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Trotz explodierender Zahlen
Bad Berleburg lehnt weitere Corona-Verbote ab

Wohin die Richtung der Stadt Bad Berleburg in den kommenden Tagen und Wochen zeigen wird, dürfte vor allem daran liegen, wie die Corona-Auflagen des Kreises greifen – aber in erster Linie an der Disziplin jedes einzelnen Bürgers.
  • Wohin die Richtung der Stadt Bad Berleburg in den kommenden Tagen und Wochen zeigen wird, dürfte vor allem daran liegen, wie die Corona-Auflagen des Kreises greifen – aber in erster Linie an der Disziplin jedes einzelnen Bürgers.
  • Foto: SZ-Archiv
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

vö Bad Berleburg. Die Stadt Bad Berleburg wird trotz zuletzt explodierender Corona-Zahlen (die Siegener Zeitung berichtete) keine Maßnahmen einleiten, die über das hinausgehen, was der Kreis Siegen-Wittgenstein bereits angeordnet hat. Die Begründung lieferte Bürgermeister Bernd Fuhrmann nach SZ-Informationen am Freitagabend in einem kurzfristig angesetzten Online-Austausch mit Ortsvorstehern und dem Ältestenrat der Stadtverordnetenversammlung – und die klang schlüssig. In Zeiten, in denen die Zahlen der Odebornstadt weit unter denen anderer Kommunen im Kreisgebiet gelegen hätten, habe man auch keine zusätzlichen Lockerungen gefordert. Demzufolge werde der Pegel jetzt auch nicht in die andere Richtung ausschlagen.

Bad Berleburg. Die Stadt Bad Berleburg wird trotz zuletzt explodierender Corona-Zahlen (die Siegener Zeitung berichtete) keine Maßnahmen einleiten, die über das hinausgehen, was der Kreis Siegen-Wittgenstein bereits angeordnet hat. Die Begründung lieferte Bürgermeister Bernd Fuhrmann nach SZ-Informationen am Freitagabend in einem kurzfristig angesetzten Online-Austausch mit Ortsvorstehern und dem Ältestenrat der Stadtverordnetenversammlung – und die klang schlüssig. In Zeiten, in denen die Zahlen der Odebornstadt weit unter denen anderer Kommunen im Kreisgebiet gelegen hätten, habe man auch keine zusätzlichen Lockerungen gefordert. Demzufolge werde der Pegel jetzt auch nicht in die andere Richtung ausschlagen.

Bürgermeister Bernd Fuhrmann nimmt Inzidenzwert aus dem Fokus

Aus der Versammlung heraus wurde aber zumindest die Fragestellung aufgeworfen, ob angesichts der gültigen Ausgangssperre nicht beispielsweise die Versammlung einer Jagdgenossenschaft in einem Ortsteil verboten gehöre, die aktuell angesetzt sei. Das wiederum lehnte die Verwaltung ab – wenn alle Vorgaben bei der Veranstaltung eingehalten würden, könne sie durchgeführt werden. Nach Darstellung von Teilnehmern habe Bürgermeister Bernd Fuhrmann den – für Bad Berleburg zu hohen – Inzidenzwert aus dem Fokus genommen.

Diese Zahl sei nicht zielführend, so die Argumentation. Den Vergleich des Verwaltungschefs der Infektionszahlen Bad Berleburgs mit jenen in Siegen konnten dagegen auch nicht alle Teilnehmer nachvollziehen. „Da muss man sich schon Mühe geben, diese Zahlen passend zu rechnen“, meinte ein Eingeladener im SZ-Gespräch. Neben Ortsvorstehern und Vertretern des Ältestestenrates gehörten auch Klinik-Geschäftsführer Elmar Knoche und Andreas Bernshausen, Geschäftsführer der BLB-Tourismus GmbH, der Runde an. Die Ortsvorsteher wurden auch deshalb mit eingebunden, weil sie es sind, die das wichtige Bindeglied zwischen Rathaus und Ortschaften sind. Und im Zweifelsfall auch vermeintlich unangenehme Botschaften in Form von Verordnungen und Verboten in die Dörfer transportieren müssen. Was ein Versammlungsteilnehmer in diesem Zusammenhang aber deutlich anmerkte: „Es kann nicht sein, dass die komplette Verantwortung bei diesem wichtigen Thema auf die Ortsvorsteher und damit auf das Ehrenamt übertragen wird.“

Aktuell 137 Corona-Infizierte in Bad Berleburg

Der Blick in die Corona-Statistik vom Samstag sah für Bad Berleburg etwas besser aus als in den Tagen zuvor – auch wenn von Entspannung noch nicht die Rede sein konnte. Zwölf neue Infektionen standen fünf genesenen Patienten gegenüber. Aktuell sind in Bad Berleburg 137 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. In Bad Laasphe kamen fünf neu Infizierte hinzu (drei Genesene), sodass es an der Lahn aktuell 51 Corona-Betroffene gibt. Erndtebrück kommt auf 22, am Samstag wurden drei weitere Fälle gemeldet.
Die seit Samstag gültige Ausgangssperre – von 21 bis 5 Uhr – wurde in allen drei Wittgensteiner Kommunen konsequent akzeptiert und angenommen, um 21 Uhr waren die Straßen menschenleer. Verbrauchermärkte, die normalerweise bis 22 Uhr geöffnet haben, reduzierten bereits ihre Öffnungszeiten.

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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