60-Liter-Mülltonne kostet bald in Berleburg 75,96 E

Bauausschuss stimmte gestern Gebührenerhöhung zu

howe Bad Berleburg. So kurz vor Weihnachten musste sich gestern Abend der Bad Berleburger Stadtentwicklungs- und Bauauschuss mit den unangenehmen Dingen der Kommunalpolitik beschäftigen. Die Fachleute schlugen dem am Montagabend tagenden Rat vor – was sollten sie auch tun? –, Gebührenerhöhungen für den Abfall vorzunehmen und somit die entsprechende Satzung zu ändern. Und das wieder einmal saftig, nämlich durchschnittlich um 18 Prozent.

Für die 60 Liter Restmülltonne blättern die Bürger künftig jährlich 75,96 e statt wie im Vorjahr 66,36 e bei 14-tägiger Abfuhr hin. Die 120 Liter Restmülltonne kostet die Verbraucher jetzt 121,44 e (2002: 105,24 e/2001: 73,11 e) hin. Die große 240 Liter Restmülltonne schlägt ab kommendes Jahr mit 213,60 e (2002: 188,52 e / 2001: 130,89 e) zu Buche. Weiter geht es mit der Biomülltonne mit 120 Liter Fassungsvermögen. Sie kostet künftig 82,92 e (2002: 64,08 e / 2001: 44,48 e). Bleibt die große Biotonne mit 240 Liter Fassungsvermögen. Für sie bezahlt der Bürger 136,56 e (2002: 114,84 e / 2001: 79,76 e).

Steigende Kosten bei der Abfalleinsammlung, Verwertung und Beseitigung werden sich im Jahr 2003 bei gleichen Abfallmengen wie in 2002 von 983663 e auf rund 1,15 Mill. e erhöhen. Es entsteht also ein Fehlbetrag von rund 171000 e, der – so heißt es in der Verwaltungsvorlage – nur durch eine Gebührenerhöhung ausgeglichen werden könne. Bei der gestrigen Sitzung taten sich die Ausschussmitglieder wieder einmal äußerst schwer mit der Erhöhung. Und mit dem Beschluss wurde die Verwaltung zugleich beauftragt, die Befreiungstatbestände bei der Biotonne einzuengen, das Abfahren von Strauchwerk mit in die Satzung aufzunehmen und zu prüfen, inwieweit eine Grundgebühr auf die Abfuhr überhaupt in Erwägung gezogen werden kann. Bis nach der Sommerpause soll die Verwaltung eine entsprechende Drucksache erstellen. Vielfältig und allseits nachvollziehbar waren die Argumente im Sitzungssaal. Christdemokrat Peter Weller etwa sprach sich für das Verursacher-Prinzip aus: Wer mehr Müll verursache, der müsse auch zahlen. Verständlich auch die Anmerkung von Edgar Neidhart, der es bedauerte, dass von Müllvermeidung gar nicht gesprochen werde. SPD-Chef Michael Sittler stellte klar, es müsse von jedem Bürger ein Kostendeckungsbeitrag geleistet werden, da die Müllgebühren in den kommenden Jahren noch weiter steigen würden.

Sozialdemokrat Friedhelm Aderhold wusste aus Erfahrung zu berichten, und sprach damit Jürgen Weber von der Stadtverwaltung aus der Seele, dass viele Bürger ihre braune Biotonne abmeldeten, ohne überhaupt über ein Kompostierungssystem oder ähnliches zu verfügen. Da würden die Küchenabfälle kurzerhand in die graue Restmülltonne geworfen. Friedhelm Aderhold warnte, es würden noch mehr braune Tonnen abgemeldet, wenn die Bürger sehen würden, wie einfach das sei.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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