Nachfolge für Superintendanten
Ausschuss nominiert Simone Conrad

Die Birkelbacher Gemeindepfarrerin und Wittgensteiner Diakoniepfarrerin Simone Conrad wird der Synode im Juni vom kreiskirchlichen Nominierungsausschuss als einzige Kandidatin für das Amt der Superintendentin vorgeschlagen.
  • Die Birkelbacher Gemeindepfarrerin und Wittgensteiner Diakoniepfarrerin Simone Conrad wird der Synode im Juni vom kreiskirchlichen Nominierungsausschuss als einzige Kandidatin für das Amt der Superintendentin vorgeschlagen.
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sz Bad Berleburg. Ein wenig hatte man im Dezember bei der vergangenen Synode des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein den Eindruck, dass es der Versammlung die Sprache verschlagen hatte, nachdem Monika Benfer als Vorsitzende des Wittgensteiner Nominierungsausschusses bei ihrem Ausblick auf die turnusgemäß anstehenden Wahlen mitteilte, dass sich Superintendent Stefan Berk nicht erneut zur Wiederwahl stellen werde. Inzwischen hat der Kirchenkreis-Nominierungsausschuss einen Vorschlag für die Nachfolge vorgebracht: Simone Conrad soll im Juni als einzige Kandidatin bei der Wahl für das Amt antreten – zumindest nach dem Willen des Ausschusses. Die Mitglieder der Synode könnten weitere Vorschläge hervorbringen.

Die erste Amtszeit von Stefan Berk hatte die üblichen acht Jahre gedauert, die zweite hatte nach der Sommersynode 2015 begonnen. Damals war er ohne eine Gegenstimme im Amt bestätigt worden. Dass die zweite Amtszeit nur fünf Jahre beträgt, hat damit zu tun, dass es für die Kirchenkreise in der Evangelische Kirche von Westfalen einen festen Wahl-Rhythmus gibt, der sich an den alle vier Jahre stattfindenden Presbyter-Wahlen orientiert. Und die gemeindlichen Leitungsgremien wurden jetzt gerade neu bestimmt.

So war die Superintendenten-Wahl 2020 absehbar, aber kaum jemand hatte damit gerechnet, dass der im Wittgensteiner und im Hochsauerländer Teil des Kirchenkreises genau wie bei der Landeskirche in Bielefeld geschätzte Leitende Theologe nicht nochmal zur Wahl antreten würde. Das bedeutete für den Kirchenkreis-Nominierungsausschuss, sich auf die Suche zu machen. Als Erstes war dabei die Konstruktion hinderlich, dass der Wittgensteiner Superintendent ein nebenamtlicher ist. So dass die 50-Prozent-Stelle aus praktischen Erwägungen nur mit jemandem zu besetzen ist, der bereits im Kirchenkreis arbeitet.

Außerdem gibt es sehr konkrete gesetzliche Anforderungen: So muss der oder die Neue fünf Jahre in einer Gemeinde gearbeitet haben. Hinzu kommt, dass in näherer Zukunft in der Pfarrerschaft des ohnehin kleinen heimischen Kirchenkreises Pensionierungen anstehen. Zudem blickte der Ausschuss für sich sehr genau auf die konkreten Situationen in den jeweiligen Gemeinden. All das beschränkte die Auswahlmöglichkeiten. Auch konnten sich nicht alle vom Ausschuss Angesprochenen die Arbeit in dieser herausgehobenen Kirchenkreisleitungs-Position vorstellen. Und so lautet der Vorschlag vom Nominierungsausschuss für die Superintendenten-Wahl: Simone Conrad.

Sie arbeitet mit der einen Hälfte ihrer Stelle als Birkelbacher Gemeindepfarrerin, mit der anderen als Kirchenkreis-Diakoniepfarrerin. In dieser Rolle leitete Simone Conrad, die in Wingeshausen wohnt, in den vergangenen Jahren Gottesdienste in den unterschiedlichsten Kirchen von Eslohe bis Raumland, von Oberndorf bis Elsoff. Wenn die Synode sie im Juni wählt, dann würde Simone Conrad im Sommer ihr neues Amt antreten und zudem weiter als Diakoniepfarrerin arbeiten.

Für die Birkelbacher Kirchengemeinde ergebe sich möglicherweise eine neue Perspektive in Verbindung mit den Erndtebrücker Nachbarn, da Stefan Berk angekündigt hat, dass er Wittgenstein verlassen wird und durch eine solche Veränderung die Erndtebrücker von ihren zwei Pfarrstellen eine halbe verlieren. Ähnlich wie es den Feudingern vor sechs Jahren ergangen ist, ähnlich wie es den Laasphern nach der Pensionierung von Dieter Kuhli im Sommer 2021 ergehen wird. Aber all das steht natürlich unter dem einen Vorbehalt, dass die Kreissynode ihre Wahl im Juni in aller evangelischen Freiheit eigenständig treffen wird. Und dass bis zu diesem Tag und in diesem Rahmen die Versammlung natürlich auch noch eigene Wahlvorschläge machen kann.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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