21-Jähriger warf Flasche Bier

Jungschützenfest endete mit erheblichen Verletzungen

howe Bad Berleburg. Wer den Gerstensaft nicht verträgt, der sollte ihn aus dem Leib lassen. Oder besser aus dem Kopf. Ein 21-Jähriger musste sich gestern vor dem Bad Berleburger Amtsgericht wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Der junge Mann soll im Mai dieses Jahres während eines Jungschützenfestes einem 38-jährigen Mann eine Flasche Bier ins Gesicht geworfen und ihn dabei erheblich verletzt haben.

Beschuldigtem droht Haft

Das Besondere an der Verhandlung: Für den 21-Jährigen läuft derzeit eine sechsmonatige Bewährungsstrafe. Sollte er tatsächlich wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt werden, »droht Ihnen Haft«, stellte Amtsgerichtsdirektor Hans-Jürgen Niediek unmissverständlich fest. Während der Angeklagte erklärte, er habe bei einem Handgemenge versehentlich eine Flasche getroffen, die ein anderer in der Hand gehalten haben soll, sah der Geschädigte die Dinge etwas anders. Der Beschuldigte habe die Flasche geworfen, allerdings bestimmt nicht bewusst zu ihm. Er habe etwas abseits des Streits gestanden und die Dinge beobachtet. Man habe sich gar nicht gekannt, darum sei es auch unwahrscheinlich, dass eine Absicht vorgelegen habe, so der Zeuge. Ein anderer Zeuge, ein 33-jähriger Mann, der die Auseinandersetzung unmittelbar verfolgt haben soll, schilderte ähnliches. Den Flaschenwurf selbst habe er nicht mitbekommen, und ob der Wurf ursprünglich ihm galt, wisse er auch nicht.

Fortsetzung folgt am 7. Februar

Die Folgen für den 38-Jährigen bezeichnete Hans-Jürgen Niediek als »erheblich«: Nasenbeinprellung, Schürfwunden, Hornhaut- und Netzhautanriss im Auge – wie der Geschädigte schilderte. Der hatte im Übrigen einen Anwalt eingeschaltet. Zurzeit arbeitet der Angeklagte rund 3900 e inklusive 2000 e Schmerzensgeld ab. Mit den Aussagen der anwesenden Zeugen kamen sowohl Amtsgerichtsdirektor Hans-Jürgen Niediek als auch Staatsanwalt Wolfgang Nau nicht weiter. Die Sache sei zu wichtig, als jetzt einen Schnellschuss loszulassen, hieß es. Es gehe immerhin darum, ob eine Freiheitsstrafe verhängt werde oder nicht. Geschädigter und Angeklagter benannten insgesamt sechs weitere Zeugen. Fortsetzung der Verhandlung: Freitag, 7. Februar.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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