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Improvisationstheater Springmaus zeigte sich „Total kollegial“ in Bad Berleburg
Späße, Zoten, Running Gags

Norbert Frieling und Beka Bediana staunten nicht schlecht, als Gilly Alfeo und Sandra Sprünken zu Wisenten mutierten (v. l.).
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  • Norbert Frieling und Beka Bediana staunten nicht schlecht, als Gilly Alfeo und Sandra Sprünken zu Wisenten mutierten (v. l.).
  • Foto: Guido Schneider
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

schn Bad Berleburg. „Die Springmaus“ strapazierte die Lachmuskeln ihres Bad Berleburger Publikums zum Weltfrauentag mächtig. Mit ihren Improvisationen sorgten die vier Schauspieler des Bonner Ensembles für einen heiteren und herrlich sinnbefreiten Abend.
Improvisationstheater lebt von der Spontaneität der Beteiligten. Auf Zuruf müssen Sketche entstehen und die Pointen sitzen. Das führt zu allerlei absurden Situationen. Dabei ist es eigentlich egal, wie das Programm gerade heißt, in Berleburg standen Gilly Alfeo, Norbert Frieling, Sandra Sprünken und Beka Bediana unter der Überschrift „Total kollegial“ auf der Bühne. Man begrüßte sich zur großen Betriebsversammlung, und schon waren Publikum und Schauspieler mittendrin im Feuerwerk aus Späßen, Zoten und Running Gags.

schn Bad Berleburg. „Die Springmaus“ strapazierte die Lachmuskeln ihres Bad Berleburger Publikums zum Weltfrauentag mächtig. Mit ihren Improvisationen sorgten die vier Schauspieler des Bonner Ensembles für einen heiteren und herrlich sinnbefreiten Abend.
Improvisationstheater lebt von der Spontaneität der Beteiligten. Auf Zuruf müssen Sketche entstehen und die Pointen sitzen. Das führt zu allerlei absurden Situationen. Dabei ist es eigentlich egal, wie das Programm gerade heißt, in Berleburg standen Gilly Alfeo, Norbert Frieling, Sandra Sprünken und Beka Bediana unter der Überschrift „Total kollegial“ auf der Bühne. Man begrüßte sich zur großen Betriebsversammlung, und schon waren Publikum und Schauspieler mittendrin im Feuerwerk aus Späßen, Zoten und Running Gags.

Gut auf den Spielort vorbereitet

Für die sorgte das Publikum dann auch gleich selbst, wenn auch unfreiwillig. Da sich Kollegen der Stadtverwaltung aus Bad Laasphe und der Vamed-Kliniken im Bad Berleburger Bürgerhaus eingefunden hatten, tauchten Anspielungen auf die Arbeitgeber und das Arbeitsumfeld den ganzen Abend über immer wieder auf. Und es zeigte sich, die vier auf der Bühne hatten sich auf ihren Spielort vorbereitet. Man kannte die Unterschiede zwischen Sieger-, Sauer- und Wittgensteiner Land und wusste von den Wisenten. Die kamen, ganz logisch, an diesem Abend auch vor. Die Möglichkeiten, damit einen Lacher zu landen, waren einfach zu vielfältig.

Aus Begriffen werden Stücke

Das Publikum durfte den ganzen Abend über immer wieder Begriffe einwerfen, aus denen dann kleine Stücke entstanden. Da kann man erleben, wie sich aus einer Dosensuppe, die der Mann kocht, ein herrliches Zwiegespräch entwickelt. Natürlich reden beide aneinander vorbei. „Ich habe mir gedacht, verändere nichts, außer durch Erhitzen“, sagt der Mann über seine „geniale“ Intention beim Kochen. Die Frau stellt sich nur eben keine Dosensuppe vor, sondern einen Warenkorb edler Zutaten.
Oder wie wäre es mit einem Personalgespräch, gewürzt mit Einwürfen aus dem Publikum? Das hatte in der Pause zuvor Zettel mit markigen Sprüchen aus dem Berufsalltag ausfüllen dürfen. Die Schauspieler griffen mitten in der Handlung zu den Zetteln und lasen dann den fälligen Satz vor. Um dann die Handlung noch zu retten, wurde es immer absurder und saukomisch. Mehr als einmal konnten die Schauspieler selbst nicht mehr an sich halten. Da kam dann mitten in dem „ernsthaften“ Personalgespräch der Satz „am besten ist, man macht es selber“ von Norbert Frieling, der dann erst so richtig schlüpfrig wurde, als Sandra Sprünken den Zettel mit „Ich hatte Sex mit dem Chef“ erwischte.

Unbändiger Spaß am Spiel

Ihre ganze Klasse zeigten die Springmäuse, als sie die Geschichte einer Liebe improvisierten. Viele Paare lernen sich im Arbeitsumfeld kennen. Zwei davon, im Berleburger Fall waren das Gautam und Christiane, durften aus dem Publikum auf die Bühne. Als wäre es abgesprochen gewesen, hatte Gilly Alfeo genau die zwei Besucher ausgesucht, die im Scheinwerferlicht keinerlei Hemmungen kennen. So erzählten die zwei frei von der Leber weg und sorgten für Lacher. Wie kommt man zum Namen Gautam, und warum lädt ein Kunstlehrer die Mutter eines Schülers ein, die Süßigkeiten in die Klasse bringt? Alles spannende Fragen, die später noch eine Rolle spielten. Danach durften wieder die Profis ran und stellten eine herrlich absurde und gleichzeitig liebevolle Geschichte auf die Beine. Pointiert, karikierend, überzeichnend, aber nie verletzend. Unbändiger Spaß am eigenen Spiel, bei dem die Akteure auch ihr gesangliches Können unter Beweis stellten.

Norbert Frieling und Beka Bediana staunten nicht schlecht, als Gilly Alfeo und Sandra Sprünken zu Wisenten mutierten (v. l.).
Gilly Alfeo (M.) im Gespräch mit Gautam und Christiane aus dem Publikum.
Autor:

Guido Schneider aus Siegen

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