»Auf jeden Fall bringt der was«

Das Berleburger Berufskolleg Wittgenstein stellte sich gestern beim Tag der offenen Tür vor

JG Bad Berleburg. Reger Andrang herrschte gestern Morgen im Berufskolleg Wittgenstein, bei einem Tag der offenen Tür stellte sich die Einrichtung am Berleburger Breitenbach Schülern aus dem gesamten Altkreis vor. Seitdem 1999 ein Erlass solche einen Tag der offenen Tür verlangt, findet dieser auch in Bad Berleburg statt. Rund 200 Jugendliche besuchten diesmal die Schule.

Nächstes Jahr eine bessere Abstimmung

Es hätten ein paar mehr sein können, unglücklicherweise gab es jedoch einige terminliche Überschneidungen – aber dieser Termin war für den gesamten Schulamtsbezirk vorgegeben. Das ärgerte auch das Berufskolleg. Um so etwas zu vermeiden, werde man das nächste Mal versuchen, eine Wittgensteiner Lösung zu finden: Auch das Siegener Schulamt habe abgesegnet, so der stellvertretende Schulleiter Karl-Ludwig Bade, dass das Berufskolleg beim nächsten Mal mit den betroffenen Wittgensteiner Schulen einen eigenen Termin bestimmen könne. Ohnehin plane man neben den Besuchen von Berufskolleg-Lehrern an den anderen Schulen auch noch schulübergreifende Treffen, um den Übergang von der einen zur anderen Schulform zu verbessern – zunächst einmal für Bad Berleburg.

Erst Entscheidung, dann Einführung

Dennoch war auch der gestrige Tag ein Erfolg. Schon im Vorfeld hatten die Jugendlichen der anderen Schulformen die Möglichkeit anzugeben, über welchen Bereich sie sich informieren wollten: Metall-, Elektro- und Holztechnik oder Wirtschaft und Verwaltung oder Ernährung und Hauswirtschaft, Sozial- und Gesundheitswesen – das waren die drei groben Felder, für die sich die Schüler entscheiden konnten. Für jeden Bereich gab es dann eine eigene Einführung, danach ein jeweils passendes Faltblatt für die verschiedenen Berufsfelder als Wegweiser durch die Schule. Eigens für die Förderschulen bot das Berufskolleg Führungen durch das Gebäude an.

Zu den Informationen gab es noch Essen

Und bei so vielen Informationen war dann auch die genussreiche Abwechslung willkommen, die Friederike Steinberg mit ihrer Klasse der zweijährigen Berufsfachschule für Ernährung und Hauswirtschaft zu bieten hatte: Waffeln und Pizza, Kaffee und Cappuccino. Und all das ging weg wie warme Semmeln.

Basiswissen in Mathematik und Deutsch

Doch nicht nur die Mädchen und Jungen anderer Schulen waren gestern zu Gast im Berufskolleg: Auch die Industrie- und Handelskammer Siegen und die Handwerkskammer Arnsberg hatten Infostände im Foyer der Schule aufgebaut. Jürgen Dax, Ausbildungsberater der IHK, wünschte sich zwar insgesamt etwas mehr in Interesse bei den Jugendlichen, nichtsdestotrotz habe er auch in Bad Berleburg einige »produktive Gespräche« geführt, besonders, wenn Eltern ihre Sprösslinge begleitet hätten. Zudem wies er noch einmal auf ein häufig genanntes Probleme hin: Gerade am Basiswissen in Deutsch und Mathematik – von der Rechtschreibung und Zeichensetzung bis zu den Grundrechenarten und der Prozentrechnung – hapere es leider oft bei den Schülern. Darauf weise er diese deswegen auch ausdrücklich hin.

Fazit: »viele gute Gespräche« geführt

Dem konnte auch sein Kollege Dirk Cordes von der Handwerkskammer nur zustimmen, er wies zudem darauf hin, dass auch in den Handwerkskammer-Berufen das Fach »Englisch« immer wichtiger werde. Auch die Tugenden wie Pünktlichkeit und die stets gewünschte Team-Fähigkeit der Auszubildenden nannte er noch einmal. Den Tag der offenen Tür begrüßte Dirk Cordes ganz eindeutig: »Auf jeden Fall bringt der 'was.« Gerade in solch einem kleinen, familiären Berufskolleg wie in Berleburg habe er »viele gute Gespräche« geführt.

Wieder goldener Boden fürs Handwerk?

Und der Mann von der Handwerkskammer war sich sicher, dass seinen Berufen die Zukunft gehört: Schon in vier oder fünf Jahren fehlten hier etwa 300000 Fachkräfte. Dirk Cordes ermunterte die Jugendlichen, sich erst einmal eine Übersicht über die verschiedenen Berufe, aber auch die Ausbildungsmöglichkeiten heimischer Firmen zu verschaffen, um passgenau etwas zu finden. Wobei er gleichzeitig dazu aufrief, dass die angehenden Auszubildenden unterschiedliche Berufe ins Visier nähmen, um eventuell auch Alternativen zu haben.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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