Wunderthausener Impfmarathon weiter in Planung
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Nach einem Testlauf in der kommenden Woche hoffen Wunderthausens Ortsvorsteher Martin Schneider (Foto unten) und Dr. Holger Finkernagel auf genügend Impfstoff für das Elsofftal. Die Schützenhalle soll dann Schauplatz für einen Impf-Marathon werden.
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  • Nach einem Testlauf in der kommenden Woche hoffen Wunderthausens Ortsvorsteher Martin Schneider (Foto unten) und Dr. Holger Finkernagel auf genügend Impfstoff für das Elsofftal. Die Schützenhalle soll dann Schauplatz für einen Impf-Marathon werden.
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vc Wunderthausen. Nach der Aufhebung der Priorisierung des Impfstoffs von AstraZeneca hofften Ortsvorsteher Martin Schneider und Allgemeinmediziner Dr. Holger Finkernagel darauf, in Wunderthausen einen Impf-Marathon durchführen zu können. Die Menge an Material war jedoch viel geringer als erhofft. Hinzu kam eine Kommunikationspanne, die zu verfrühten Anmeldungen führte.

„Ja, wir impfen in der kommenden Woche. Aber wir sprechen da von 30 Dosen – nicht von den geplanten 400. Es wird dann nur ein Testlauf“, berichtet Ortsvorsteher Martin Schneider im Gespräch mit der Siegener Zeitung. Geplant war eigentlich ein Impf-Marathon von Freitag bis Sonntag, 21. bis 23. Mai, für alle Bürger, die sich mit AstraZeneca impfen lassen wollten. Die Aktion wurde nun nicht aufgehoben, aber bis auf Weiteres aufgeschoben. Der engagierte Ortsvorsteher in Wunderthausen muss aktuell zahlreiche Impfwillige vertrösten, die aufgrund einer nicht abgestimmten Veröffentlichung nun einen Termin haben wollen. „Dadurch erreichen mich eine Unzahl von Impfanmeldungen, die ich jetzt natürlich nicht erfüllen kann. Die 30 zur Verfügung stehenden Impfdosen werden wir nun erst einmal an unser eigenes Personal für die laufenden Testungen und die geplante Impfaktion verabreichen“, erläutert Martin Schneider in einer Mitteilung an die umliegenden Wittgensteiner Dörfer.

"Wir arbeiten daran,
mehrere Hundert Impfdosen zu beschaffen."

Martin Schneider
Ortsvorsteher in Wunderthausen

Die Nachfrage nach Impfungen sei immens gewesen. Manche Dörfer wollten ganze Listen zusenden. Man plane nun – genügend Impfstoff vorausgesetzt – eine Fortsetzung der Aktion. Dies werde dann noch seriös kommuniziert, betont Martin Schneider in diesem Zusammenhang. „Wir arbeiten aber weiter unermüdlich und mit allen Möglichkeiten daran, mehrere Hundert Impfdosen zu beschaffen. Wann wir das erreicht haben, kann aber derzeit niemand verlässlich sagen.“

Impfdosen fehlen

Was nun fehlt, sind die Impfdosen. Die ehrenamtlichen Helfer werden also in der kommenden Woche nicht wie geplant Hunderte Bürger impfen können. Anhand der Impfung der Helfer wollen die Initiatoren aber die Abläufe trainieren und optimieren. Ortsvorsteher Martin Schneider ist zwar verärgert darüber, dass nun weitere Verunsicherung in der Bevölkerung geschaffen worden sei. „Das ist nun aber nicht mehr zu ändern“, konstatiert der Lokalpolitiker. „Ich weise nun nochmals darauf hin: Erst nach einer Veröffentlichung von uns kann eine Anmeldung und Terminvergabe zum Impfen erfolgen. Bleiben Sie gesund.“

Auch Dr. Holger Finkernagel hätte sich mehr Impfstoff gewünscht. Man habe 400 Dosen bestellt, da eine höhere Menge in Aussicht gestellt worden sei. Dass nun lediglich 30 Dosen zur Verfügung stehen, verärgert den Hausarzt auch. „Wir nehmen die Situation jetzt als Testlauf. Martin Schneider macht jedenfalls in der Organisation einen tollen Job“, betont der ehemalige Marathonläufer.

Testzentrum in der Schützenhalle

Erfahrung hat das Team in Wunderthausen schon sammeln können. Das Testzentrum wurde in der Schützenhalle eingerichtet. Es entstand eine Testmöglichkeit, bei der jede Woche rund 100 Bürger die Möglichkeit haben, sich auf das Coronavirus testen zu lassen. „Das funktioniert wunderbar. Zudem erhöht das Testen die Sensibilität der Bevölkerung für dieses Thema.“

Nach einem Testlauf in der kommenden Woche hoffen Wunderthausens Ortsvorsteher Martin Schneider (Foto unten) und Dr. Holger Finkernagel auf genügend Impfstoff für das Elsofftal. Die Schützenhalle soll dann Schauplatz für einen Impf-Marathon werden.
Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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