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Offene Gärten
Abkühlung in Omas Zinkwanne

Gartenfreunde entdecken die verborgenen Ecken hinter den geöffneten Gartentürchen.
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vc Weidenhausen. Die Privatsphäre ist den Menschen wichtig, gerade, wenn sie das Eigenheim betrifft. Einige Gartenfreunde in Wittgenstein folgen aber seit Jahren einem englischen Beispiel. Sie öffnen nicht ihre Haus-, sondern auch ihre Gartentür. 

Ein Wochenende mit sengender Hitze erweist sich nicht als ganz optimal, zeigt aber die Vorteile eines Gartens auf, der auch Wasserflächen und schattige Ecken zulässt.

Hessy und Isaak von der Werf leben zwischen Berghausen und Aue im sogenannten Schmallenberger Haus. „Wir selbst hatten auch zwei wunderbare Tage“, berichtet Hessy von der Werf. Über 200 Gäste seien an beiden Tagen gekommen, hätten die Windspiele bewundert und immer wieder gefragt: „Machen Sie das alleine?“ ist eine häufig gestellte Frage, die mit Ja beantwortet wird.

vc Weidenhausen. Die Privatsphäre ist den Menschen wichtig, gerade, wenn sie das Eigenheim betrifft. Einige Gartenfreunde in Wittgenstein folgen aber seit Jahren einem englischen Beispiel. Sie öffnen nicht ihre Haus-, sondern auch ihre Gartentür. 

Ein Wochenende mit sengender Hitze erweist sich nicht als ganz optimal, zeigt aber die Vorteile eines Gartens auf, der auch Wasserflächen und schattige Ecken zulässt.

Hessy und Isaak von der Werf leben zwischen Berghausen und Aue im sogenannten Schmallenberger Haus. „Wir selbst hatten auch zwei wunderbare Tage“, berichtet Hessy von der Werf. Über 200 Gäste seien an beiden Tagen gekommen, hätten die Windspiele bewundert und immer wieder gefragt: „Machen Sie das alleine?“ ist eine häufig gestellte Frage, die mit Ja beantwortet wird. Die beiden Gartenfreude stemmen auch mit 74 und 77 Jahren ihren Garten allein.

„Wenn meine Seele Urlaub braucht, geh ich in meinen Garten“

Die Frage nach dem Garten und der Gartenarbeit macht auch in Weidenhausen die Runde: Für Marion und Friedrich Wunderlich ist dieser Aspekt zu vernachlässigen. In ihrem „verwunschenen Garten“ erholen sie sich – auch und gerade bei der Gartenarbeit. Marion Wunderlich betont: „Wenn meine Seele Urlaub braucht, geh ich in meinen Garten.“ Die Besucher seien voll des Lobes gewesen, hätten die kleinen versteckten Ecken entdeckt, die Sitzgelegenheiten genutzt. 250 Gäste zählt das Ehepaar zwischen Farn und Sitzecke. „Es war wieder ein wunderschönes Erlebnis und wir bedanken uns bei allen so netten Gästen für viele schöne Gespräche, Komplimente, Tipps und die gute Stimmung“, untermauert Marion Wunderlich. 

Wenige Meter weiter liegt der Försters Hof. Sylvie und Heinrich Höse begrüßen dort Gäste aus der eigenen Region, aber auch aus Hessen, Köln, Winterberg und sogar aus Haltern am See. Sie alle haben den Garten auf dem Försters Hof gefunden und lassen sich von farblich abgestimmten Blumenbeeten, Kletterrosen und einem neuen Gartenzaun mit Tiermotiven begeistern. Den Gartenfreunden entgeht auch die Vielzahl der Staudenpflanzen und die Kübelpflanzen in voller Blüte nicht. „Es waren zwei wunderschöne Tage und sie hinterlassen das gute Gefühl, dass sich die mühsame Gartenarbeit gelohnt hat“, sagt Sylvie Höse. Praktisch: Das kleine Hofcafé bietet den Gartenfreunden bei ihrer Tour eine kleine Stärkung an, bevor der nächste offene Garten angesteuert wird. 

Viele schsttige Plätzchen bei Hitze

Die Hitze macht den Gartenfreunden zwar zu schaffen – doch Gärten wie der von Annette Manche in Weidenhausen bieten schattige Plätze und kühle Getränke zum selbstgemachten Rhabarber-Kuchen. Der schmeckt unter dem 35 Jahre alten Walnussbaum hervorragend – Schatten gibt es dort inklusive. „Wie wertvoll große alte Bäume sind, konnte man an dem heißen  Wochenende deutlich spüren“, betont Annette Manche. Wer dann noch Kühlung benötigt, kann auch Omas Zinkwanne nutzen. Die Gartenfreunde bekommen auch Besuch, der sich nach zwei Jahren Corona-Pause an Details erinnert. „Der Walnussbaum hat sich aber prächtig entwickelt“, lautet das Kompliment eines Besuchers aus Hatzfeld, das Annette Manche wirklich freut. 
Ein wilder Garten mit Teich – es gibt bei 32 ° Celsius im Schatten schlechtere Orte, sich aufzuhalten. So können auch Ingrid und Siegfried Nattkämper aus Berghausen viele interessierte Besucher in ihrem wilden Garten empfangen. „Die Menschen waren begeistert vom Teich, den Schwimminseln, den Lurchen, blauen Libellen und verschiedenen Faltern“, berichtet Ingrid Nattkämper. Durch gestylt ist der Garten nicht – auch Brennnesseln und Disteln finden im Edertal ihren Platz. 

„Wir sind sicher, dass wir wieder dabei sein werden“

Das Gartentürchen schließt sich auch bei Roswitha Jana, die ihre Besucher mit ihrem Höhengarten verzaubert und der Familie Henk, die ihren Wohlfühlgarten öffnet. Dass der nächste Tag der offenen Gärten in Wittgenstein wieder stattfindet, ist für die Teilnehmer ausgemacht. „Wir sind sicher, dass wir wieder dabei sein werden“, betont Marion Wunderlich. Doch bis dahin wartet noch die eine oder andere Aufgabe im Garten – von Arbeit will man ja nicht reden.

Autor:

Christian Völkel

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