Überwältigt von der Hilfsbereitschaft
Brand in Einfamilienhaus

Das Haus am Vorderstöppel ist laut Besitzer wohl nicht mehr zu retten. Das Feuer wütete vor allem in der obersten Etage. Löschwasser und Brandrauch führten aber auch im restlichen Gebäude zu schweren Schäden.
  • Das Haus am Vorderstöppel ist laut Besitzer wohl nicht mehr zu retten. Das Feuer wütete vor allem in der obersten Etage. Löschwasser und Brandrauch führten aber auch im restlichen Gebäude zu schweren Schäden.
  • Foto: Christian Völkel
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vc Raumland. Von einem Tag auf den anderen fast den ganzen Hausrat verloren und viele persönliche Gegenstände: Ein Brand in einem Familienhaus zerstört oft mehr als nur die Sachwerte. So ist es auch kürzlich in Raumland geschehen, als ein Familienhaus durch einen Brand stark beschädigt wurde (die SZ berichtete). Die Spendenbereitschaft und die Unterstützung, die die Familie Schneider erfahren hat, war bemerkenswert.

Familienvater Hendrik Schneider stand am Freitag vor seinem Haus, oder vielmehr vor den Resten dessen, was er noch vor kurzem mit seiner Familie bewohnt hat. Im Innern waren Spezialfirmen dabei, das zu retten, was zu retten ist. „Ich arbeite alles sachlich ab. Das ist meine Art. Aber das Wichtigste ist, dass wir alle unversehrt sind.“

Flammen wüten in Haus am Vorderstöppel

Im oberen Stockwerk wurden das Kinderzimmer und ein Ankleidezimmer komplett zerstört, Brandrauch und Löschwasser haben im 1972 errichteten Haus schwere Schäden hinterlassen. „An diesem Abend hatten wir tatsächlich nur noch das, was wir am Leib trugen und was vor der Waschmaschine lag, als Kleidung“, berichtet der Familienvater.

Während die Schwiegereltern aus Hessen zu Hilfe heranfuhren und die Freiwillige Feuerwehr das Haus löschte, konnten die fünfjährige Tochter und der Familien-hund bei der Großmutter in Alertshausen unterkommen, berichtete Hendrik Schneider. „Als sie dort ankamen, standen da bereits Kartons mit Spenden. Unfassbar, wie schnell das ging.

Hilfsangebote aus Österreich

Die Hilfs- und Spendenbereitschaft, die wenige Stunden nach dem Brand eingesetzt hatte, war überwältigend.“ Aus Österreich, wo die Familie anderthalb Jahre wohnte, seien Hilfsangebote gekommen – wie auch aus Raumland selbst. Hendrik Schneider: „Wir bekamen dann noch das Angebot, vorübergehend in ein Haus in Bad Berleburg zu ziehen. Einfach phantastisch.“ Um das Nötigste einkaufen zu können, war man auch auf Spenden angewiesen. „Die Versicherung hatte noch nicht gezahlt. Da hast du erst gar nichts mehr und es war wirklich gut, dass wir Spenden bekommen haben“, betonte der Raumländer dankbar. Die seien von Freunden, Bekannten und sogar von Vereinen wie dem TuS Diedenshausen gekommen. Nun gelte es, soviel Verwertbares wie möglich aus dem Haus zu bekommen.

Nachbarn verteilen Spendenaufruf

Bis auf den Keller werde wohl das restliche Haus abgerissen. „Ich hörte die Feuerwehr, mach die Haustür auf und sah gerade noch, wie das Fenster rausfliegt“, berichtete Wilfried Born, Nachbar am Vorderstöppel. Als ihm klar wurde, dass die Familie nur noch das Hab und Gut hatte, das sie am Leib trug, schrieb er schnell einen Flyer und druckte ihn daheim aus. Zusammen mit Nachbar Matthias Wache gingen beide am Vorderstöppel von Haus zu Haus, um zu Spenden aufzurufen.

Später habe man die Evangelische Kirchengemeinde mit ins Boot geholt, da diese Spendenquittungen ausfüllen konnte. Den entsprechenden Aufruf mitsamt Spendenkonto veröffentlichten beide Initiatoren auf der Nachbarschaftsplattform nebenan.de. Dort sind Hunderte Raumländer Bürger vernetzt. „Das war uns wichtig“, betonte Wilfried Born. Die Nachbarschaftshilfe habe hier gut funktioniert.

Autor:

Christian Völkel

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