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Dorfverein Aue-Wingeshausen
Bremsen für den Fußballer und das Kind mit Dreirad

Die spielenden Kinder sollen an 15 Standorten in Aue, Wingeshausen und Müsse Autofahrer zum langsameren Fahren animieren. Für die Konstruktionen gab es schon jede Menge Lob für den Dorfverein.  Foto: Martin Völkel
  • Die spielenden Kinder sollen an 15 Standorten in Aue, Wingeshausen und Müsse Autofahrer zum langsameren Fahren animieren. Für die Konstruktionen gab es schon jede Menge Lob für den Dorfverein. Foto: Martin Völkel
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vö Müsse. Dass in Wohngebieten häufig zu schnell gefahren wird, dieses Problem haben die Anwohner in Aue, Wingeshausen und Müsse nicht exklusiv. Allerdings könne dies kein Dauerzustand sein und bleiben – dachte sich Julia Schmidt und trat mit ihrer Idee an den Dorfverein Aue-Wingeshausen heran: „Es wird zu schnell gefahren – und die Verursacher sind mit Sicherheit nicht nur Ortsfremde. Wir haben schon viele positive Reaktionen aus der Bevölkerung auf die Aktion bekommen.“

Bunte Schilder in der Originalgröße von Kindern sollten Autofahrer darauf hinweisen, dass Tempo 30 in Wohngegenden völlig ausreichend ist. Und: Langlebig sollten sie sein, die Schilder, möglichst nicht anfällig für Vandalismus.

Müsse. Dass in Wohngebieten häufig zu schnell gefahren wird, dieses Problem haben die Anwohner in Aue, Wingeshausen und Müsse nicht exklusiv. Allerdings könne dies kein Dauerzustand sein und bleiben – dachte sich Julia Schmidt und trat mit ihrer Idee an den Dorfverein Aue-Wingeshausen heran: „Es wird zu schnell gefahren – und die Verursacher sind mit Sicherheit nicht nur Ortsfremde. Wir haben schon viele positive Reaktionen aus der Bevölkerung auf die Aktion bekommen.“

Bunte Schilder in der Originalgröße von Kindern sollten Autofahrer darauf hinweisen, dass Tempo 30 in Wohngegenden völlig ausreichend ist. Und: Langlebig sollten sie sein, die Schilder, möglichst nicht anfällig für Vandalismus. Was der Dorfverein gemeinsam mit Julia Schmidt auf die Beine gestellt hat, kann sich sehen lassen. Insgesamt 15 Fußballer, Inline-Skaterinnen und Kinder mit Dreirad – direkt an den Eingängen zu Wohngebieten und damit nicht zu übersehen – sollen motorisierte Verkehrsteilnehmer zum langsamen Fahren motivieren.

Mit Erfolg, wie Helmut Keßler am Mittwochabend beim Pressetermin in der Müsse in einer ersten Bilanz nach wenigen Tagen feststellte: „Wer sich im Moment an einem der Punkte aufstellt, bemerkt schnell, dass langsamer gefahren wird. Das wollten wir erreichen. Ob das auch langfristig so sein wird, muss sich zeigen“, so der Vorsitzende des Dorfvereins Aue-Wingeshausen weiter. Die Alternative wäre gewesen, nichts in Sachen Verkehrssicherheit zu unternehmen. „Und das wäre für uns keine Alternative gewesen.“ Die Schilder mit den spielenden und sportlich aktiven Kindern sind an einer Edelstahlkonstruktion befestigt, die wiederum fest einbetoniert ist.

Mit zwei Schrauben können die Motive in Aue, Wingeshausen und Müsse durchgewechselt werden. „Damit nicht der Gewöhnungseffekt eintritt“, wie es Helmut Keßler formulierte. Die Finanzierung des Projektes in vierstelliger Größenordnung übernehme der Verein in Eigenregie. „Wir wollten etwas mit langer Lebensdauer und wir wollten Schilder, die auch nach einigen Jahren noch schön aussehen. Wenn der Dorfverein ruft, ist die Bereitschaft, sich mit einzubringen, sehr groß.“

Zudem bedankte sich der Vorsitzende bei allen Unterstützern, die an der Realisierung des Projektes mitgewirkt hätten. Jörg Sonneborn habe sich um die Edelstahl-Konstruktionen gekümmert, Sebastian Lückel habe das Bekleben fachmännisch vorgenommen – ebenso wie Thorsten Krämer mit seinem Sohn Lian und einem Mitarbeiter das Befestigen. Für die Motivauswahl sei Tina Scheffler zuständig gewesen und Wingeshausens Ortsvorsteher Karl-Heinrich Sonneborn sei in die Auswahl der Standorte eingebunden gewesen.

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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