42 Tage Friede seit Weltkriegsende

In Wingeshausen sprach Rainer Mertes vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

mst Wingeshausen. Wie in ganz Wittgenstein wurde gestern auch in Wingeshausen den Kriegstoten gedacht. Die Gedenkfeierlichkeiten zum Volkstrauertag begannen in der evangelischen Kirche, wo Pfarrer Thomas Janetzki im Gottesdienst immer wieder die Thematik mit einbezog. Begleitet wurde er durch Liedvorträge vom Männergesangverein »Eintracht« Aue/Wingeshausen. Im Anschluss an den Gottesdienst begab man sich auf Grund des Wetters mit Autos zum Ehrenmal am Köpfchen. Trotz teilweise heftigen Regens folgten knapp 30 Bürger der Einladung. Nach der Begrüßung durch den Ortsvorsteher von Wingeshausen, Karl Heinrich Sonneborn, war es an Rainer Mertes aus Wingeshausen, Geschäftsführer des Bezirksverbandes Arnsberg im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge die Gedenkrede zu halten, die er mit der eindrucksvollen, aber erschreckenden Zahl von ganzen 42 Friedenstagen auf der Erde, seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges, begann. Mertes erinnerte neben den auf den Schlachtfeldern Gefallenen auch an die Kriegsgefangenen und viele weiteren geschädigten Kinder, Frauen und Männer in Deutschland und der ganzen Welt. Gerade da mit den Schrecken von Krieg und Gewalt für die allermeisten jungen Leute zum Glück keine persönlichen Erlebnisse mehr verknüpft seien, komme der Erinnerungsarbeit eine immer wichtigere Aufgabe zu. Den Kriegsbetroffenen sei oftmals jede Chance genommen worden, für uns heute selbstverständliche persönliche Erlebnisse zu machen, von der Geburt der eigenen Kinder bis zu den Enkelkindern und vielem mehr. Die Nähe im Gedenken sei das Mindeste, was man diesen Menschen entgegen bringen müsse.

Grundschüler wirkten an Feierstunde mit

Mertes schloss seine Rede mit einem Appell für die Demokratie, die von der Mitgestaltung jedes Einzelnen lebe. Bei allen wirtschaftlichen Fragestellungen und Problemen, sei der äußere Frieden der ganz zentrale Punkt, den die Demokratie in Europa bewerkstelligt habe. Schüler der Grundschule Aue/Wingeshausen trugen anschließend zusammen mit Schulleiterin Claudia Kessler das Gedicht »Vater, du verließt mich« von Annegret Kronenberg vor.

Kyffhäuser und Sozialverband dabei

Ihren Abschluss fanden die Gedenkfeierlichkeiten mit der Kranzniederlegung, die Karl Heinrich Sonneborn für die Stadt Bad Berleburg vornahm. Die Kyffhäuser Kameradschaft und der Ortsverband Wingeshausen des Sozialverbandes Deutschland brachten ebenfalls einen gemeinsamen Kranz. Fritz Nölling vom Sozialverband betonte, dass es beim Volkstrauertag nicht um Heldengedenken gehe, sondern um die Erinnerung an die Toten auf allen Seiten.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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