Eifriges Treiben beim Baulager in Raumland
30 Mädchen und Jungen errichten Holzhütten

Im Rahmen der Bad Berleburger Ferienspiele haben 30 Kinder eine Woche lang Zeit, Holzhütten nach ihren eigenen Vorstellungen zu errichten. Diese beiden Gruppen präsentierten voller Stolz ihre Baufortschritte.
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  • Im Rahmen der Bad Berleburger Ferienspiele haben 30 Kinder eine Woche lang Zeit, Holzhütten nach ihren eigenen Vorstellungen zu errichten. Diese beiden Gruppen präsentierten voller Stolz ihre Baufortschritte.
  • Foto: Alexander Kollek
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

ako Raumland. Wenn gegenwärtig laute Geräusche vom Hämmern zu hören sind, dann kann das im Schieferdorf eigentlich nur eines bedeuten: Das Raumländer Baulager findet statt – und das trotz regnerischem Wetter. Bereits zum 16. Mal in Folge veranstaltet die Stadtjugendpflege Bad Berleburg in Kooperation mit dem Kirch- und Gemeindeförderverein Raumland die bei Kindern so beliebte Aktion. Im Rahmen der Ferienspiele wird auch in diesem Jahr an fünf Tagen auf der Wiese in der Nähe des Gemeindehauses gehämmert, gesägt und gebaut, was das Zeug hält. Denn die Jungs und Mädchen im Alter von acht bis 13 Jahren zimmern ihre eigenen Holzhütten, die sie anschließend auch noch selbst gestalten und dekorieren.

30 Kinder bauen Holzhütten

Während im vergangenen Jahr wegen Corona nur 25 Teilnehmer erlaubt waren, sind in dieser Woche 30 Nachwuchs-Architekten mit an Bord. Als das Baulager am Montag startete, wurden zuerst die Regeln erklärt und Gruppen eingeteilt. Seitdem sind fünf Teams damit beschäftigt, ihr eigenes kleines Bauwerk zu errichten. Die Redaktion der Siegener Zeitung machte sich am Mittwochmorgen ein Bild von den Baufortschritten – und es hat sich schon einiges getan auf der Wiese.
Alle fünf Gruppen haben die Grundgerüste – samt Fundament und Dachkonstruktion – ihrer Holzhütten bereits fertiggestellt. Viele waren nun damit beschäftigt, Fenster, Türen oder Dachluken einzubauen oder den Boden im Inneren zu verlegen. Was die Kreativität angeht, sind den Kindern keine Grenzen gesetzt: „Die Kinder bauen alles nach ihren eigenen Vorstellungen. Wir geben lediglich Hilfestellungen und schauen, dass die Hütten auch stabil stehen. Das läuft so auch alles ganz gut“, sagte Dirk Spornhauer, Pfarrer der Gemeinde und Vorsitzender des Fördervereins.

Förderverein und Sägewerk spenden

Das Material, das Fichtenholz, hat auch in diesem Jahr wieder der Förderverein und das Sägewerk in Rinthe zu Verfügung gestellt. Weil die Verantwortlichen bereits im Vorfeld mit dem regnerischen Wetter gerechnet hatten, gab es für jede der fünf Gruppen zusätzlich eine Gewebeplane. Diese wurde dann über die errichtete Hütte gespannt, sodass die jungen Bauarbeiter vor dem Niederschlag geschützt sind: „Obwohl es regnet, sind die Kinder total motiviert. Das finde ich klasse“, betonte Kerstin Irmischer von der Stadtjugendpflege, die für den Ablauf und die Organisation zuständig ist.
Die Jungen und Mädchen hatten trotz Regenwetter so viel Spaß, dass sie von ihrer Arbeit an den Hütten kaum loszureißen waren. Lediglich die tägliche Mittagspause im Gemeindehaus ließ die Baustelle kurzfristig ruhen.

Endlich wieder soziale Kontakte

Allerdings geht es beim Raumländer Baulager nicht nur um das Errichten von Holzhütten, sondern auch um viele erlebnispädagogische Elemente. Die Jungen und Mädchen lernen, dass sich mit Teamgeist und Zusammenarbeit jede noch so schwierige Aufgabe lösen lässt – einer alleine kann die Hütte eben nicht bauen. „Die Kinder finden sich und einigen sich. Für mich sind die Gruppenprozesse hierbei pädagogisch entscheidend“, erklärte Dirk Spornhauer. Er machte auch darauf aufmerksam, dass viele der anwesenden Kinder in Corona-Zeiten auf soziale Kontakte verzichten mussten und nun beim Baulager die Möglichkeit haben, ihre Teamfähigkeit zu verbessern. „Natürlich steht auch der Spaßfaktor im Vordergrund.“

Familien dürfen Hütten mit nach Hause nehmen

Kerstin Irmischer lobte auch die Ausdauer der jungen Häuslebauer: „Die Kinder betätigen sich körperlich und sind dabei die ganze Zeit an der frischen Luft. Die verausgaben sich richtig.“ Zudem arbeiten die fünf Gruppen auf ein gemeinsames Ziel hin – die Hütte zu bauen und dann ihren Eltern zu zeigen: „Sie wollen etwas schaffen, dass die dann später präsentieren können“, erklärte Kerstin Irmischer.
Nach 2020 muss das traditionelle Abschlussfest, bei dem normalerweise gemeinsam mit den Familien gegrillt wird, auch dieses Mal Corona-bedingt ausfallen. Laut Dirk Spornhauer haben die Eltern am Freitag aber die Möglichkeit vorbeizukommen, um die Bauwerke der Nachwuchs-Architekten zu begutachten. „Wer möchte, kann die Hütte dann auch mit nach Hause nehmen“, sagte Kerstin Irmischer.

Autor:

Alexander Kollek

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