Vamed-Klinik Bad Berleburg erhält Qualitätssiegel
Auszeichnung der Deutschen Herniengesellschaft

Zertifizierte Qualität in der Hernienchirurgie: Geschäftsführer Elmar Knoche, Chefarzt Ulrich Schymatzek und der Ärztliche Direktor, Dr. Lars Pietschmann, freuen sich über die Auszeichnung.
  • Zertifizierte Qualität in der Hernienchirurgie: Geschäftsführer Elmar Knoche, Chefarzt Ulrich Schymatzek und der Ärztliche Direktor, Dr. Lars Pietschmann, freuen sich über die Auszeichnung.
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sz Bad Berleburg. Wer weiß schon, dass Hernienoperationen die häufigsten Eingriffe weltweit sind? Allein in Deutschland werden jährlich fast 400.000 Menschen mit Leistenbrüchen, Nabel- oder Narbenbrüchen operativ behandelt. Diese so genannten Eingeweidebrüche sind immer operationsbedürftig, weil sich Teile von Organen oder Weichteile durch die so genannte Bruchpforte – eine Öffnung in der Bauchwand – schieben und sich dort verklemmen können. Operationsmethoden gibt es viele – von den Eingriffen in Schlüssellochtechnik bis hin zu offenen Bruchoperationen und vom Einsetzen verschiedenster Netzmaterialien bis hin zum fachgerechten Vernähen der Bruchpforte.

Für die unterschiedlichen Brucharten und je nach deren Lokalisation und Ausprägung eignen sich jeweils mehrere Herangehensweisen. Doch welche Behandlung ist besonders sicher, möglichst schmerzfrei und wodurch kann die Rate an Wiederholungsbrüchen verringert werden? „Eine pauschale Antwort gibt es da nicht“, erklärt Ulrich Schymatzek, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie in der Vamed-Klinik Bad Berleburg. „Oft handelt es sich um Erfahrungswerte, die wir Mediziner im Laufe unserer Berufsjahre sammeln.“

Qualitätssiegel der Deutschen Herniengesellschaft: Freiwillige Studie

Und genau das macht sich die Qualitätssicherungsstudie „Herniamed“ zunutze: Unter der Schirmherrschaft der Deutschen Herniengesellschaft können Chirurgen deutschlandweit anonymisierte Behandlungsdaten ihrer Patienten bereitstellen. Aus diesen Daten werden Studien entwickelt, die wiederum zeigen, welche Behandlungsmethode für den Patienten die beste ist. Auf diesem Wege sind nicht nur eine klinikübergreifende Zusammenarbeit, sondern auch ein entsprechendes Qualitätsmanagement bei Hernienoperationen möglich.
„Davon, dass Operationen sicherer werden und die Eingriffe kleiner, kürzer und effizienter, profitieren die betroffenen Patienten enorm – vor allem, wenn man berücksichtigt, wie viele Menschen in ihrem Leben an einer Hernie erkranken.“ Auch das „Hernienzentrum Wittgenstein“ der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie der Vamed-Klinik Bad Berleburg beteiligt sich an der freiwilligen Qualitätssicherungsstudie und strebt die zweite Stufe der Zertifizierung zum „Kompetenzzentrum“ an.

Oft handelt es sich um Erfahrungswerte, die wir Mediziner im Laufe unserer Berufsjahre sammeln.
Ulrich Schymatzek
Chefarzt in Bad Berleburg

Dazu muss das Team der Viszeralchirurgie eine Mindestanzahl an Hernien pro Jahr operieren und den Großteil ihrer Daten in das Studienregister eingeben. „Wir haben nun das DHG-Siegel ‚Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie‘ erhalten,“ freut sich Schymatzek. „Damit ist der Prozess jedoch nicht abgeschlossen. Dieser läuft kontinuierlich weiter und beinhaltet neben einer Nachuntersuchung der Patientin für bis zu 10 Jahre, die Umsetzung bestimmter Maßnahmen - darunter die Vorhaltung bestimmter Untersuchungsstandards wie beispielsweise Ultraschall oder das Erreichen einer geringen Komplikations- und Revisionsrate sowie die kontinuierliche Fort- und Weiterbildung des Chirurgen. „Ich sehe in der Zertifizierung eine große Chance“, so Schymatzek.

„Durch den fachlichen Austausch und die Teilnahme an der Qualitätsstudie können wir beispielsweise mögliche Komplikationsfaktoren früher erkennen und abstellen oder feststellen, welche Kunststoffnetze zum Verschließen einer Bruchpforte besonders gut geeignet sind. Für unsere Patienten wird der Eingriff dadurch sicherer und auch komplikationsärmer. Mein Anspruch ist es, den Patienten individuell zu beraten und für jeden Patienten ein maßgeschneidertes Behandlungskonzept nach den aktuellen Leitlinien zu erstellen“.

Autor:

SZ Redaktion aus Siegen

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