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Strukturförderprogramm Regionale 2025
An Ideen mangelt es in Bad Berleburg sicher nicht

Der Umbau des Bürgerhauses in ein modernes Veranstaltungs-, Tagungs- und Informationszentrum konnte die Stadt Bad Berleburg mit Fördergeldern realisieren, die über die Regionale 2013 generiert wurden. Das Bild entstand bei der Eröffnung. Archivfoto: Björn Weyand
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  • Der Umbau des Bürgerhauses in ein modernes Veranstaltungs-, Tagungs- und Informationszentrum konnte die Stadt Bad Berleburg mit Fördergeldern realisieren, die über die Regionale 2013 generiert wurden. Das Bild entstand bei der Eröffnung. Archivfoto: Björn Weyand
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bw Bad Berleburg. In dieser Woche fragt die Siegener Zeitung in den Rathäusern in Wittgenstein nach, welche Pläne die Kommunen im Hinblick auf die Regionale 2025 haben. Das Strukturförderprogramm läuft seit gut einem Jahr, insgesamt 23 Projekte haben bis zum Jahresende den ersten oder sogar zweiten Stern erhalten – Wittgenstein ist hier aber noch ein weißer Fleck, aber doch nicht so ganz. Denn Bad Berleburg hat sich ohne den üblichen Regionale-Werdegang bis zum dritten Stern bereits erfolgreich im Projekt „Smart Cities“ beworben, das über die Südwestfalen-Agentur auch an die Regionale 2025 angedockt ist. Ganz ohne drei Sterne fließen somit schon Fördermittel in den Altkreis.

bw Bad Berleburg. In dieser Woche fragt die Siegener Zeitung in den Rathäusern in Wittgenstein nach, welche Pläne die Kommunen im Hinblick auf die Regionale 2025 haben. Das Strukturförderprogramm läuft seit gut einem Jahr, insgesamt 23 Projekte haben bis zum Jahresende den ersten oder sogar zweiten Stern erhalten – Wittgenstein ist hier aber noch ein weißer Fleck, aber doch nicht so ganz. Denn Bad Berleburg hat sich ohne den üblichen Regionale-Werdegang bis zum dritten Stern bereits erfolgreich im Projekt „Smart Cities“ beworben, das über die Südwestfalen-Agentur auch an die Regionale 2025 angedockt ist. Ganz ohne drei Sterne fließen somit schon Fördermittel in den Altkreis.

Bad Berleburg hatte sich mit Arnsberg, Menden, Olpe und Soest mit Erfolg in dem Smart-Cities-Wettbewerb des Bundesbauministeriums beworben. Die Südwestfalen-Agentur hatte mit den fünf Kommunen die Bewerbung unter dem Motto „5 für Südwestfalen: digital – nachhaltig – authentisch“ auf den Weg gebracht. Rückendeckung bekam dieses Projektkonsortium von Unternehmen, Hochschulen, Dienstleistern, Verkehrsbetrieben sowie aus der Politik. Die fünf Kommunen setzen in dem Projekt unterschiedliche Schwerpunkte, bearbeiten jedoch für die Region typische Fragestellungen: Bad Berleburg sei eingeübt in der Entwicklung der smarten Daseinsvorsorge für einen attraktiven Arbeits- und Lebensraum und ausgezeichnet als eine der nachhaltigsten Städte und Gemeinden in Deutschland, heißt es.

In der ersten Projektphase entwickeln die Kommunen eine auf sie zugeschnittene Smart-City-Strategie. An diesem Prozess sollen ausdrücklich die Bürger beteiligt werden. Diese Phase dauert maximal zwei Jahre. In den folgenden maximal fünf Jahren sollen diese Strategien dann umgesetzt werden. Bernd Fuhrmann: „Hier geht es darum, dass wir gemeinsam modellhaft die Digitalisierung unter den Aspekten ‚Smart City‘ und ‚Smart Country‘ entwickeln und gleichzeitig über die Südwestfalen-Agentur gemeinsam mit dem südwestfälischen Raum vorangehen wollen.“

