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Erstes Sommerkonzert im Bürgerhaus Bad Berleburg mit der Philharmonie Südwestfalen
Rundum gelungener Auftakt

Dirigent Johannes Klumpp führte kenntnisreich und kurzweilig durch das Sommerkonzert der Philharmonie Südwestfalen im Bürgerhaus.
  • Dirigent Johannes Klumpp führte kenntnisreich und kurzweilig durch das Sommerkonzert der Philharmonie Südwestfalen im Bürgerhaus.
  • Foto: Guido Schneider
  • hochgeladen von Redaktion Kultur

schn Bad Berleburg. Die Erleichterung war allen Beteiligten in Bad Berleburg anzumerken: endlich wieder Kultur, in echt und vor Ort. Für die Kulturgemeinde der Odebornstadt war es die erste Veranstaltung in Präsenz seit dem vergangenen Oktober. Eigentlich ist man in Bad Berleburg stolz auf das Kulturprogramm, das übers ganze Jahr verteilt ist. Aber in der Corona-Zeit ist eben alles anders.
Am Sonntag ging es mit einem Konzert im Bürgerhaus am Markt los, und gleich mit der Philharmonie Südwestfalen. Auch das Orchester ist noch nicht wieder in der vollen Besetzung unterwegs, auch wenn schon einige Konzerte gespielt wurden. Unter der Leitung von Johannes Klumpp spielten die Musiker ein Programm voller sommerlicher Leichtigkeit. Im Angebot waren Werke von Haydn, Mozart und Grieg.

schn Bad Berleburg. Die Erleichterung war allen Beteiligten in Bad Berleburg anzumerken: endlich wieder Kultur, in echt und vor Ort. Für die Kulturgemeinde der Odebornstadt war es die erste Veranstaltung in Präsenz seit dem vergangenen Oktober. Eigentlich ist man in Bad Berleburg stolz auf das Kulturprogramm, das übers ganze Jahr verteilt ist. Aber in der Corona-Zeit ist eben alles anders.
Am Sonntag ging es mit einem Konzert im Bürgerhaus am Markt los, und gleich mit der Philharmonie Südwestfalen. Auch das Orchester ist noch nicht wieder in der vollen Besetzung unterwegs, auch wenn schon einige Konzerte gespielt wurden. Unter der Leitung von Johannes Klumpp spielten die Musiker ein Programm voller sommerlicher Leichtigkeit. Im Angebot waren Werke von Haydn, Mozart und Grieg. Während die ersten beiden Kinder des 18. Jahrhunderts waren, sich gut kannten und gegenseitig zu Höchstleistungen anstachelten, versuchte der Norweger Grieg seinen Vorgängern nachzueifern und schuf dabei besondere Werke der Romantik.

Ein früher Haydn

Die Sinfonie Nr. 3 in G-Dur aus der Feder von Joseph Haydn gehört noch nicht zur bekannten Wiener Klassik. Das Werk ist eher dem Sturm und Drang seines Schöpfers zuzurechnen. Johannes Klumpp wies in seiner informativen und gut gelaunten Moderation auf einige Besonderheiten der dargebotenen Musikstücke hin. So schrieb Haydn das Menuett in der Form eines Kanons. Der Komponist habe versucht, in diesem höfischen Tanz etwas besonderes zu finden, etwas Überraschendes. Auch das anschließende Allegro zeigte sich als nicht eben gewöhnlich und kam in der Form einer Fuge daher.

Ein reifer Mozart

Wolfgang Amadeus Mozart war von Haydn beeinflusst, und Haydn selbst sagte über Mozart, dieser habe die größte Kompositionsmeisterschaft erreicht: ein großes Lob für einen jungen Musiker! Die Sinfonie Nr. 29 in A-Dur schrieb Mozart im Alter von 18 Jahren. Das war, wie wir heute wissen, schon eher ein „später Mozart“. Das Genie hatte schon mit acht Jahren begonnen zu komponieren und die damalige Musik revolutioniert.
Klump führte auch durch die kurze Pause, in der das Bürgerhaus am Markt durchgelüftet wurde, und berichtete von den beiden ersten Komponisten und ihrem Schaffen. Gerade Mozart hat bei jedem Aufenthalt im Ausland neue Inspirationen mitgenommen und verarbeitet. Immer wieder veränderte sich seine Musik, er hob sie auf eine neue Ebene. Dazu gehörte auch die Bekanntschaft mit Johann Christian Bach, damals dem berühmtesten der Bach-Söhne. Mozart kopierte seinen Stil und entwickelte sich so weiter.

Ein romantischer Grieg

Dem wollte auch Edvard Grieg nacheifern, oder besser gesagt, sich auf eine Zeit vor Haydn zurückbesinnen. So sind seine Kompositionen an die große italienische Musik angelehnt. Eine Air, eine Arie gehört da genauso dazu wie ein Rigaudon im Stile des concerto grosso. Das gehört in der Suite im alten Stil „Aus Holbergs Zeit“ dazu. Auch wenn Grieg eine Hommage an die barocke Musik schaffen wollte, so schuf er doch „ein Stück herrliche Romantik, wie es Johannes Klumpp ausdrückte.
Der Dirigent zeigte eindrucksvoll seine gute Laune, ausgelöst durch diese Musik, und seine Leidenschaft für diese Musik. Das riss auch die Philharmonie mit: Die Musiker zeigten eine rundum gelungene Vorstellung.

Autor:

Guido Schneider aus Siegen

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