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Ausgewanderte Wittgensteiner (SZ-Serie)
Anna Krämer ist in Zürich für Vierbeiner da

Anna Krämer arbeitet seit zweieinhalb Jahren im Tierspital Zürich. An Weihnachten hat sie Dienst und kümmert sich um Patienten wie Hund Thai.
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  • Anna Krämer arbeitet seit zweieinhalb Jahren im Tierspital Zürich. An Weihnachten hat sie Dienst und kümmert sich um Patienten wie Hund Thai.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

bw Zürich/Wingeshausen. Weihnachten hat Anna Krämer schon in den vergangenen zwei Jahren nicht richtig gefeiert – und das wird in diesem Jahr auch nicht anders sein. Die Wingeshäuserin lebt in Zürich und arbeitet an den Feiertagen. Sie ist an Weihnachten für ihre Patienten da – allerdings nicht für die Zwei-, sondern für die Vierbeiner. Die 31-Jährige ist Tierärztin und ist inzwischen seit zweieinhalb Jahren in Zürich im Tierspital tätig. „Das wird nun mein drittes Weihnachtsfest in Zürich sein und auch mein drittes Fest, an dem ich vollständig arbeiten werde, da wir natürlich 24 Stunden und 365 Tage für unsere Patienten da sind“, erzählt Anna Krämer.

bw Zürich/Wingeshausen. Weihnachten hat Anna Krämer schon in den vergangenen zwei Jahren nicht richtig gefeiert – und das wird in diesem Jahr auch nicht anders sein. Die Wingeshäuserin lebt in Zürich und arbeitet an den Feiertagen. Sie ist an Weihnachten für ihre Patienten da – allerdings nicht für die Zwei-, sondern für die Vierbeiner. Die 31-Jährige ist Tierärztin und ist inzwischen seit zweieinhalb Jahren in Zürich im Tierspital tätig. „Das wird nun mein drittes Weihnachtsfest in Zürich sein und auch mein drittes Fest, an dem ich vollständig arbeiten werde, da wir natürlich 24 Stunden und 365 Tage für unsere Patienten da sind“, erzählt Anna Krämer.

Dankbare Tierhalter

Aber wegen Corona wird ihr Dienst in der Tierklinik an Weihnachten in diesem Jahr viel weniger gemütlich ablaufen als noch im vergangenen Jahr: „Da haben wir an Heiligabend ein wirklich schönes kleines Abendessen mit allen Kollegen, die an Weihnachten Dienst hatten und auch nicht zu ihren Familien konnten, in der Klinik gefeiert.“ Dies werde in diesem Jahr leider nicht möglich sein.
Und noch etwas bedauert Anna Krämer: „Meine Familie und Freunde werde ich also nicht sehen können – außer per Video-Chat, was natürlich traurig ist. Aber meine Arbeit macht meistens auch viel Freude, und an Weihnachten sind manche Patientenbesitzer besonders dankbar, immerhin haben wir auch einen Weihnachtsbaum in der Klinik.“ Klassische Notfälle im Tierspital an Weihnachten seien Hunde, die den Schokoladennikolaus oder Rosinen gegessen haben, oder Katzen mit Lametta im Bauch.

Kein Schnee, keine kleinen Weihnachtsmärkte

In der Schweiz vermisst die gebürtige Wittgensteinerin selbstredend ihre Familie, aber auch Schnee, denn den gab es in Zürich in den zurückliegenden drei Wintern fast nie. „Ich vermisse auch die kleinen Weihnachtsmärkte in den Dörfern mit selbstgebackenen Plätzchen. Und ich vermisse das leckere Heiligabendessen, das mein Vater jedes Jahr kocht.“

Weniger Einschränkungen in der Schweiz

Etwas, das es aber in der Schweiz gibt und in Deutschland nicht: Zu Nikolaus gibt es einen Grittibänz, eine Art Stutenmann, „der ziemlich lecker ist, und Käsefondue sollte es auch in Deutschland öfter geben“. Die Einschränkungen durch Corona in der Schweiz sind deutlich geringer als in Deutschland: Geschäfte und Restaurants haben dort tagsüber geöffnet, „die Infektionszahlen sind aber auch höher“, verrät Anna Krämer. „Ich halte mich daher möglichst streng an die Empfehlungen der Kontaktbeschränkungen.Vermutlich ist die Vorweihnachtszeit in diesem Jahr hier gar nicht so anders als in der Heimat, da wir alle hauptsächlich zu Hause und nicht auf den Märkten oder Glühweinständen sein sollten.“ Weihnachtsmärkte gibt es in diesem Jahr in Zürich auch nicht.

SZ-Serie: Ausgewanderte Wittgensteiner Wie feiern Wittgensteiner, die seit einiger Zeit im Ausland leben oder teilweise vor Jahrzehnten ausgewandert sind, eigentlich das Weihnachtsfest? Und wie erleben Wittgensteiner in aller Welt die Corona-Pandemie? Unsere Zeitung hat mit einigen von ihnen gesprochen und startet eine kleine Serie. Wer noch Auswanderer aus Wittgenstein kennt, die von ihren Erlebnissen und Problemen in der Corona-Krise berichten möchten, kann sich gerne per E-Mail an uns wenden unter b.weyand@siegener-zeitung.de.
Anna Krämer arbeitet seit zweieinhalb Jahren im Tierspital Zürich. An Weihnachten hat sie Dienst und kümmert sich um Patienten wie Hund Thai.
Aus Wittgenstein raus in die weite Welt: Die SZ stellt Menschen vor, die ausgewandert sind und Weihnachten sowie die Corona-Pandemie aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten.
Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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