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Serie „Hinter der Fassade“: Tresorraum der Sparkasse Wittgenstein
Allein die Tür wiegt so viel wie ein Elefant

Andreas Droese stellt die dicke Tür zum Tresorraum vor. „So schwer wie ein afrikanischer Elefant.“
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  • Andreas Droese stellt die dicke Tür zum Tresorraum vor. „So schwer wie ein afrikanischer Elefant.“
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lh Bad Berleburg.  Ein Girokonto oder ein Sparbuch – das hat wohl jeder. Aber einen Zugang zum Tresorraum haben nur die wenigsten Menschen. Gemeinsam mit Holger Saßmannshausen, Pressesprecher der Sparkasse Wittgenstein, erhielt die SZ im Rahmen der neuen Serie einen Einblick hinter die Fassade der Sparkasse und damit in den Haupt-Tresorraum in der Filiale Bad Berleburg. Für die meisten Kunden ist der Keller der Sparkasse absolutes Neuland, für die Mitarbeiter gehört der Tresorraum zur täglichen Routine.
Etwa 40 Zentimeter dickMit einer Stärke von etwa 40 Zentimetern und einem Gewicht von rund sechs Tonnen ist die Tresortür „so schwer wie ein afrikanischer Elefant“, betont Holger Saßmannshausen im SZ-Gespräch.

lh Bad Berleburg.  Ein Girokonto oder ein Sparbuch – das hat wohl jeder. Aber einen Zugang zum Tresorraum haben nur die wenigsten Menschen. Gemeinsam mit Holger Saßmannshausen, Pressesprecher der Sparkasse Wittgenstein, erhielt die SZ im Rahmen der neuen Serie einen Einblick hinter die Fassade der Sparkasse und damit in den Haupt-Tresorraum in der Filiale Bad Berleburg. Für die meisten Kunden ist der Keller der Sparkasse absolutes Neuland, für die Mitarbeiter gehört der Tresorraum zur täglichen Routine.

Etwa 40 Zentimeter dick

Mit einer Stärke von etwa 40 Zentimetern und einem Gewicht von rund sechs Tonnen ist die Tresortür „so schwer wie ein afrikanischer Elefant“, betont Holger Saßmannshausen im SZ-Gespräch. Um vor Überfällen bestens geschützt zu sein, ist die Tür elektrisch gesichert: Sie verfügt über einen Bewegungsmelder, eine Kamera und einen Vibrationsalarm. Zusätzlich wird ein Alarmsignal im Notfall direkt an die Polizei weitergeleitet, um Einbruchversuche sofort zu unterbinden.

Bei der Öffnung gilt das Vier-Augen-Prinzip

Grundsätzlich gilt für die Öffnung des Tresors ein Vier-Augen-Prinzip: Zwei Mitarbeiter sind allein nötig, um die Tür öffnen zu können. Der Zahlencode wird zudem in unregelmäßigen Abständen geändert, um höchste Sicherheit zu gewährleisten. Der Tresorraum unterteilt sich in einen Vorraum, in dem sich die Kundenschließfächer befinden und einen weiteren Raum dahinter, der zum Nachttresor führt.
Außerhalb der Öffnungszeiten können durch ihn Bargeld und Einnahmen von Festen und Veranstaltungen eingeworfen werden. Um die einzelnen Kundenschließfächer im Tresorraum öffnen zu können, arbeitet die Sparkasse mit einem Zwei-Schlüssel-System: Kunden, die ihr Schließfach öffnen wollen, haben einen eigenen Schlüssel. Sie müssen sich zunächst in der Filiale am Schalter ausweisen und legitimieren, bevor sie von einem Mitarbeiter zu ihrem Fach geführt werden. Neben dem Kundenschlüssel verfügt die Sparkasse für jedes Schließfach über einen separaten Schlüssel. Erst wenn beide Schlüssel das Fach geöffnet haben, kann der Kunde über den Inhalt verfügen. Das Prinzip sichert somit beide Seiten ideal ab.

Wichtige Papiere geschützt aufbewahren

„Sobald wir unseren Teil eines Schließfaches öffnen, haben wir keinerlei Einblick mehr, was die Kunden in den Fächern hinterlegen“, erklärt Holger Saßmannshausen. Die häufigste Verwendung der persönlichen Fächer besteht in der Aufbewahrung von Testamenten und Urkunden, Kopien wichtiger Verträge und Wertpapieren. „Besonders nach den Erfahrungen der Flutkatastrophe ist es sinnvoll, seine wichtigen Papiere geschützt aufzubewahren“, betont Andreas Droese, Vorstandsmitglied der Sparkasse Wittgenstein. Eine ebenso sichere und verlässliche Alternative zu den Schließfächern vor Ort, bietet die Sparkasse seit einigen Jahren durch das Online-Banking. Die digital gespeicherten Kundendateien und papierhaften Dokumente in Form von Scan-Kopien können so jederzeit abgerufen werden, sind nicht an einen Ort gebunden – so bleiben sie in jedem Falle geschützt.

Hier in Bad Berleburg
gab es zum Beispiel
noch nie einen Einbruchsversuch.
Holger Saßmannshausen
Pressesprecher der Sparkasse

Bargeld-Zahlung in den Hintergrund gerückt

Besonders während der Corona-Pandemie ist auch die Bargeld-Zahlung deutlich in den Hintergrund gerückt und kontaktloses Bezahlen wird immer stärker als Zahlungsmittel genutzt. Trotzdem gibt es auch bei Bargeld noch eine erhöhte Nachfrage. In ihrer Funktion als Hauptfiliale versorgt Bad Berleburg die umliegenden Sparkassen-Filialen mit Bargeld. In den Zweigstellen gibt es in der Regel keine großen Bestände mehr, da viele Angelegenheiten direkt online oder erst nach Bestellung von Bargeld abgewickelt werden.
Insgesamt freut sich die Sparkasse Wittgenstein sehr darüber, dass Einbrüche und Überfälle auf die Filialen dank der Frühwarn- und Überwachungssysteme kaum noch Thema sind. „Hier in Bad Berleburg gab es zum Beispiel noch nie einen Einbruchsversuch“, betont Holger Saßmannshausen abschließend.

Autor:

Lena Marie Heinrich aus Bad Laasphe

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