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Digitalisierung macht Schule
Bad Berleburg investiert über 1,4 Millionen Euro

Digital gut gerüstet: Die W-LAN-Ausstattung an den städtischen Schulstandorten im Stadtgebiet Bad Berleburg soll nach Angaben der Verwaltung bis zum Jahresende flächendeckend erfolgt sein.
  • Digital gut gerüstet: Die W-LAN-Ausstattung an den städtischen Schulstandorten im Stadtgebiet Bad Berleburg soll nach Angaben der Verwaltung bis zum Jahresende flächendeckend erfolgt sein.
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ll Bad Berleburg. Tablets, Smartboards, virtuelle Lernplattformen – der Schulunterricht der Zukunft findet bereits in der Gegenwart statt. Zumindest hat die Corona-Pandemie mit all ihren Folgeerscheinungen dafür gesorgt, dass sich der Einsatz von digitalen Medien im Schulalltag deutlich verstärkt hat. Diese Entwicklung betrifft natürlich auch die drei weiterführenden und sechs Grundschulen in Bad Berleburg, für die die Stadt als Schulträger fungiert.

Eine aktuelle Bestandsaufnahme zeigt in dieser Hinsicht Erfreuliches: Denn statt „langer Leitung“ heißt es hier „schnelles Internet“ – und zwar allumfassend.

ll Bad Berleburg. Tablets, Smartboards, virtuelle Lernplattformen – der Schulunterricht der Zukunft findet bereits in der Gegenwart statt. Zumindest hat die Corona-Pandemie mit all ihren Folgeerscheinungen dafür gesorgt, dass sich der Einsatz von digitalen Medien im Schulalltag deutlich verstärkt hat. Diese Entwicklung betrifft natürlich auch die drei weiterführenden und sechs Grundschulen in Bad Berleburg, für die die Stadt als Schulträger fungiert.

Eine aktuelle Bestandsaufnahme zeigt in dieser Hinsicht Erfreuliches: Denn statt „langer Leitung“ heißt es hier „schnelles Internet“ – und zwar allumfassend. „Die Versorgung erfolgt flächendeckend an allen Schulstandorten der Stadt Bad Berleburg“, versichert Manuel Spies, Abteilungsleitung Immobilienmanagement bei der Stadt, auf SZ-Nachfrage hinsichtlich der WLAN-Abdeckung. Doch damit nicht genug: „Es ist allerdings festzuhalten, dass das reine WLAN nur ein kleiner Teil des Gesamtpaketes ist und vorrangig die tatsächliche Glasfaseranbindung der Schulen sowie die Verkabelung und Infrastruktur (Switche, Server etc.) Schwerpunkt der Ausbauprogramme sind. Diese dienen dann unter anderem dazu, WLAN-Hotspots zu installieren“, ergänzt Manuel Spies.
Mit dem „Gesamtpaket“ ist vor allem das Ausbauprogramm „Digitalpakt“ gemeint, für das in den Jahren 2020 und 2021 über 1,4 Millionen Euro in die Digitalisierung der Schulen geflossen sind beziehungsweise noch fließen.

Digitalisierung in der Schule: Strukturierte Inhouse-Verkabelung der Standorte

Denn der Maßnahmenkatalog, der unter anderem eine strukturierte Inhouse-Verkabelung der Schulstandorte, Glasfaser-Hausanschlüsse für vier Grundschulen sowie die Ausstattung mit digitalen Endgeräten von Schülern und Lehrer umfasst und in Rahmen dessen die Stadt Eigenanteile von 10 bis 20 Prozent pro Maßnahme aufbringen muss, ist noch nicht abgeschlossen. So erfolgt der Ausbau der strukturierten Verkabelung für die Anbindung der Schüler-Endgeräte an der Realschule erst in diesen Herbsttagen, da „aufgrund der Gebäudestruktur ein umfangreicherer Planungsaufwand erforderlich war“, teilt die Verwaltung mit. Die Fertigstellung ist bis Jahresende vorgesehen.

„Das ist nochmal ein großer Schritt nach vorne.“
Georg Kroll
Stellvertretender Schulleiter der Realschule über den digitalen Ausbau vor Ort

Grundsätzlich sei das Konzept bereits vor Corona ausgearbeitet worden, pandemiebedingt hab es aber eine andere Dringlichkeit erhalten. Auch die Schulen haben demnach auf entsprechende Mittel zurückgegriffen. „Im Rahmen der Möglichkeiten haben die Schulen unterstützende Förderprogramme, etwa zur Bereitstellung von Endgeräten für Schülerinnen und Schüler, die im häuslichen Umfeld nicht über eine hinreichende Ausstattung verfügen, genutzt. Daneben haben sich auch Wege der innerschulischen Organisation und Kommunikation verändert und auf digitale Formate verlagert“, berichtet die Verwaltung.

Digitalisierung in der Schule: Schulplattform „IServ“ eingeführt

Formate wie das vom Schulministerium NRW empfohlene Logineo NRW beispielsweise, oder auch die Schulplattform „IServ“. Letztere wurde auch an der Realschule Bad Berleburg eingeführt. Mit einem eigenen Messenger, einem Videokonferenz-Tool oder direkter Feedbackmöglichkeit biete das System viele Einzelmodule, die Schülern, Lehrern aber auch Eltern den Alltag in Zeiten von Distanzunterricht und Schulschließungen erleichtert hätten, erläuterte der stellvertretende Schulleiter Georg Kroll kürzlich am Rande eines Pressetermins. Auch Kleingruppenarbeiten, Kurswahlen oder sogar komplette Elternsprechtage ließen sich über das Tool organisieren. „Eigentlich handelt es sich bei IServ mehr um ein digitales Lernmanagementsystem als um eine bloße Schulplattform. Wir haben damit sehr positive Erfahrungen gesammelt“, so Kroll, der sich auch sichtlich über den digitalen Ausbau an der Realschule erfreut zeigte. „Das ist nochmal ein großer Schritt nach vorne.“

Laut Stadt soll es nicht der Letzte in diesem Bereich bleiben: „Die Digitalisierung der Bad Berleburger Schulen wird weiter vorangetrieben. Die umfangreichen Arbeiten zur Inbetriebnahme leistungsfähiger zentraler Serversysteme werden in den kommenden Wochen aufgenommen.“ Künftige Bedarfe gebe es zudem insbesondere bei der Ausstattung mit weiteren digitalen Endgeräten wie Tablets und Laptops sowie mit Präsentationstechnik wie digitalen Tafeln und Beamern. „Hierzu sind weitere Abstimmung zwischen den Schulen und dem Schulträger erforderlich“, teilt die Verwaltung mit.

Autor:

Lars Lenneper

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