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Appell an die Bevölkerung
Bad Berleburg beschwört Zusammenhalt gegen Corona

Die Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher sowie der Stab für außergewöhnliche Ereignisse der Stadt appellieren – gemeinsam mit der Vamed-Klinik und den Unternehmen – an alle Berleburger, an einem Strang zu ziehen.
  • Die Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher sowie der Stab für außergewöhnliche Ereignisse der Stadt appellieren – gemeinsam mit der Vamed-Klinik und den Unternehmen – an alle Berleburger, an einem Strang zu ziehen.
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bw Bad Berleburg. Seit mehr als einer Woche sind die Corona-Zahlen in Bad Berleburg so hoch wie noch nie in dieser Pandemie. Viel wird diskutiert, auf der Straße, in den Büros, aber auch in sozialen Netzwerken. Die Unruhe ist spürbar. Auch deshalb richten jetzt die Stadt, örtliche Unternehmen mit der Vamed-Klinik an der Spitze sowie die Berleburger Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher einen dringenden Appell an die Bevölkerung.

„Die Lage ist ernst“, betont Bad Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann in seinem persönlichen Beitrag. „Es kommt jetzt auf uns alle an! Nur wenn wir auch jetzt an einem Strang ziehen, können wir Schlimmeres verhindern. Viele von uns haben am eigenen Leib erfahren müssen, was eine Corona-Infektion bedeutet.

bw Bad Berleburg. Seit mehr als einer Woche sind die Corona-Zahlen in Bad Berleburg so hoch wie noch nie in dieser Pandemie. Viel wird diskutiert, auf der Straße, in den Büros, aber auch in sozialen Netzwerken. Die Unruhe ist spürbar. Auch deshalb richten jetzt die Stadt, örtliche Unternehmen mit der Vamed-Klinik an der Spitze sowie die Berleburger Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher einen dringenden Appell an die Bevölkerung.

„Die Lage ist ernst“, betont Bad Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann in seinem persönlichen Beitrag. „Es kommt jetzt auf uns alle an! Nur wenn wir auch jetzt an einem Strang ziehen, können wir Schlimmeres verhindern. Viele von uns haben am eigenen Leib erfahren müssen, was eine Corona-Infektion bedeutet. Oder sie haben es bei einem geliebten Mitmenschen erleben müssen.“

Gemeinsam gegen Corona

Es sei, so Fuhrmann weiter, unbestritten, „dass uns die Corona-Pandemie viel Kraft gekostet hat – und weiterhin kosten wird. Wir alle müssen und werden in der kommenden Zeit noch mit Einschränkungen leben. Aber: Wir werden das gemeinsam schaffen.“ Das Gefühl eines Zusammenhalts müsse bestehen bleiben, „auch wenn die Nerven manchmal blank liegen und wir das Wort Corona echt nicht mehr hören können“. Es gehe jetzt auch darum, das eigene Handeln noch einmal selbst zu überprüfen.

In Bad Berleburg seien in kurzer Zeit zahlreiche Stationen für Bürgertestungen entstanden, das Angebot stehe allen mindestens einmal wöchentlich kostenlos zur Verfügung: „Das sollten wir nutzen! Es verleiht uns etwas Sicherheit und schützt uns und unsere Mitmenschen dort, wo persönliche Kontakte unvermeidbar sind.“ Fuhrmanns Appell: „Wir müssen in dieser schwierigen Zeit zusammenhalten, Solidarität zeigen und Abstand halten.“

Auch Vamed-Klinik droht Überbelegung

Auch Dr. Lars Pietschmann, Ärztlicher Direktor der Vamed-Klinik Bad Berleburg, weiß, dass das Leben im Lockdown anstrengend ist: „Nach über einem Jahr hat man darauf keine Lust mehr. Doch gerade in den Krankenhäusern erleben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Auswirkungen der Pandemie direkt – und damit meine ich nicht nur die strikten Anforderungen an Hygiene und Abstand.“ Sie erleben täglich, wie gravierend sich Covid-19 auf die Menschen auswirken könne.

„Nicht grundlos werden die Intensivbetten im Kreis Siegen-Wittgenstein und die Betten auf den Normalstationen immer knapper“, erklärt der Mediziner. „Setzt sich die Entwicklung der vergangenen Wochen fort, wird auch die Vamed-Klinik Bad Berleburg Schwierigkeiten bekommen, alle Patienten bedarfsgerecht zu versorgen – ob bei Covid-19 oder anderen behandlungsbedürftigen Krankheiten.“
Die dritte Welle lasse sich freilich noch eindämmen, „wenn sich jetzt alle vielleicht ein letztes Mal zusammenreißen und Kontakte vermeiden, Abstand halten und die Quarantäne- und Maskenpflicht einhalten“, so Pietschmann.

"Jeder Tag schweißt uns zusammen"

Auch die Berleburger Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher wissen genau: „Die vergangenen Monate haben uns viel abverlangt. Es sind schwierige Zeiten, die wir gemeinsam durchstehen müssen und werden. Aber wir haben bewiesen, dass wir das können.“ Gleichwohl sei die Gemeinschaft in der Stadt der Dörfer stärker als je zuvor, finden die Ortsvorsteher: „Jeder Tag in der Pandemie schweißt uns zusammen. Lasst uns dieses Gefühl weiter stärken, lasst uns Abstand halten und auf diese Weise zusammenstehen.“

Das Corona-Virus sei tückisch, es sei folgenreich – und es nehme jede und jeden mit, der oder die direkt oder indirekt davon betroffen sei, sagt die Elsoffer Ortsvorsteherin Dr. Nina-Mareen Grenz: „Wir haben unter anderem in Elsoff erlebt, was es bedeutet, wenn Familien darunter leiden. Wir haben aber auch erlebt, welchen Wert Zusammenhalt und Gemeinschaft haben. Wir sind gestärkt aus dieser Situation herausgekommen. Vorbei ist die Pandemie deshalb aber noch lange nicht.“ Deshalb sei es gerade jetzt wichtig, so die Ortsvorsteher aus dem Berleburger Stadtgebiet in ihrem Appell an die Bevölkerung, zu reden – aber nicht übereinander, sondern auf Abstand miteinander.

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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