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36-Jähriger lässt Termin im Gericht sausen
Angeklagter soll Mann angespuckt und geschlagen haben

Was dem Mann, der in einer Einrichtung für Behinderte tätig ist, zur Last gelegt wurde ist starker Tobak.
  • Was dem Mann, der in einer Einrichtung für Behinderte tätig ist, zur Last gelegt wurde ist starker Tobak.
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  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

howe Bad Berleburg. Die Polizeibeamtin im Gerichtsflur formulierte es wohl unmissverständlich: Es habe keinen Zweck, den immer noch nicht zur Verhandlung erschienenen Angeklagten mit dem Polizeiwagen abholen und vorführen zu lassen. Der würde dem Prozess wohl gar nicht folgen können. Schließlich, so hieß es unter denjenigen, die ihn kennen, sei Alkohol ein ständiger Begleiter des 36-Jährigen. Also erließ Richter Torsten Hoffmann einen Strafbefehl, was er in solchen Abwesenheitsfällen bei Strafen bis zu einem Jahr tun kann.
Urteil: Neun Monate auf BewährungNeun Monate auf Bewährung – so lautet nun der Inhalt dieses Befehls;

howe Bad Berleburg. Die Polizeibeamtin im Gerichtsflur formulierte es wohl unmissverständlich: Es habe keinen Zweck, den immer noch nicht zur Verhandlung erschienenen Angeklagten mit dem Polizeiwagen abholen und vorführen zu lassen. Der würde dem Prozess wohl gar nicht folgen können. Schließlich, so hieß es unter denjenigen, die ihn kennen, sei Alkohol ein ständiger Begleiter des 36-Jährigen. Also erließ Richter Torsten Hoffmann einen Strafbefehl, was er in solchen Abwesenheitsfällen bei Strafen bis zu einem Jahr tun kann.

Urteil: Neun Monate auf Bewährung

Neun Monate auf Bewährung – so lautet nun der Inhalt dieses Befehls; innerhalb einer Bewährungszeit von drei Jahren wird dem Angeklagten ein Bewährungshelfer zur Seite gestellt, übrigens neben einer ohnehin schon tätigen gesetzlichen Betreuerin. Was dem Mann, der in einer Einrichtung für Behinderte tätig ist, zur Last gelegt wurde ist starker Tobak.

Angeklagter soll Mann provoziert haben

Im November vorigen Jahres hielt sich der 36-Jährige in einer Bad Laaspher Bar auf und kniff einem anderen Gast zunächst einmal empfindlich in die Seite, schubste ihn und beleidigt ihn mit „Hurensohn“. Der Geschädigte verließ das Lokal, um draußen eine Zigarette zu rauchen. Da tauchte der Übeltäter erneut auf, schimpfte weiter auf sein Opfer ein, stieg über einen Zaun und zückte ein 8,5 Zentimeter langes Messer. Mit dem fuchtelte er auf geringer Entfernung zum Geschädigten herum und vollzog dabei eindeutige Hieb-Bewegungen Richtung Bauch des Opfers.

Messer aus der Hand getreten

Das reagierte rasch, wich dem Angreifer aus, drehte sich kurz und schaffte es, dem 36-Jährigen das Messer mit einem gezielten Tritt aus der Hand zu schleudern. Zum Glück blieb der Geschädigte unverletzt. An einem anderen Tag trafen die beiden erneut aufeinander. Diesmal spuckte der 36-Jährige seinem Gegenüber in der Bar mitten ins Gesicht, außerdem versetzte er ihm einen Faustschlag gegen den Kopf.

Gefängnis droht bei Verstoß gegen Auflagen

Das Opfer erlitt durch den Vorfall eine Prellung am Daumen. Richter Torsten Hoffmann brummte dem Angeklagten neben der Bewährungsstrafe auch 100 Stunden gemeinnützige Arbeit auf. „Bin ich mir nicht sicher, ob der die ableistet“, prognostizierte die Verteidigerin im Gerichtssaal. Sollte der Angeklagte gegen die Auflagen verstoßen, droht ihm Widerruf. Dann müsste er die neun Monate tatsächlich im Gefängnis absitzen.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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