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Duo Maingold mit Saxofon und Harfe in Bad Berleburg
Schön weich und leicht

Christina Bernand (Saxofon) und Lea Maria Löffler (Harfe) arrangieren viele Werke für das Duo Maingold selbst. Wie gut die ungewöhnliche Kombination der Instrumente klingt, davon konnten sich am Dienstagabend die Besucher des Schlosskonzerts in Bad Berleburg überzeugen.
  • Christina Bernand (Saxofon) und Lea Maria Löffler (Harfe) arrangieren viele Werke für das Duo Maingold selbst. Wie gut die ungewöhnliche Kombination der Instrumente klingt, davon konnten sich am Dienstagabend die Besucher des Schlosskonzerts in Bad Berleburg überzeugen.
  • Foto: Guido Schneider
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

schn Bad Berleburg. Christina Bernand und Lea Maria Löffler sind zwei schon in jungen Jahren preisgekrönte Musikerinnen, die sich der Harfe und dem Saxofon verschrieben haben. Als Duo ist die Kombination nicht häufig, und auch die Auswahl an Musikstücken ist nicht eben reichlich. Die beiden jungen Musikerinnen bearbeiten also viele Werke selbst.
Am vergangenen Dienstag gab sich das Duo Maingold die Ehre auf Schloss Berleburg. Das Programm spannte den Bogen vom Barock bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts, durchaus mit gewollten Brüchen zwischen die Musikstilen. Was die beiden sympathischen Musikerinnen, Lea Maria Löffler an der Harfe und Christina Bernand am Saxofon, dem begeisterten Publikum boten, war kurz gesagt ganz exquisit.

schn Bad Berleburg. Christina Bernand und Lea Maria Löffler sind zwei schon in jungen Jahren preisgekrönte Musikerinnen, die sich der Harfe und dem Saxofon verschrieben haben. Als Duo ist die Kombination nicht häufig, und auch die Auswahl an Musikstücken ist nicht eben reichlich. Die beiden jungen Musikerinnen bearbeiten also viele Werke selbst.
Am vergangenen Dienstag gab sich das Duo Maingold die Ehre auf Schloss Berleburg. Das Programm spannte den Bogen vom Barock bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts, durchaus mit gewollten Brüchen zwischen die Musikstilen. Was die beiden sympathischen Musikerinnen, Lea Maria Löffler an der Harfe und Christina Bernand am Saxofon, dem begeisterten Publikum boten, war kurz gesagt ganz exquisit.
Vor allem die barocke Musik eines Carl Philipp Emanuel Bach und seines Vaters Johann Sebastian Bach schienen wie geschaffen für Harfe und Saxofon. Weich und mit großer Leichtigkeit trugen die beiden Musikerinnen die Sonate für Violine und Klavier in g-Moll im ersten Teil des Abends vor. Das Präludium und die Fuge in c-Moll aus dem „Wohltemperierten Klavier“ gehörten ganz allein Lea Marie Löffler, die für ein paar Minuten ihr Publikum ins frühe 18. Jahrhundert entführte. Den Auftakt des Programms machten die drei Romanzen für Oboe und Klavier von Robert Schumann.

Musizieren mit spürbar großer Leidenschaft

Gleich von Beginn an spürte man die große Leidenschaft, die beide in ihre Musik legen. „Wenn er das Saxofon schon gekannt hätte, hätte er es sich sicher noch einmal überlegt“, kommentierte Christina Bernard Schumanns Stücke und die Komposition für Oboe. Nicht ohne Grund, das Instrument wurde vom Belgier Adolphe Sax im Jahr 1840 erfunden, um in der Militärmusik die empfindlichen Holzbläser zu ergänzen.
Nach der imposanten und virtuosen Musik eines Carl Philipp Emanuel Bach dann der klare Bruch im Programm. Die „Caprice en forme de valse“ für Saxofon des erst 1995 verstorbenen Paul Bonneau war ein großer Sprung mitten hinein ins 20. Jahrhundert. Technisch auf den Punkt gespielt, leidenschaftlich vorgetragen und interpretiert, wollte das Werk des Filmkomponisten dennoch nicht so recht zum Rest des Konzerts passen, das von Leichtigkeit und weichen Klängen dominiert war. Der letzte Punkt vor der Pause war Claude Debussys „Reverie und Deuxieme arabesque“ für Klavier.

Überaus kultivierte Spielweise

Nach der Pause setzten die beiden jungen Musikerinnen ihren Weg durch das 20. Jahrhundert fort, mit dem „Notturno“ von Gustav Bumcke. Das fünfteilige „Eolienne“ für Altsaxofon und Harfe von Ida Gotkovsky schlug den Bogen zur modernen, avantgardistischen Musik. Das Thema Wind war deutlich zu spüren. Nach dem Harfensolo beendeten Christina Bernard und Lea Maria Löffler den zweiten Konzertteil mit einer ebenso exquisiten Interpretation der „Entr’acte“ für Flöte und Klavier von Jacques Ibert. Raffinesse und Eleganz durchzogen dieses ansprechende Werk, das spanisches Kolorit mit impressionistischer Klangmalerei verband. Mit überaus kultivierter Spielweise wusste das Duo Maingold dieses Werk zu spielen, das ein würdiger Abschluss eines inspirierenden Schlosskonzertes war.

Autor:

Guido Schneider aus Siegen

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