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Tradition in Wunderthausen
„Alte Männer“ saßen an markanten Stellen im Dorf

Die Dorfjugend Wunderthausen hatte an neun Plätzen die „Alten Männer“ platziert. So wurde die Tradition in Corona-Zeiten ohne den sonst üblichen Rundgang gepflegt. Für die Bewohner der Ortschaft gab es außerdem eine Verlosung. Foto: privat
  • Die Dorfjugend Wunderthausen hatte an neun Plätzen die „Alten Männer“ platziert. So wurde die Tradition in Corona-Zeiten ohne den sonst üblichen Rundgang gepflegt. Für die Bewohner der Ortschaft gab es außerdem eine Verlosung. Foto: privat
  • hochgeladen von Björn Weyand (Redakteur)

bw Wunderthausen. Die Corona-Krise macht erfinderisch: Auf die gute Tradition „Alter Mann“ wollte die Dorfjugend Wunderthausen auch in diesem Jahr nicht verzichten. Immer am Pfingstsonntag laufen die jungen Leute gemeinsam mit dem „Alten Mann“ durch den Ort von Haus zu Haus, um so die „bösen Wintergeister“ zu vertreiben. Dazu singen sie das folgende Lied, dessen Melodie sicherlich allgemein bekannt sein dürfte: „Alle Jahre wieder kommt der alte Mann auf die Erde nieder, bis er nicht mehr kann. Kehrt mit seinem Segen ein in jedes Haus. Geht auf allen Wegen mit uns ein und aus (Lied aus).

bw Wunderthausen. Die Corona-Krise macht erfinderisch: Auf die gute Tradition „Alter Mann“ wollte die Dorfjugend Wunderthausen auch in diesem Jahr nicht verzichten. Immer am Pfingstsonntag laufen die jungen Leute gemeinsam mit dem „Alten Mann“ durch den Ort von Haus zu Haus, um so die „bösen Wintergeister“ zu vertreiben. Dazu singen sie das folgende Lied, dessen Melodie sicherlich allgemein bekannt sein dürfte: „Alle Jahre wieder kommt der alte Mann auf die Erde nieder, bis er nicht mehr kann. Kehrt mit seinem Segen ein in jedes Haus. Geht auf allen Wegen mit uns ein und aus (Lied aus).“

In Corona-Zeiten musste allerdings der „Alte Mann“, der natürlich aufgrund seines hohen Alters zur Risikogruppe gehört, auf den Rundgang durch das Dorf verzichten – und auch die Dorfjugend schloss sich dem an. Statt dessen überlegten sie sich allerdings, wie die Tradition auch ohne diesen Rundgang gepflegt werden könnte. Dafür setzten sich gleich mehrere „Alte Männer“ an bekannte und markante Plätze im Dorf und drumherum.

Dort fanden die Einwohner des Dorfes den obligatorischen „Kurzen“ und hatten außerdem die Möglichkeit, für die Dorfjugend als Dankeschön eine Spende zu hinterlassen. Außerdem konnten alle an einem Gewinnspiel teilnehmen, indem sie ein Bild von sich gemeinsam mit einem „Alten Mann“ schossen und per Whatsapp an die Dorfjugend verschickten. Verlost werden fünf Kisten Bier.

Allerdings mussten die Wunderthäuser sich ein wenig anstrengen, um die Stellen zu finden, an denen die „Alten Männer“ saßen. Die Dorfjugend Wunderthausen hatte einige Rätsel für die Aktion aufgestellt, die es zu lösen gilt:
• Ein Ort für die Rast einer Wanderung und zum Genießen eines kühlen Bieres.
• Ein Wanderparkplatz, der in verschiedenste Richtungen führt – zum Beispiel zur Skihütte oder zum Dambach.
• Auf dem Berg, wo sich das Wahrzeichen des Dorfes finden lässt.
• Ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen, aber auch für die Einheimischen im Winter wie im Sommer.
• Auf einem Platz, wo in Wunderthausen im Winter der Weihnachtsbaum und im Frühling der Maibaum stehen.
• Ein ruhiger und sehr schöner Platz zum Spielen für Kinder und ihre Familien, umgeben von Wäldern und Wiesen.
• „Backe, backe Kuchen, der Bäcker hat gerufen“: Ein Ort zum Backen.
• An der Stelle, wo Wittgenstein und das Sauerland aufeinander treffen – und wo ein Aussichtsturm tolle Ausblicke bietet.
• Der Platz, auf dem während des Schützenfestes die wildesten Wasserschlachten der Kinder stattfinden.

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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