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Umzug an die Schloßstraße
Betreuungsverein Arche stellt sich neu auf

Katharina Belz, Nadine De Simone, Andrea Dieckhoff, Nathalie Winter, Christian Schmidt und Stefan Berk (v. l.) vom Betreuungsverein Arche sehen sich für die künftigen Aufgaben gut aufgestellt.
  • Katharina Belz, Nadine De Simone, Andrea Dieckhoff, Nathalie Winter, Christian Schmidt und Stefan Berk (v. l.) vom Betreuungsverein Arche sehen sich für die künftigen Aufgaben gut aufgestellt.
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ako Bad Berleburg. Ein Unfall, eine schwere Krankheit oder eine persönliche Krise: Jeder kann plötzlich auf fremde Unterstützung angewiesen sein. Der Betreuungsverein Arche hilft deshalb schon seit Jahrzehnten Menschen, die aufgrund ihrer körperlichen, geistigen oder seelischen Verfassung oder ihrer Lebensumstände nicht mehr dazu in der Lage sind, ihre Angelegenheiten selbstständig zu regeln. In diesen Fällen übernimmt er für Kranke, Behinderte, Süchtige und Ältere die rechtliche Betreuung. „Bei den Betreuten handelt es sich um Personen, die Hilfe brauchen“, sagte Stefan Berk. Bei einem Pressegespräch im Haus der Kirche in Bad Berleburg informierte er am Dienstag in seiner Rolle als Vorsitzender zusammen mit den Mitarbeitern über die Aufgabenbereiche des gemeinnützigen Vereins.

ako Bad Berleburg. Ein Unfall, eine schwere Krankheit oder eine persönliche Krise: Jeder kann plötzlich auf fremde Unterstützung angewiesen sein. Der Betreuungsverein Arche hilft deshalb schon seit Jahrzehnten Menschen, die aufgrund ihrer körperlichen, geistigen oder seelischen Verfassung oder ihrer Lebensumstände nicht mehr dazu in der Lage sind, ihre Angelegenheiten selbstständig zu regeln. In diesen Fällen übernimmt er für Kranke, Behinderte, Süchtige und Ältere die rechtliche Betreuung. „Bei den Betreuten handelt es sich um Personen, die Hilfe brauchen“, sagte Stefan Berk. Bei einem Pressegespräch im Haus der Kirche in Bad Berleburg informierte er am Dienstag in seiner Rolle als Vorsitzender zusammen mit den Mitarbeitern über die Aufgabenbereiche des gemeinnützigen Vereins.
Der Betreuungsverein Arche ist erst kürzlich vom Diakonischen Werk an der Schützenstraße in das Gebäude vom Evangelischen Kirchenkreis an der Schloßstraße umgezogen. In einem Umstrukturierungsprozess habe der Verein die Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk auflösen müssen, betonte Stefan Berk. Seit Anfang des Jahres habe sich die Arche „neu aufgestellt“. Die Mitarbeiterinnen Katharina Belz und Andrea Dieckhoff (beide gesetzliche Betreuung) sowie Christian Schmidt (Vormundschaften für Minderjährige) seien seit dem 1. März angestellt – genauso wie Nathalie Winter, die sich um die Verwaltung kümmert. Nadine De Simone (gesetzliche Betreuung) stieß Anfang April dazu. „Wir haben ein starkes Team“, betonte der Vorsitzende.
Derzeit nimmt der Verein 60 Betreuungen wahr. Die meisten davon im Raum Bad Berleburg, erklärte Katharina Belz. Die Fachkräfte der Arche übernehmen für ihre Klienten zahlreiche Aufgaben. Neben Behördengängen oder Hilfestellungen bei finanziellen Angelegenheiten stehen auch die Themen Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht im Vordergrund. Die Betreuung selbst werde durch einen Beschluss am Amtsgericht bestimmt: „Das Gericht entscheidet über den Bedarf an Betreuung, die der Mensch braucht, um am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können“, erklärte Stefan Berk. Die Betreuung werde deshalb individuell angelegt, sagte Nadine De Simone. Andrea Dieckhoff war es an dieser Stelle wichtig zu betonen, dass der Betreute aber nie „entrechtet“ werde. Es sei eine wichtige Aufgabe, dem betreuten Menschen eine „normale“ Teilnahme am öffentlichen Leben zu ermöglichen.
Da aber auch Menschen, die nicht volljährig sind, auf Hilfe angewiesen sein können, kümmere sich Christian Schmidt für den Betreuungsverein zusätzlich um 25 Vormundschaften – „das Ziel sind 40“, betonte er. Die Kosten für diese Stelle trägt das Jugendamt, also der Kreis Siegen-Wittgenstein.
Der Betreuungsverein Arche ist darüber hinaus auch für die im Betreuungsgesetz verankerten Aufgaben einer Beratung und Begleitung von ehrenamtlichen Betreuern zuständig – „Querschnitssarbeit“ – und bietet deshalb regelmäßige öffentliche Veranstaltungen und Fortbildungen an. Dafür erhalte der Verein auch Fördergelder vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), sagte Katharina Belz.
„Wir brauchen dieses Engagement in unserer Gesellschaft“, betonte Stefan Berk. Ihm zufolge sei die Arbeit der Sozialpädagogen und Sozialarbeiter besonders wichtig für die Stabilität „unseres Gesellschaftssystems.“ In Wittgenstein seien auch noch Kapazitäten frei – „wir können noch weitere Betreuer aufnehmen“, betonte Berk. Gegen Ende der Veranstaltung machte der Vorsitzende zudem darauf aufmerksam, dass der gemeinnützige Verein auch gerne Spenden entgegennehme.
Gegründet wurde der „Verein für Vormundschaften im Diakonischen Werk“ am 14. Dezember 1977. Nachdem im Jahr 1992 in Deutschland das Betreuungsrecht eingeführt wurde, welches das vorher geltende Vormundschaftsrecht abgelöst hat, hat sich der Betreuungsverein Arche gegen Ende desselben Jahres „verselbstständigt“, betonte Stefan Berk. Heute habe der Verein um die 50 Mitglieder – die meisten davon seien ehrenamtlich tätig.

Wer bezahlt den gesetzlichen Betreuer?
Grundsätzlich müssen Menschen, die nicht mittellos sind, also Vermögen haben, die Vergütung eines Berufsbetreuers aus ihrem eigenen Vermögen bezahlen. Ob jemand mittellos ist, richtet sich nach den Grundsätzen des Sozialhilferechts. Bei mittellosen Personen wird der gesetzliche Betreuer vom Staat bezahlt. Bei den Kosten wird zwischen Berufsbetreuern und ehrenamtlichen Betreuern unterschieden. Ehrenamtlichen Betreuern steht eine Aufwandsentschädigung zu. Die Höhe der Entschädigung ist in Paragraph 1835 und Paragraph 1835a BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) geregelt.

Autor:

Alexander Kollek

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