Als Engel den Menschen helfen

Ulf Helmrich und Thomas Dörr sind die neuen Geschäftsführer der Diakonischen gGmbH

db Bad Berleburg. »Einen Weg auch durch die Tränen«, so der Psalmtext, den jetzt Thomas Dörr in der evangelischen Kirche in Bad Berleburg verlas. Genau das ist es auch, was sich die beiden neuen Geschäftsführer der Diakonie wünschen. Thomas Dörr und Ulf Helmrich wurden durch Superintendent Hans-Jürgen Debus und dem Vertreter des Evangelischen Johanneswerks, Carsten Gebhardt, in ihr Amt eingeführt. Der Wechsel in der Führung kam daher, dass das Diakonische Werk seit Jahresanfang eine veränderte Rechtsform besitzt. Aus dem eingetragenen Verein wurde eine gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung, kurz eine gGmbH. Wie Hans-Jürgen Debus war auch die Pfarrerin und ehemalige Geschäftsführerin Krimhild Ochse der Meinung, dass der Augenblick und der Zeitpunkt da seien, etwas zu ändern. Auch Berleburgs Pfarrerin Claudia Latzel-Binder sah, dass sich die Rahmenbedingungen ändern und man die Zukunft neu in Angriff nehmen müsse: »Man muss Grenzen überschreiten.«

Immer wieder neue Gesetze und »eine seltsame Gesundheitsreform nach der anderen« hätten die Arbeit schwerer gemacht und den Verein in Schwierigkeiten gebracht, so der Superintendent. Daraufhin habe man sich mit möglichen Partnern zusammengesetzt und überlegt, wie die Arbeit zu erhalten sei. Die Entscheidung fiel auf eine Neugründung als gemeinnützige Gesellschaft. Diese läuft in Partnerschaft von Johanneswerk und Kirchenkreis. Man habe den neuen Geschäftsführern nicht nur irgendwelche Urkunden in irgendwelchen Räumen in die Hand drücken wollen. Man wolle sie mit Gottes Segen in ihr Amt entlassen. »Die Menschen«, erklärte Hans-Jürgen Debus, »sind nicht Objekt, sie sind Subjekt«. Die Neuen seien Garanten dafür. Und bei ihrer Aufgabe seien sie nicht allein, da Gott sie begleiten und ihnen Mut machen werde. Gottes persönliches Engement für Menschen sei der Grund diakonischer Arbeit.

So wollen auch Ulf Helmrich und Thomas Dörr für die Pflege und Beratung einstehen und sie prägen. Ein neues Gebiet kommt noch zusätzlich auf sie zu: der Hospizdienst. Sie hätten, so der Superintendent weiter, zwei besondere Aufgaben. Das sei zum einen natürlich die wirtschaftliche Arbeit, zum anderen aber, und das sei die Priorität, den Auftrag des Herrn, für Schwache und Kranke einzustehen. Die sei mit Sicherheit nicht immer einfach und es werde bestimmt auch harte Zeiten geben. Daher bat er auch die Gemeinde, für die Neuen zu beten.

Krimhild Ochse blickte zurück und erklärte, dass in den 25 Jahren, die das Diakonische Werk Wittgenstein nun bestehe, viele verschiedene Menschen Verantwortung übernommen hätten. Das Ziel sei aber bei allen das gleiche gewesen: »Helfen wo nötig, aber so wenig wie möglich.« Schließlich solle man den Betroffenen auch noch genug Platz geben, sich selbst zu helfen. Auch sie sprach den Beiden Kraft zu, den nun neuen Alltag anzupacken und auf Gott zu vertrauen. Als Einführungsspruch wählte Hans-Jürgen Debus Psalm 91, Vers 11: »Gott hat seinen Engeln befohlen, dich zu schützen, wohin du auch gehst.« Das Vertrauen darauf solle ihnen helfen, die vor ihnen liegenden Aufgaben zu bewältigen. Engel, so der Superintendent, seien nicht nur solche Wesen mit Flügeln auf dem Rücken. Vielmehr seien auch die Menschen Engel, die sich für andere einsetzen und das Wort Gottes verbreiten. Der neue Bereich der Diakonie, der ambulante Hospizdienst, setzt natürlich Mitarbeiter voraus.

So wurden auch sechs ausgebildete und eine hauptberufliche Helferin mit Segen in den »schweren Dienst« entsandt. Ihre Arbeit sei christliches Zeugnis, waren Claudia Latzel-Binder und Krimhild Ochse sich einig. Besonders erfreulich sei, dass Haupt- und Ehrenamt so nah und gut zusammenarbeiteten. Das Hauptberufliche wird allein durch Spenden finanziert. Alle neu eingesetzten Mitglieder seien »gesegnet, um ein Segen zu sein«.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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