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Öffentliche Dächer
Bad Berleburg will mehr Photovoltaikanlagen

Die Stadt Bad Berleburg will den Photovoltaik-Ausbau auf öffentlichen Gebäuden konsequent voranbringen. Die Verwaltung hat bereits die nächsten Immobilien im Blick.
  • Die Stadt Bad Berleburg will den Photovoltaik-Ausbau auf öffentlichen Gebäuden konsequent voranbringen. Die Verwaltung hat bereits die nächsten Immobilien im Blick.
  • Foto: Pixabay (Symbolbild)
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

vö Bad Berleburg. Die erste Photovoltaikanlage im Eigentum der Stadt Bad Berleburg auf dem Dach des Bürgerhauses am Marktplatz soll kein Alleinstellungsmerkmal bleiben. „Wir haben weitere Objekte, die interessant sind“, sagte Manuel Spies, verantwortlich für das Immobilienmanagement der Stadt, am Donnerstagabend im Haupt- und Finanzausschuss. Gleichwohl ließ Manuel Spies nicht unerwähnt, dass sich die Kommune für die Anlage auf dem Bürgerhaus „mehr Rentabilität“ wünsche, die im vergangenen Jahr in den Betrieb gegangen sei. Zum einen habe die Technik etwas Anlaufzeit benötigt, zum anderen sei in der Corona-Zeit durch die seltene Nutzung des Bürgerhauses wenig Strom benötigt worden – und genau dafür sei die Photovoltaikanlage ja installiert und entsprechend kalkuliert worden.

Bad Berleburg. Die erste Photovoltaikanlage im Eigentum der Stadt Bad Berleburg auf dem Dach des Bürgerhauses am Marktplatz soll kein Alleinstellungsmerkmal bleiben. „Wir haben weitere Objekte, die interessant sind“, sagte Manuel Spies, verantwortlich für das Immobilienmanagement der Stadt, am Donnerstagabend im Haupt- und Finanzausschuss. Gleichwohl ließ Manuel Spies nicht unerwähnt, dass sich die Kommune für die Anlage auf dem Bürgerhaus „mehr Rentabilität“ wünsche, die im vergangenen Jahr in den Betrieb gegangen sei. Zum einen habe die Technik etwas Anlaufzeit benötigt, zum anderen sei in der Corona-Zeit durch die seltene Nutzung des Bürgerhauses wenig Strom benötigt worden – und genau dafür sei die Photovoltaikanlage ja installiert und entsprechend kalkuliert worden.

Burgfeld-Grundschule bekommt Photovoltaikanlage

Weitere Projekte seien relativ weit. Auf dem Dach der Burgfeld-Grundschule werde in den Herbstferien die Anlage installiert, auf dem Dorfgemeinschaftshaus in Beddelhausen werde der Strom in Kürze bereits ins Netz eingespeist. Verschoben werden müsse zunächst die Idee mit der Elsoffer Grundschule Unterm Heiligenberg, weil dort die Dachsanierung teurer werde als erwartet. Martin Schneider (CDU) begrüßte das Vorhaben, dass mit einem entsprechenden Förderprogramm weitere Anlagen auf dem Radar seien. Wolfgang Völker (FDP) sprach das Rentabilitäts-Problem an: Hier stecke Potenzial, wenn auch konsequent auf Speicher-Technologie gesetzt werde. Susanne Bald (Grüne) stufte die zielgerichtete Vorgehensweise als „sehr erfreulich“ ein.

Sie gab allerdings auch zu bedenken, dass man über Bürgerbeteiligungen oder die Verpachtung von Dächern an die Energiegenossenschaft Wittgenstein nachdenken solle. Gute Idee – allerdings bat Manuel Spies um Verständnis darum, „dass wir bei den spannenden Flächen zuerst an uns denken“. Soll heißen: an den städtischen Geldbeutel, im Sinne der Allgemeinheit.

Rückendeckung für Holz-Agenda in Bad Berleburg

Der Mann aus der Verwaltung wollte aber Fremdanlagen nicht ausschließen. Politische Rückendeckung holte sich die Verwaltung für die Idee einer Holz-Agenda. Drei Zielsetzungen verfolge die Stadt damit, skizzierte Projektleiterin Colette Siebert. Zum einen gehe es darum, eine nachhaltige Forstwirtschaft zu fördern. Außerdem solle in einem Netzwerk heimischer Akteure gezielt darum geworben werden, Fachkräfte vor Ort zu halten. Und nicht zuletzt solle ein Bewusstsein für den Rohstoff Holz erzeugt werden: „Und die Kommune geht dabei voran.“

Interesse am "Bauen mit Holz" wächst

Bürgermeister Bernd Fuhrmann erinnerte daran, dass die Stadt Bad Berleburg im Jahr 2019 den Klimanotstand ausgerufen habe: „Das ist eine klare gemeinsame politische Haltung.“ Dahinter verberge sich das Ziel, gemeinsam aus dieser schwierigen Situation herauszukommen. „Wir überlegen, wie wir den Waldumbau gemeinsam gestalten können. Um daraus das Holz zu gewinnen, dass auch weiterhin dringend benötigt wird.“ Dies gehe mit einer Selbstverpflichtung der Kommune einher.

Susanne Bald (Grüne) entdeckte in der Holz-Agenda „einen Hingucker, der sehr viel Potenzial hat“. Martin Schneider (CDU) erklärte für die CDU-Fraktion, dass seine Partei voll und ganz hinter der Holz-Agenda stehe: „Mein Wunsch ist, dass die Waldbauern vor Ort von den Auswirkungen profitieren. Ihre Produkte müssen sich besser vermarkten lassen.“ Momentan sehe die Realität leider so aus, dass das heimische Holz in großen Containern über See transportiert werde. Weil die Preise im Land leider nicht passten.

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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