Burschenschaft Dotzlar: »Eines unserer schönsten Osterfeuer«

Brandstiftung ganz sicher kein Kavaliersdelikt mehr

sz Dotzlar. Die Burschenschaft Dotzlar, der in der Nacht zu Karfreitag das mühsam aufgebaute Osterfeuer vorzeitig abgebrannt wurde, meldete sich gestern mit einer Stellungnahme zu Wort: »Alle Jahre wieder, könnte man da fast schon sagen: Erneut müssen wir uns per Leserbrief zu Wort melden, diesmal allerdings in erster Linie, um uns bei zahlreichen Helfern zu bedanken, die uns unterstützt haben, das Osterfeuer in Dotzlar wieder neu aufzubauen«, heißt es in dem vom Vorsitzenden Christian Afflerbach unterzeichneten Schreiben.

Vor zwei Jahren sei der Versuch, das Osterfeuer frühzeitig anzuzünden, gescheitert, »da wir es gerade noch geschafft haben, den Brand zu löschen, vergangenes Jahr ist unser Bauwagen am Osterfeuer durch Brandstiftung zerstört worden und in diesem Jahr war es das Osterfeuer, das in der Nacht zum Karfreitag angesteckt wurde«. Auch die Feuerwehr, die herbei geeilt sei, habe den Brand nicht mehr löschen können, so dass man das Feuer kontrolliert abbrennen lassen musste. Zwar habe der erste Schrecken recht tief gesessen, immerhin sei die Arbeit, die viele Helfer in viereinhalb Wochen geleistet hätten, auf einen Schlag zerstört worden, »jedoch standen Freitag früh unzählige Helfer bereit, um sich an die Arbeit zu machen - eben um zu retten, was zu retten war«.

Auch wenn es sich nur um ein Osterfeuer handele, trotzdem sei die Burschenschaft der Meinung, dass der Spaß irgendwo aufhöre und dass es sich bei der Brandstiftung nicht mehr nur um ein Kavaliersdelikt handele. Zu bedenken bleibe zudem, dass auch Menschen hätten zu Schaden kommen können, da sich noch Jugendliche am Osterfeuer aufgehalten hätten. Glücklicherweise sei nichts passiert.

Und weiter: »Bemerkenswert war dann die enorme Hilfsbereitschaft, die uns entgegengebracht wurde: Unser großer Dank gilt vor allem den ehemaligen Mitgliedern der Burschenschaft sowie allen Dorfbewohnern und Meckhäusern, die sofort mit Rat und Tat zur Seite standen. Natürlich möchten wir uns auch bei der Freiwilligen Feuerwehr für den nächtlichen Einsatz bedanken. Die Firmen Ejot und Agrodur und die Burschenschaften und Dorfjugenden aus Richstein, Sassenhausen, Beddelhausen und Rückershausen sowie die Landjugend Wittgenstein erklärten sich ebenso bereit, uns zu unterstützen, was den raschen Wiederaufbau enorm erleichterte. Auch ihnen gilt unser Dank.« Durch die tatkräftige Unterstützung zahlreicher Personen sei es also gelungen, das Osterfeuer innerhalb der bleibenden zwei Tage neu aufzubauen, so dass die Burschenschaft den Dorfbewohnern das Osterfeuer auch in diesem Jahr nicht vorenthalten musste.

So enttäuscht und erschrocken man über die Brandstiftung gewesen sei, so habe die Situation doch bewiesen, dass in Notlagen fest zusammengehalten werde und dass gemeinsam auch in kürzester Zeit noch eine Leistung wie der Wiederaufbau des Osterfeuers zu vollbringen sei. Gerade aufgrund all dieser Umstände seien in diesem Jahr zahlreiche Besucher gekommen »und wir konnten eines der schönsten Osterfeuer in Dotzlar überhaupt feiern«.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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