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Vorhaben in den Startlöchern
Bad Berleburg will Windenergie-Wildwuchs stoppen

In den vergangenen Monaten fanden am Prenzenberger Kopf umfangreiche Arbeiten statt.

vö Bad Berleburg. Kann die Stadt Bad Berleburg den Bau weiterer Windkraftanlagen auf dem Stadtgebiet verhindern? Fraglich. Zumindest aber will die Odebornstadt das Heft des Handelns in den eigenen Händen behalten. Das bekräftige Baudezernent Christoph Koch am Dienstagabend im Ausschuss für Bauen, Planen, Wohnen und Umwelt: „Wir wollen die Dinge in die Hand nehmen, um einen Wildwuchs zu verhindern.“

Klar sei aber auch: Um die Nutzung der Windenergie auf dem Gebiet der Stadt mit den Mitteln der Bauleitplanung zu steuern, sei das Verfahren zur Neuaufstellung einer Konzentrationszonenplanung weiterzuführen. Eine Zurückstellung von Vorhaben sei nur dann zulässig, wenn die Planung weiter betrieben werde.

Bad Berleburg. Kann die Stadt Bad Berleburg den Bau weiterer Windkraftanlagen auf dem Stadtgebiet verhindern? Fraglich. Zumindest aber will die Odebornstadt das Heft des Handelns in den eigenen Händen behalten. Das bekräftige Baudezernent Christoph Koch am Dienstagabend im Ausschuss für Bauen, Planen, Wohnen und Umwelt: „Wir wollen die Dinge in die Hand nehmen, um einen Wildwuchs zu verhindern.“

Klar sei aber auch: Um die Nutzung der Windenergie auf dem Gebiet der Stadt mit den Mitteln der Bauleitplanung zu steuern, sei das Verfahren zur Neuaufstellung einer Konzentrationszonenplanung weiterzuführen. Eine Zurückstellung von Vorhaben sei nur dann zulässig, wenn die Planung weiter betrieben werde. Christoph Koch ließ aber nicht unerwähnt, „dass die bevorstehende Bundestagswahl Auswirkungen haben wird, in welche Richtung es geht“. Hinzu komme, dass das Land Nordrhein-Westfalen von einer Klausel Gebrauch gemacht habe, was die Abstandsregelungen angehe. Dennoch scheint es gerade so, als ob der Faktor Zeit gegen die Kommune läuft.

Windräder am Prenzenberger Kopf in Vorbereitung

Denn am Prenzenberger Kopf bei Arfeld und Dotzlar laufen intensive Vorbereitungen zum Bau von vier Windkraftanlagen durch die Eder Energy, ein Unternehmen von Ludwig-Ferdinand Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg. Der Windkraft-Projektierer, der bereits den Windpark Bad Laasphe/Hesselbach realisiert hat, hält seit Sommer 2020 eine Baugenehmigung des Kreises Siegen-Wittgenstein in Händen. Eine Genehmigung, gegen die die Stadt Bad Berleburg klagt – mittlerweile in zweiter Instanz. Um das Thema ging es am Dienstagabend auch im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung. Joshua Briel machte für die SPD deutlich, dass die Punkte Wertschöpfung und Partizipation ganz wichtig seien – wenn Windkraftanlagen in der Region entstünden.

Vorarbeiten für Windkraft laufen

Neben dem Projekt der Firma Eder Energy hat auch der Projektierer Krug Energie die Angel nach potenziellen Flächen im unteren Edertal ausgeworfen – konkret geht es hier um acht Anlagen. Noch im Herbst soll nach Auskunft des Unternehmens der Bauantrag auf den Weg gebracht werden. Und ganz aktuell fand nach SZ-Informationen am Montagabend ein Treffen mit Grundstückseigentümern im Elsofftal statt. Hier sind zwölf Windkraftanlagen im Gespräch. Dem Vernehmen nach geht es um Flächen zwischen Elsoff und Christianseck, die vor Jahren bereits im Gespräch waren.

Brandruine: keine Lösung in Sicht Für die Brandruine an der Bad Berleburger Astenbergstraße ist eine zeitnahe Lösung anscheinend weiterhin nicht in Sicht. Das vor gut zwei Jahren abgebrannte frühere Ayurveda-Zentrum, das derzeit das äußerst unschöne Eingangsportal der Odebornstadt aus Richtung Norden bildet, hatte die CDU-Fraktion aktuell zum Gegenstand einer Anfrage an Bürgermeister Bernd Fuhrmann gemacht (die Siegener Zeitung berichtete). Die Christdemokraten argumentierten, dass nach gut zwei Jahren die Gespräche mit Versicherungen so weit abgeschlossen sein sollten, dass einem Abriss eigentlich nichts mehr im Wege stehe. Gespräche mit der Eigentümerin und dem Erwerber der Immobilie hätten bislang nicht zu einer Einigung geführt, erklärte dagegen Anke Schmidt für die Stadtverwaltung am Dienstagabend in der Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planen, Wohnen und Umwelt. Im Kern gehe es um eine offene Bedingung im Kaufvertrag – ohne aber Details zu nennen. Zudem seien offenbar „etliche Rechtsverfahren“ anhängig. Anke Schmidt informierte das Gremium außerdem darüber, dass die Abriss- und Entsorgungskosten für die Brandruine deutlich höher seien als kalkuliert. Aktuell gehe vom Gebäude keine Gefahr aus, der Zustand werde aber regelmäßig kontrolliert.
Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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