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Ideenvorstellung mit der Universität Siegen
An Ideen für Eins-A-Areal mangelt es nicht

Es war ein spannender Abend im Bürgerhaus mit vielen Ideen und Anregungen: Die Studenten der Universität Siegen präsentierten ihre Entwürfe persönlich und standen gerne Rede und Antwort.
  • Es war ein spannender Abend im Bürgerhaus mit vielen Ideen und Anregungen: Die Studenten der Universität Siegen präsentierten ihre Entwürfe persönlich und standen gerne Rede und Antwort.
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vö Bad Berleburg. Dieses Thema bewegt die Menschen in Bad Berleburg – denn sie möchten in erster Linie eines: dass sich etwas bewegt. Mehr als 100 Interessenten kamen am Donnerstag zum Informationsabend ins Bad Berleburger Bürgerhaus, in dem die künftige Nutzung des früheren Eins-A-Areals an der Schulstraße im Mittelpunkt stand. Nachbarn gehörten eben dazu, wie Grundstückseigentümer, Projektierer, Investoren und allgemein interessierte Berleburger. Es war ein Abend, der in jeder Hinsicht spannende Ideen und Ergebnisse zu bieten hatte.

Denn zum einen präsentierte Prof. Dr.

Bad Berleburg. Dieses Thema bewegt die Menschen in Bad Berleburg – denn sie möchten in erster Linie eines: dass sich etwas bewegt. Mehr als 100 Interessenten kamen am Donnerstag zum Informationsabend ins Bad Berleburger Bürgerhaus, in dem die künftige Nutzung des früheren Eins-A-Areals an der Schulstraße im Mittelpunkt stand. Nachbarn gehörten eben dazu, wie Grundstückseigentümer, Projektierer, Investoren und allgemein interessierte Berleburger. Es war ein Abend, der in jeder Hinsicht spannende Ideen und Ergebnisse zu bieten hatte.

Denn zum einen präsentierte Prof. Dr. Hanna Schramm-Klein die Ergebnisse einer Befragung unter gut 700 Bürgern, zum anderen stellten elf Studenten des Masterstudiengangs Planen und Bauen im Bestand der Universität Siegen ihre Ideen zur Zukunft des Grundstücks in unmittelbarer Nähe des komplett renovierten und sanierten Bürgerhauses vor. Und was da auf das Papier gebracht wurde, hatte Hand und Fuß – auch wenn die Entwürfe im Detail deutliche Unterschiede aufzeigten. Was am Ende der zweistündigen Veranstaltung deutlich wurde, war die Tatsache, dass die Thematik nicht mit einer Einzelleistung zu bewältigen sein wird. Zumal auch unterschiedliche Eigentümer mit im Boot sind, der Stadt gehören etwa 20 Prozent der Flächen.

Bürgermeister Bernd Fuhrmann machte deutlich, „dass wir die Lösungen nur gemeinsam herbeiführen können, es ist nicht so, dass wir auf einen großen Heilsbringer warten“. Entscheidend sei aber: „So wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben.“ Dass die Ideen und Vorschläge der Studenten nicht von heute auf morgen umzusetzen seien, liege auf der Hand – aber auf der anderen Seite seien sie dazu geeignet, Bewegung in die Sache zu bringen. Und: Es gehe nicht um kleine, kurzfristige Lösungen, sondern um eine nachhaltige Nutzung, einen Mehrwert für die Stadt.

Eines habe die Befragung der gut 700 Bürger – davon 300 aus der Kernstadt, 300 aus den Ortsteilen und 100 von außerhalb – deutlich zeigt, so Hanna Schramm-Klein: Die Menschen wünschten sich mehr Lebendigkeit auf der Fläche, die sie im Verbund mit Marktplatz und Bürgerhaus eindeutig als Teil der Innenstadt einstuften: „Sie möchten Betrieb haben auf dem Gelände.“ In der Gunst ganz oben stehe der Wunsch nach einer Gastronomie, dahinter folgten Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten. „Doch auch Wohnen kann man mit denken.“ Das Thema Hotel spiele in Bad Berleburg ebenfalls eine wichtige Rolle, allerdings sei in der Befragung ein Haus gewünscht worden, das auch Angebote für die Einheimischen vorhalte. Eines habe sich bei der Befragung außerdem herauskristallisiert: Die Menschen in Bad Berleburg wünschten sich ein gut ausgebautes und vor allem sicheres Geh- und Radwegenetz – der Ruf nach einem funktionierenden ÖPNV sei dagegen nicht so laut geäußert worden.

Dr. Hilde Schröteler von Brandt stellte die Entwürfe ihrer Studenten vor, die unabhängig von der Befragung entstanden seien. Die hätten sich auf kleinteilige Nutzungen des Areals und flexible Möglichkeiten konzentriert. Es sei nicht zuletzt um öffentliche Räume gegangen. Aus ihrer Sicht seien in den nächsten Schritten, so Hilde Schröteler von Brandt, zu klären, welche tatsächlichen Nutzungen zu realisieren seien, wie ein Hotel konkret aussehen könne und auf welche Art des Wohnungsbaus man sich konzentrieren wolle. „Wir brauchen einen Rahmenplan – und ich plädiere auch immer für einen städtebaulichen Wettbewerb.“

Bad Berleburgs Baudezernent Christoph Koch signalisierte, dass die Stadtverwaltung alle elf Entwürfe der Studenten von der Universität Siegen online stellen werde – weil bei der Präsentation im Bürgerhaus vielleicht etwas die Zeit gefehlt habe, sich mit den Details zu beschäftigen. Das könne dann jeder noch am Computer zuhause nachholen. Zudem wolle man über die Entwürfe abstimmen lassen – das sei bis Dienstag, 26. November, möglich. Die drei bestplatzierten Ideen würden dann prämiert.

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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