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Pyrotechnik-Prozess ist terminiert
Auf filmreifen Einsatz folgt Gerichtsverhandlung

Ein Sondereinsatzkommando der Bundespolizei räumte im Dezember zahlreiche Sprengkörper aus zwei Wohnungen in Bad Berleburg.
  • Ein Sondereinsatzkommando der Bundespolizei räumte im Dezember zahlreiche Sprengkörper aus zwei Wohnungen in Bad Berleburg.
  • Foto: Archiv
  • hochgeladen von Timo Karl (Redakteur)

tika Bad Berleburg. Rund elf Monate sind vergangen, seitdem Mitarbeiter des Zollfahndungsamtes Essen eine Wohnung in Bad Berleburg durchsucht hatten – und dann fluchtartig verließen. Parallel dazu durchsuchten die Ermittler auch eine zweite Wohnung eines 33-Jährigen in Bad Berleburg. Nur wenig später waren Sondereinsatzkräfte der Bundespolizei vor Ort, um große Mengen Sprengstoff aus den Wohnungen eines damals 42-jährigen Mannes sowie des 33-Jährigen zu räumen – und am Tag darauf in vier kontrollierten Sprengungen auf einer Wiese „Auf der Lenne“ in Bad Berleburg zu vernichten. Bundesweit hatten Ermittler zu diesem Zeitpunkt 53 Wohnungen und Lagerstätten durchsucht und einen internationalen Pyrotechnik-Ring ausgehoben.

tika Bad Berleburg. Rund elf Monate sind vergangen, seitdem Mitarbeiter des Zollfahndungsamtes Essen eine Wohnung in Bad Berleburg durchsucht hatten – und dann fluchtartig verließen. Parallel dazu durchsuchten die Ermittler auch eine zweite Wohnung eines 33-Jährigen in Bad Berleburg. Nur wenig später waren Sondereinsatzkräfte der Bundespolizei vor Ort, um große Mengen Sprengstoff aus den Wohnungen eines damals 42-jährigen Mannes sowie des 33-Jährigen zu räumen – und am Tag darauf in vier kontrollierten Sprengungen auf einer Wiese „Auf der Lenne“ in Bad Berleburg zu vernichten. Bundesweit hatten Ermittler zu diesem Zeitpunkt 53 Wohnungen und Lagerstätten durchsucht und einen internationalen Pyrotechnik-Ring ausgehoben.

In der Folge übernahm die Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen (ZAC NRW) der Staatsanwaltschaft die weiteren Ermittlungen. Und diese sind nun auch für den Bad Berleburger Fall endgültig abgeschlossen – also auch das sogenannte Zwischenverfahren, das sich an das Ermittlungsverfahren anschloss. Bereits zuvor hatte die Staatsanwaltschaft bundesweit erste Anklagen erhoben, teilweise waren auch Verfahren gegen Auflagen eingestellt worden. Im Falle des seinerzeit 42-jährigen Mannes, der große Mengen illegaler Sprengstoffkörper gehortet haben soll, kommt es nun aber definitiv zu einem Verfahren vor dem Schöffengericht in Bad Berleburg.

Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen Umgangs mit explosionsgefährdeten Stoffen sowie des Besitzes von Betäubungsmitteln. Denn in der Wohnung hatten die Ermittler seinerzeit auch Amphetamine gefunden. Das Verfahren ist für Freitag, 21. Februar, um 10 Uhr im Amtsgericht in Bad Berleburg terminiert. Dies teilte der Präsidialrichter des Landgerichts Siegen, Dr. Sebastian Merk, am Montag auf SZ-Anfrage mit. Der zweite Angeklagte soll sich vor dem Strafgericht verantworten – wegen Umgangs mit explosionsgefährdeten Stoffen. Dieser Prozess findet bereits am Freitag, 7. Februar, um 10 Uhr ebenfalls im Amtsgericht in Bad Berleburg statt.

Der Unterschied der beiden Gerichte ist letztlich die Höhe der möglichen Haftstrafen. Bei einer Anklage vor dem Schöffengericht geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass zwei bis vier Jahre Freiheitsstrafe möglich sind. Vor dem Strafgericht fällt diese Erwartung niedriger aus. Bei den explosionsgefährdeten Stoffen soll es sich nach SZ-Informationen vorwiegend um im Volksmund als „Polenböller“ bezeichnete Sprengkörper handeln, die auch tatsächlich aus Polen stammen sollen. Klar ist laut den Erkenntnissen der Ermittler, dass die beiden angeklagten Bad Berleburger gemeinsame Sache gemacht haben und mit den Materialien „zusammen gebastelt“ haben sollen.

Autor:

Timo Karl (Redakteur) aus Erndtebrück

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