Ein "Prost" für die Helfer
Berleburger Schützen mit feinem Gespür

Der Schützenverein Berleburg bedankte sich für langjährige Unterstützung.
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  • Foto: Martin Völkel
  • hochgeladen von Martin Völkel (Redakteur)

Bad Berleburg. Wer es mit dem Schützenverein Berleburg hält und in dieser Woche ganz tief in seinem Inneren gräbt, der muss es einfach zugeben: Es tut weh in diesen Tagen, richtig weh. Das erste Juli-Wochenende steht vor der Tür – und es ist eben kein Schützenfest, zum ersten Mal seit 1948 nicht. Beeindruckend ist, dass viele Berleburger der Corona-Zwangspause trotzen und längst ihre blau-gelben Fahnen hochgezogen haben. Das macht zumindest ein schmales Gefühl von Traditions-Schützenfest.
Und Schützenhauptmann Christian Hainbach sagte am Donnerstagmorgen beim Pressetermin vor dem Bad Berleburger Rathaus, dass er doch von dem ein oder anderen Vogelschießen am Wochenende in den Gärten gehört habe: „So viele Königsanwärter hatten wir wahrscheinlich noch nie.“ Trotz aller bitteren Rückschläge ist den Verantwortlichen zum Glück der Humor noch nicht ganz abhanden gekommen. Und auch das feine Gespür dafür, für welche Ideale der Schützenverein steht, darf nicht fehlen. „Speziell in diesen außergewöhnlichen Zeiten, die in Wittgenstein für eine bittere Zeit ohne Schützenfeste sorgt, möchte der Schützenverein die Gelegenheit nutzen, allen Institutionen der Stadt einen besonderen Dank auszusprechen“, sagte Schützenhauptmann Michel Hildebrandt. Hand in Hand sei das Fest in der Vergangenheit sicher zum Erfolg geführt worden – und dies sei auch die Zielsetzung für die Zukunft.
Entsprechend werden die Helfer des Schützenvereins bis zum Wochenende kleine Präsente in Form eines „Schützenprosts“ – gestiftet durch die Veltins-Brauerei – an die Stadtverwaltung, den Löschzug 1 der Freiwilligen Feuerwehr, den Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes und den Ortsverband des Technischen Hilfswerks verteilen. Ein besonderer Dank gehe, so Michel Hildebrandt, auch an die Bad Berleburger Polizei. Christian Hainbach brachte diese schöne Geste auf den Punkt: „Wir wollten zeigen, dass wir noch da sind.“ Das erwiderte THW-Chef Volker Dieckmann prompt: „Auch wir sind noch da – wenn auch mit Abstand.“
Der 1. Vorsitzende der Schützen machte allerdings kein Geheimnis daraus, dass sich sein Optimismus in Sachen Schützenfest 2021 – zumindest zum jetzigen Zeitpunkt – in sehr überschaubaren Grenzen halte: „Das Fest, so wie wir es kennen, wird sicherlich auch in Zukunft nur ganz schwierig zu feiern sein“ , sagte Christian Hainbach. „Momentan bleibt uns nichts anderes übrig als abzuwarten“, sagte Schützenhauptmann Günther Strack. Ein Ansatz, an den Bürgermeister Bernd Fuhrmann anknüpfte: Die blau und gelb geschmückte Stadt rücke allen Menschen ins Bewusstsein, „dass die Dinge unter den momentanen Rahmenbedingungen anders laufen“. Es werde Veränderungsprozesse geben und es gehe darum, neue Wege zu finden. „Wir müssen uns Gedanken über andere Veranstaltungsformate machen“, erklärte der Rathaus-Chef. Zumal den Vereinen ja derzeit die wirtschaftliche Basis komplett wegbreche. Die fehlt auch dem Schützenverein am Wochenende, der mit einem Mini-Programm dennoch Akzente setzen wird:
Am Freitag ertönt um 21.30 Uhr vom Dach der Sparkasse in alle Himmelsrichtungen der Große Zapfenstreich. Vom Band – und natürlich ohne Zuschauer. An eine Musikkapelle sei zum jetzigen Zeitpunkt noch überhaupt nicht zu denken, so Christian Hainbach.
Am Samstag legt der Vorstand am Ehrenmal zunächst einen Kranz nieder, anschließend werden die Jubiläums-Majestäten geehrt. Vor 50 Jahren regierte Gerhard Reppel mit Marianne Benfer (geb. Sauer), vor 25 Jahren bildeten Dirk Landsmann und Edda Lückert das Berleburger Königspaar.

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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