Dritt- und Viertklässler am Freitagvormittag die Schulkonzerte der Philharmonie Südwestfalen zum musikalischen Thema des Jahres: Beethoven! Dabei durften sie auch selbst kräftig mitmachen.
  • Foto: Alexander W. Weiß
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

aww Bad Berleburg/Siegen. „Wer ist denn das?“, fragt Claudia Runde die vielköpfige Schülerschar. Na, dass der Mann auf dem Gemälde kaum der Friseur sein wird, bei dem Strubbelkopf, das vermutet sie selbst. Doch die Frage, wer wohl dieser grimmig dreinschauende Herr mit Papier und Schreibgerät in der Hand sein könnte, ist schnell geklärt: Klar, das ist der berühmte Komponist, um den sich in diesem Jahr die ganze Musikwelt dreht. Und dann singen die Dritt- und Viertklässler im Bad Berleburger Bürgerhaus am Markt kräftig und mit sicherer Intonation mit: „Herr Beethoven wird dieses Jahr gefeiert an vielen Orten“ und „vor 250 Jahren wurde Ludwig in Bonn geboren, doch später lebte er in Wien, zum Schluss mit tauben Ohren“.

aww Bad Berleburg/Siegen. „Wer ist denn das?“, fragt Claudia Runde die vielköpfige Schülerschar. Na, dass der Mann auf dem Gemälde kaum der Friseur sein wird, bei dem Strubbelkopf, das vermutet sie selbst. Doch die Frage, wer wohl dieser grimmig dreinschauende Herr mit Papier und Schreibgerät in der Hand sein könnte, ist schnell geklärt: Klar, das ist der berühmte Komponist, um den sich in diesem Jahr die ganze Musikwelt dreht. Und dann singen die Dritt- und Viertklässler im Bad Berleburger Bürgerhaus am Markt kräftig und mit sicherer Intonation mit: „Herr Beethoven wird dieses Jahr gefeiert an vielen Orten“ und „vor 250 Jahren wurde Ludwig in Bonn geboren, doch später lebte er in Wien, zum Schluss mit tauben Ohren“.

„Tournee der Schulkonzerte“ mit 23 Terminen

Gleich zwei Auftritte vor einigen Hundert Schülerinnen und Schülern absolvierte die Philharmonie Südwestfalen am Freitagvormittag an der Odeborn: Auftakt zur diesjährigen „Tournee der Schulkonzerte“, wie Intendant Michael Nassauer den Reigen von 23 Veranstaltungen hernach im Pressegespräch nannte. Ein „Spitzenwert“, so Nassauer, mit bis zu 12 000 zu erwartenden Schülerinnen und Schülern in dieser Schulkonzerte-Saison. Der Wirkungskreis des NRW-Landesorchesters hat sich dabei noch einmal vergrößert. Neben den Kreisen Siegen-Wittgenstein (Konzerte in Siegen, Hilchenbach und Bad Berleburg), Olpe (in der Kreisstadt und in Lennestadt), Altenkirchen (Betzdorf) und Lahn-Dill-Kreis (Haiger) ist diesmal und zum ersten Mal mit Hamm in Westfalen noch eine weitere Spielstätte dabei.

„Das Gesamtkonzept ist sehr schlüssig“

57 Schulen im Kreis Siegen-Wittgenstein würden durch die Konzerte versorgt, darunter sämtliche Grundschulen sowie eine Hauptschule und drei Förderschulen, erklärte Michael Utsch vom Kreis-Schulamt. Das Gesamtkonzept sei „sehr schlüssig“, die Konzerte seien ein Erfolgsmodell, was auch die Beteiligung der anderen Landkreise zeige, und nachhaltig dank der Vor- und Nachbereitung im Unterricht. Der Schulrat lobte die „Verzahnung“ von Musikunterricht und Konzert. „Wir erhoffen uns davon eine Qualitätssteigerung und Impulse für den täglichen Unterricht.“ Den „Zauber“ des Projekts macht für Utsch die Verbindung von Musikmachen und Musikhören aus. Und: „Das Erlebnis Konzert“ sei neu für viele Kinder im Kreis, von denen heutzutage keines mehr die Grundschule verlasse, ohne ein-, zweimal im Schulkonzert gewesen zu sein.

Moderatorin Claudia Runde seit elf Jahren dabei

Die Münsteraner Konzertpädagogin und Moderatorin Claudia Runde, inzwischen seit elf Jahren dabei, zeichnet für das Konzept unter dem Motto „Freude, schöner Götterfunken. Ludwig wird 250!“ verantwortlich. Erneut gab es im Vorfeld Fortbildungen für die Grundschullehrkräfte und Arbeitsmaterial, mittels dessen die Schüler im Unterricht auf die Konzerte vorbereitet werden konnten. Entsprechend sicher sangen sie am Freitag gemeinsam mit Claudia Runde und zur Begleitung der Philharmonie auch den Metronom-Kanon „An Mälzel“ oder die „Ode an die Freude“.

Bruno Merse: „hochqualitatives Orchester“

„Die waren super vorbereitet und haben irre toll mitgesungen“, begeisterte sich Claudia Runde nach den Konzerten, in denen sie übrigens als Postbotin auftrat. Ihre Idee: Sie nutzt „eine ganz kleine Szene drumherum, um einen Rahmen zu bilden“, innerhalb dessen sie dann ihre Inhalte transportieren kann. Dazu gehört freilich, dass die Kinder die Musik kennenlernen (u. a. wurde einiges anhand eines „Eroica“-Ausschnitts erklärt); wichtig ist es der Moderatorin mit der schönen (Sing-)Stimme aber auch, etwas von der Taubheit des gealterten Ludwig van Beethoven (1170–1827), die wie das Schicksal an seine Tür klopfte (5. Sinfonie), zu vermitteln – was bei einem Klang-Experiment der Philharmoniker vom Weglassen einzelner Teile der Musik bis hin zur völlig tonlosen Orchester-Pantomime wunderbar gelang. Was selbstverständlich zu einem Schulkonzert dazugehört wie die wirren Haare zu Beethoven: dass das Publikum mitmacht. Hier lernte es nicht nur, die Stimmbänder in Schwung zu bringen, sondern auch, dass man sich zu klassischer Musik prima bewegen kann.
Geleitet wurde die Philharmonie Südwestfalen diesmal – und erstmals – vom Hamburger Bruno Merse, der vom „hochqualitativen Orchester“ komplett angetan war – wie auch von der professionellen Organisation des Projekts: „Das braucht sich nicht vor Hamburg und vor keiner anderen großen Stadt zu verstecken.“

Autor:

Alexander W. Weiß (Redakteur) aus Siegen

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