Arfelder rüsseln ihre Bäume

Ältestes Wittgensteiner Dorffest steigt am Wochenende

sz Arfeld. Die Arfelder Kirmes, das älteste Wittgensteiner Volks- und Heimatfest, wird morgen und Sonntag, 6. und 7. September, zum 371. Mal gefeiert. Die Veranstaltung, die anfangs als Kirchweihfest initiiert wurde, hat sich im Laufe der Jahrhunderte zum Fest der Arfelder Burschen und Mädchen entwickelt. Der Grund für das Entstehen des Kirchweihfestes wird nicht überliefert. Verschiedene Gerüchte sagen, das Kirchweihfest wurde zur Freude über den Wiederaufbau des Arfelder Kirchturms gefeiert, der im Jahre 1616 zusammen mit 68 Häusern in Arfeld abbrannte. Andere Erzählungen sagen, das Kirchweihfest wurde gefeiert, weil die Pest, die in Arfeld zwischen 1620 und 1630 herrschte, ihr Ende hatte.

Ehrenpforten werden aufgestellt

Die Kirmeswoche begann für die Mädchen und Burschen bereits vor einigen Tagen. Die Kirmeswoche wurde eingeläutet und die Arfelder Grillhütte ging »in den Besitz« der Arfelder Burschenschaft über. Hier treffen sich dann jeden Abend zahlreiche Mädchen und Burschen, die alle nötigen Vorbereitungen für die Kirmes treffen. Die eigentliche Veranstaltung steht am Wochenende auf dem Programm. Morgen früh werden an den Ortseingängen und -ausgängen die Ehrenpforten aufgestellt, die die Arfelder Mädchen gewickelt und mit bunten Bändern geschmückt haben. Abends beginnt die 371.Arfelder Kirmes mit einem Fackelzug. Bei einbrechender Dunkelheit marschiert die Arfelder Burschenschaft mit den Kindern durch den Ort, musikalisch begleitet von den Original Oberlahntaler Musikanten. Im Anschluss an den Fackelzug wird im Festzelt zu flotten Rhythmen der Showband »Sound For You« bis in die frühen Morgenstunden das Tanzbein geschwungen und kräftig gefeiert. Nachdem die Burschen und Mädchen am Sonntagmorgen das Festzelt wieder hergerichtet haben, formiert sich um 13Uhr der Festzug am Gasthof Henk. Hierzu werden alle Arfelder Vereine, die Arfelder Senioren sowie befreundete Burschenschaften aus Puderbach, Beddelhausen und Schüllar/Wemlighausen erwartet. Im Takt der Original Oberlahntaler Musikanten und des Tambourkorps Wittgenstein Dotzlar werden die zwei Kirmesbäume durch den Ort »gerüsselt«. Nach der Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden Mirko Schneider im Festzelt wird der Nachmittag mit dem Kirmesschlager eröffnet. Die Senioren des Ortes werden mit Kaffee und Kuchen bewirtet, für den Nachwuchs hat die Burschenschaft ein Kinderspiel vorbereitet. Auch in diesem Jahr wird während des Kirmessonntags eine Spendenaktion durchgeführt. Der Erlös ist diesmal für den Verein zur Förderung spastisch Gelähmter und anderer Behinderter Wittgenstein bestimmt. Die Feierlichkeiten enden am Sonntag um 24 Uhr. Vom Festzelt aus geht es mit Unterstützung der Tanz- und Showband »Sound For You«, die den ganzen Sonntag für Stimmung sorgt, zur Grillhütte. Hier feiern die Arfelder Burschen und Mädchen unter sich. Die beiden Kirmesbäume sind natürlich immer dabei.

Eier und Schinken bereit halten

Montagmorgen gehen die Burschen im Dorf von Haus zu Haus, um Eier und Schinken zu sammeln. Aus diesen Zutaten bereiten die Mädchen Eierkuchen. Mit dem »Watzzug«, hier werden die beiden Kirmesbäume symbolisch begraben, findet die 371. Arfelder Kirmes ihr Ende. Für die Arfelder Burschenschaft ist die Kirmes aber erst vorbei, wenn das Festzelt abgebrochen und alles aufgeräumt ist. Hierzu treffen sich die Burschen und Mädchen am Dienstag, 9. September, ab 9Uhr.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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