Bürgermeister spielten Löffelpolka

Sonniger Wollmarkt zum Bad Berleburger Stadtfest: Tausende am Marktplatz

howe Bad Berleburg. Die Akteure beim Wollmarkt, der sich gestern den Feierlichkeiten zum Bad Berleburger Stadtfest auf dem Marktplatz anschloss, hatten die Lacher auf ihrer Seite. Bei strahlendem Sommerwetter wartete Günter Hirschhäuser, Vorsitzender des Verkehrs- und Heimatvereins Bad Berleburg, mit einer Überraschung auf. »Gleich treten die Bundestagsabgeordneten Paul Breuer, Helga Daub und Bad Laasphes Bürgermeister Robert Gravemeier im Stelzenlaufen gegeneinander an.« Dr. Friedhelm Franz, neben Breuer und Gravemeier der dritte Landratskandidat, solle als Schiedsrichter fungieren. Und dann würden die drei Bürgermeister Wittgensteins zur lustigen Löffelpolka aufspielen.

»Uns eint eine gemeinsame Zukunft«

Doch zunächst unterhielten die Weisbacher Musikanten aus der Rhön die Besucher auf dem proppenvollen Marktplatz. »Uns eint eine gemeinsame Zukunft, durch den Zweckverband Region Wittgenstein«, beschrieb Bad Berleburgs Bürgermeister Hans-Werner Braun das Verhältnis der Odebornstadt zur Nachbarkommune Erndtebrück und somit zum Schirmherrn des Wollmarktes – Heinz Josef Linten. Märkte hätten in den zurück liegenden Jahren eine Renaissance erlebt. Sie seien heute reicher im Angebot. Nützlichkeit und Originalität würden groß geschrieben. Selbst gemacht laute die Devise. Bei den vielfältigen Angeboten sei für jeden Geschmack etwas vorhanden. »Denken Sie aber nicht nur an das leibliche Wohl«, so der Bürgermeister. Heinz-Josef Linten behauptete, er habe das herrliche Wetter aus Erndtebrück gleich mitgebracht. Besonders freute sich der Verwaltungschef der Edergemeinde über seine Botschafter – etwa die Funkenmariechen des Erndtebrücker Karnevalvereins, der Heimatverein, die Landfrauen aus Womelsdorf oder die Peitschenknaller und Volkstanzgruppe aus Birkelbach.

»Es ist mir eine Ehre«

»Es ist mir eine Ehre, als Schirmherr sprechen zu dürfen«, erklärte Heinz-Josef Linten. Die Beziehungen zu Bad Berleburg bezeichnete er als »gut nachbarschaftlich«. Wittgenstein müsse zeigen, dass es sich nicht nur durch seine herrlichen Natur auszeichne. »Gemeinsam und Heimatpflege. Das alles macht Wittgenstein aus.« Bei der anschließenden Löffelpolka bewiesen die drei Bürgermeister gutes Taktgefühl – auch, wenn Robert Gravemeier das unten liegende Essbesteck des öfteren wieder vom Boden aufheben musste. Der Stelzenlauf war gestern Mittag der große Brüller auf dem Marktplatz. MdB Helga Daub half ihrem Kollegen Paul Breuer auf die Stangen. Der kapitulierte: »Wenn das mein Arzt sieht, der mich am Rücken operiert hat, bin ich dran.« Helga Daub indes trat zum Lauf gegen MdL Monika Brunert-Jetter und Bad Laasphes Bürgermeister Robert Gravemeier an. Letzterer sprang für Breuer ein. Der wiederum bot an, als Schiedsrichter zu fungieren. Das tat er auch. Gemeinsam mit Dr. Friedhelm Franz schaute er auf die Stoppuhr.

Wer am Ende gewonnen hatte, spielte an diesem wunderbaren Tag überhaupt keine Rolle. Dazu trugen freilich viele Wittgensteiner Vereine bei, die mit ihren Ständen die Massen auf den Marktplatz lockten. Eine Heimatstube, Webstuhl, Köstlichkeiten und altes Handwerk, eine Gerberei, frische Ofenwaffeln, hausgemachte Wurst, Ziegen und Schafe, kleine Lämmchen: all das lockte tausende Besucher nach Bad Berleburg zum großen Stadtfest mit Wollmarkt.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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