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SPD: Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region
Aufbruchstimmung bei Sozialdemokraten

Samir Schneider, Luiza Licina-Bode, Adhemar Molzberger und Karl-Ludwig Völkel (v. l.) schärften beim Pressetermin in Bad Berleburg das Profil für die SPD in Siegen-Wittgenstein. Zielsetzung ist, im Kreis wieder die Nummer eins der Parteien zu werden.
  • Samir Schneider, Luiza Licina-Bode, Adhemar Molzberger und Karl-Ludwig Völkel (v. l.) schärften beim Pressetermin in Bad Berleburg das Profil für die SPD in Siegen-Wittgenstein. Zielsetzung ist, im Kreis wieder die Nummer eins der Parteien zu werden.
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vö Bad Berleburg. Optimistisch und zuversichtlich in der Herangehensweise, aber keinesfalls unrealistisch in der Zielsetzung: Die SPD in Siegen-Wittgenstein sieht sich nach dem jüngsten Unterbezirksparteitag (die Siegener Zeitung berichtete) im Aufbruch. Es sei ein Ruck durch die Reihen gegangen, sagte der neue Unterbezirks-Vorsitzende Karl-Ludwig Völkel, der das Amt gemeinsam mit der Freudenberger Bürgermeisterin Nicole Reschke übernommen hat, aktuell beim Pressetermin. Dass dieses Gespräch in Bad Berleburg stattfand, dürfte kein Zufall gewesen sein. Denn: Die Sozialdemokraten haben spürbar eine Wittgensteiner Note bekommen.

Karl-Ludwig Völkel aus Erndtebrück steht im Unterbezirk in der Verantwortung. Luiza Licina-Bode aus Bad Laasphe will am 26.

Bad Berleburg. Optimistisch und zuversichtlich in der Herangehensweise, aber keinesfalls unrealistisch in der Zielsetzung: Die SPD in Siegen-Wittgenstein sieht sich nach dem jüngsten Unterbezirksparteitag (die Siegener Zeitung berichtete) im Aufbruch. Es sei ein Ruck durch die Reihen gegangen, sagte der neue Unterbezirks-Vorsitzende Karl-Ludwig Völkel, der das Amt gemeinsam mit der Freudenberger Bürgermeisterin Nicole Reschke übernommen hat, aktuell beim Pressetermin. Dass dieses Gespräch in Bad Berleburg stattfand, dürfte kein Zufall gewesen sein. Denn: Die Sozialdemokraten haben spürbar eine Wittgensteiner Note bekommen.

Karl-Ludwig Völkel aus Erndtebrück steht im Unterbezirk in der Verantwortung. Luiza Licina-Bode aus Bad Laasphe will am 26. September das Direktmandat für den Bundestag gewinnen und Samir Schneider – ebenfalls aus Bad Laasphe – will, wie sein Siegener Parteikollege Adhemar Molzberger, im kommenden Jahr in den Düsseldorfer Landtag einziehen. Das ändere aber nichts daran, „dass wir beide Teile unseres Kreisgebietes im Auge haben – Siegen und Wittgenstein“, wie Karl-Ludwig Völkel deutlich machte.

Stärkste Partei in Siegen-Wittgenstein werden

Die SPD wolle in Siegen-Wittgenstein wieder stärkste Partei werden, formulierte Karl-Ludwig Völkel die ehrgeizige Zielsetzung. Man verstehe sich als Anwalt für die Bürger der Region. Die SPD stehe für Problemlösungen, sie gebe Antworten. Der neue Kreisvorstand wolle die Partei neu aufstellen, es gehe darum, alle Mitglieder zu motivieren und mitzunehmen.

Vordringliche Aufgaben seien die Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region, der Kampf gegen das Waldsterben und das Bemühen um eine ordentliche Gesundheitsversorgung. Auf ein Thema reagiere er, so der Erndtebrücker, „allergisch“. Das sei der Rechtsradikalismus. Eine Partei wie Der III. Weg agiere offen rechtsradikal und verängstige die Menschen nicht nur in Siegen: „Wir wollen uns als Bollwerk dagegen positionieren.“ Er habe überhaupt kein Verständnis dafür, dass diese Partei auch noch zur Bundestagswahl zugelassen worden sei.

"Wir müssen Perspektiven für die Zukunft aufzeigen.
Unsere Region steht für Automotive und Stahlverarbeitung,
diese Arbeitsplätze wollen wir halten."

Samir Schneider
Landtagskandidat

Das Thema Arbeitsplätze steht auch bei Luiza Licina-Bode ganz oben auf der Agenda. Die gebürtige Wittgensteinerin forderte, dass die heimischen Unternehmen eine Standortsicherheit benötigten. Und die fange mit der Erreichbarkeit an – auf der Straße und auf der Schiene.Die SPD stehe für Menschen aus der Bevölkerung, hier seien alle Berufsgruppen repräsentiert. Unter dem Strich gehe es immer auch um ein faires Verhältnis von Arbeitgeber und -nehmer. Die Region touristisch zu stärken sei ihr ebenso ein Anliegen wie die Gesundheitsversorgung, „die dringend einen Umbau benötigt“. Um als Kommune etwas bewegen zu können, sei dringend die Befreiung von den Altschulden notwendig.

Politik für ländlichen Raum machen

Diesen Ansatz verfolgte auch Samir Schneider: Erste Aufgabe der übergeordneten Politik müsse es sein, Bürgermeistern und den ehrenamtlich tätigen Mandatsträgern den Rücken zu stärken. Die SPD wolle auch und vor allem Politik für den ländlichen Raum machen. Und da stehe die Arbeitsplatzsicherheit als Ziel ganz oben. „Wir müssen Perspektiven für die Zukunft aufzeigen. Unsere Region steht für Automotive und Stahlverarbeitung, diese Arbeitsplätze wollen wir halten“, so der Lahnstädter. Beispiele wie WKW, Benteler, SMS oder EEW hätten gezeigt, dass der Weg nicht selbstverständlich nach oben gehe. Südwestfalen benötige Lösungen für Schwertransporte und mehr Breitband als bisher: „Wenn wir nur 20 oder 30 Jahre darüber sprechen, ohne dass etwas passiert, genügt das natürlich nicht.“ Ein Ansatz sei, digitale Forschungskompetenzen zu bündeln.

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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