Zwischen Dotzlar und Arfeld
An der Eder tummeln sich vermehrt Schwarzfischer

„Angler-Utensilien“ an verschiedenen Stellen entlang der Eder weisen auf mehrere Schwarzangler hin. Foto: privat
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  • „Angler-Utensilien“ an verschiedenen Stellen entlang der Eder weisen auf mehrere Schwarzangler hin. Foto: privat
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sz Arfeld/Dotzlar/Meckhausen. Die Schwarzfischerei an der Eder macht der Arfelder Ortsvorsteher Kai-Uwe Jochims zum Gegenstand einer aktuellen Pressemitteilung – verbunden mit der Ankündigung, dass Pächter und Fischereigenossenschaft „die Fälle konsequent zur Anzeige bringen werden“. Hintergrund: Ende März habe die Fliegenfischergruppe Dortmund noch für mehrere Tausend Euro Fische verschiedener Größen in die Eder eingesetzt – dieser jährlich vorgenommene Besatz diene dem Erhalt des Fischbestandes in der Eder und sei neben der jährlichen Gewässerreinigung entlang der Eder eine der Maßnahmen der Gruppe aus Dortmund.

„Es kann nicht sein, dass wir bei jedem unserer seltenen Besuche an der Eder Schwarzfischer feststellen“, wird Andre Scholz als Vorsitzender der Fliegenfischer in der Pressemitteilung zitiert. Die Gruppe aus dem Ruhrgebiet hat den Abschnitt der Eder vom Wehr Dotzlar bis nach Arfeld gepachtet und findet immer wieder Utensilien entlang der Eder, die auf Schwarzfischer hinweisen – rund um die Ostertage wurden nach Darstellung von Kai-Uwe Jochims allein drei Schwarzangler auf frischer Tat ertappt. „Das ist ein Straftatbestand, den wir bei Kenntnis auf jeden Fall verfolgen werden“, wird Bernd Dickel als Leiter der Polizeiwache Bad Berleburg zitiert.

Und weiter: „Unsere Beamten achten aufmerksam darauf – die eine oder andere Anzeige basiert heute schon auf eigenen Beobachtungen während unserer Streifenfahrten“, ergänzt Bernd Dickel. Ortsvorsteher Kai-Uwe Jochims, zudem Schriftführer der Fischereigenossenschaft als Verpächter, unterstützt die Fliegenfischer Dortmund: „Wir haben ein besonders gutes Verhältnis zu unseren Pächtern. Sie haben diesen Abschnitt seit Jahrzehnten gepachtet und bemühen sich sehr um den natürlichen Erhalt der Eder. Jährlich beseitigen sie Müll und Unrat in und entlang ihres Ederabschnittes, sie fühlen sich hier bei uns sehr wohl und gehören nach dieser langen Zeit einfach mit zur Dorfgemeinschaft.“

Jochims ergänzt noch, dass auch der Fischereidruck durch die Fliegenfischergruppe äußerst gering sei, da die Mitglieder nur selten zum Angeln kämen und dann der Besuch in der schönen Wittgensteiner Natur im Vordergrund stehe. „Umso ärgerlicher ist es dann, wenn dieses gute Verhältnis durch vermehrte Schwarzangler getrübt wird. Ich glaube, dass den wenigsten klar ist, dass es sich hier nicht um ein Kavaliersdelikt, sondern um eine handfeste Straftat handelt. Auch wir werden die Augen offen halten und jeden Schwarzfischer, den wir sehen, konsequent anzeigen“, verspricht Kai-Uwe Jochims.

„Angler-Utensilien“ an verschiedenen Stellen entlang der Eder weisen auf mehrere Schwarzangler hin. Foto: privat
Beliebt bei Schwarzfischern ist offenkundig das Wehr in Meckhausen. Das soll aber nicht zum Dauerzustand werden.  Foto: privat
Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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