Mal abgesehen von Siegen, das seinerzeit zu neuen Ufern aufbrach, hat im ganzen Kreisgebiet keine andere Stadt so sehr von der Regionale 2013 profitiert wie Bad Berleburg. Hier befindet sich die Stadt in der Umsetzung – begleitet zum Beispiel im Ausschuss zur Regionale 2025. Im Dezember 2012 erhielt die Stadt den dritten Stern für ihre Bewerbung „Meine Heimat 2020“, verbunden mit einer Förderzusage für 3,1 Mill. Euro für diese fünf Bausteine:

Das Zentrum „Via Adrina“: Auf Initiative der Dorfbevölkerung wurde die Industriebrache der ehemaligen Schuhleistenfabrik Hartmann im Dorfkern von Arfeld abgerissen und neu bebaut mit dem Bürgerzentrum an der Eder, das auch Radfahrern und Wanderern als Anlaufstelle dient. Die beliebte Modellbahn hat hier ebenfalls ein neues Zuhause gefunden.

Das Standortpaten-Netzwerk: Neubürger sollten sich schneller in der Stadt und der Region einleben können. Besonders im Hinblick auf die Gewinnung von Fachkräften und deren Familien sollte dieser Ansatz positive Impulse geben.

Die Grund- und Nahversorgungsoffensive in den Eder-Elsoff-Dörfern: Aufbauend auf der Arbeit der Initiative „Eder- und Elsofftal mit Zukunft“ sollte das Gemeindehaus erweitert werden. Dieses Vorhaben wurde in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde umgesetzt.

Das Jugendforum: Das Bürgerhaus am Markt wurde zu einem modernen Veranstaltungs- und Begegnungszentrum für alle Generationen umgebaut und nun soll der Marktplatz im nächsten Schritt noch eine Öffnung zur Odeborn erhalten.

Die Verkehrsinfrastruktur im ländlichen Raum: Für die Aufrechterhaltung der Verkehrsinfrastruktur untersucht die Stadt Bad Berleburg unter dem Aspekt der Haushaltskonsolidierung alternative Träger- und Betreibermodelle.

Der Anbau an das Gemeindehaus in Elsoff ist realisiert, das Arfelder Zentrum ist ein echtes Schmuckstück geworden und in das Berleburger Bürgerhaus ist (unter anderem auch in Kooperation mit dem Naturpark Sauerland Rothaargebirge) richtig viel Leben gekommen. Da ist es auch kein Wunder, dass die Bad Berleburger Stadtverwaltung längst an Bewerbungen für die Regionale 2025 feilt. Steffi Treude verriet als Sprecherin der Stadtverwaltung im Gespräch mit der SZ: „Für die Regionale 2025 sind zwar Projekte konkret in der Vorbereitung, aber noch nicht finalisiert. Das betrifft sowohl kommunale als auch interkommunale Konzepte.“

Eine konkrete Projektidee betrifft hier den Waldskulpturenweg. Dieser ist hervorragend etabliert und auch international bekannt. Gemeinsam mit Schmallenberg möchte Bad Berleburg ihn weiter beleben und für die Zukunft aufstellen. Mit Hilfe von digitalen Möglichkeiten sollen deshalb neue Zielgruppen für den Waldskulpturenweg gewonnen werden. Zudem prüft Bad Berleburg eine Folgeidee zum „Gesundheitslabor gesund.bewegen.leben“ gemeinsam mit den Städten Bad Laasphe, Schmallenberg, Winterberg, Olsberg, Brilon und Bad Sassendorf sowie der Universität Siegen – ein zukunftsweisendes Projekt, bei dem die Stärken der Kurorte, medizinische und touristische Angebote und Bedarfe mit Hilfe von Digitalisierung verknüpft werden sollen.

Der Umbau des Bürgerhauses in ein modernes Veranstaltungs-, Tagungs- und Informationszentrum konnte die Stadt Bad Berleburg mit Fördergeldern realisieren, die über die Regionale 2013 generiert wurden. Das Bild entstand bei der Eröffnung. Archivfoto: Björn Weyand
Kein Projekt der Regionale 2025, aber eng damit verbandelt: Bad Berleburg war mit vier Partnern im Smart-Cities-Wettbewerb erfolgreich. Grafik: Südwestfalen-Agentur
Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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