An die Karteien - fertig - los

Dieter Kuhli, Jochen Karl Mehldau und Gabriele Goßmann freuen sich über sechs Karteikästen und vier Ordner, die künftig im Laaspher Gemeindebüro stehen. Foto: jg
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jg Bad Berleburg. Die Erndtebrücker waren die ersten, deren Kirchenbücher von Jochen Karl Mehldau durchgearbeitet wurden, schließlich war seine Mutter eine geborene Müller aus Erndtebrück. Ruth Salinga, die frühere Pfarrerin der Edergemeinde, erinnerte sich gut daran, wie Jochen Karl Mehldau 1982 mit seiner Arbeit in Erndtebrück begonnen hatte. Und weil sie deshalb wusste, wie viel Arbeit in dem Ganzen steckte, war es ihr ein Anliegen, bei der Festveranstaltung in Bad Berleburg zu sein. Aus dem gleichen Grund waren auch der frühere Wingeshäuser Pfarrer Rüdiger Goedecke und seine Ehefrau Rosemarie im Berleburger Haus der Kirche.

Aus Erndtebrück konnte Pfarrer Stefan Berk berichten, dass er erst vor zehn Tagen wieder eine E-Mail aus Amerika erhalten habe, von jemandem, der seiner Ur-Ur-Großmutter von dort auf der Spur war. Genau in diesen Verbindungen sah Jochen Karl Mehldau übrigens ein Feld für Wittgenstein, das hier noch sehr viel besser beackert werden könne. Das sei auch ein Tourismus-Faktor. Er selbst sei wegen der Kirchenbücher 41 Mal in Wittgenstein gewesen. Früher immer zwei Wochen, als Pensionär drei Wochen. Das mache insgesamt über 100 Wochen in Wittgenstein. Nochmal umgerechnet: mehr als zwei Jahre. Gerade in den USA sei das Interesse an der Ahnenforschung groß, und von Wittgenstein seien nun einmal viele Leute nach Amerika ausgewandert. Wobei natürlich auch aus Deutschland Anfragen kommen. Die Erndtebrücker Gemeindesekretärin Reinhild Hoffmann erinnerte sich etwa an eine Frau aus Düsseldorf, die wegen der Kirchenkarteien da gewesen sei. Insgesamt kämen oft Leute ins Gemeindebüro. So komfortabel wie es in Erndtebrück schon lange ist, wird es künftig auch in Bad Laasphe sein. Pfarrer Dieter Kuhli dankte Jochen Karl Mehldau nicht nur für die sechs Karteikästen und die vier Register-Ordner, die er für Laasphe entgegennahm, sondern war beeindruckt, dass genau das der Umfang geworden sei, den der Karlsruher beim ersten Besuch vor vier Jahren angekündigt hatte. Und auch in Dieter Kuhlis Einschätzung von Jochen Karl Mehldau – „Der Mann ist ein absoluter Überzeugungstäter“ – schwang Respekt mit. Für die Zukunft sagte der Laaspher Pfarrer: „Wir freuen uns auf das, was jetzt möglich ist.“

Wobei sich darum hauptsächlich die Gemeindesekretärin kümmern wird. Gabriele Goßmann begrüßte es, dass nun die alten Kirchenbücher erst gar nicht mehr durchgeblättert werden müssen, weil jede Benutzung die historischen Unterlagen mit Sicherheit belastet habe. Und außerdem gebe es Ahnenforscher, die schon ungeduldig auf die Übergabe gewartet hätten. Sie sei jedenfalls schon nach den neuen Karteikarten und Registern gefragt worden.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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